Ausblick von Nexsan

Das sind die SSD-Trends 2012

| Redakteur: Nico Litzel

2012 werden aus Sicht von Nexsan fünf Trends eine Rolle bei SSDs spielen.
2012 werden aus Sicht von Nexsan fünf Trends eine Rolle bei SSDs spielen.

Nach Einschätzung von Nexsan werden sich dieses Jahr im Markt für Solid State Disks fünf Trends abzeichnen. Generell geht das Unternehmen davon aus, dass sich die schnellen Halbleiterspeicher aufgrund des Preisverfalls in einigen Anwendungsfeldern durchsetzen und sich als Alternative zu herkömmlichen Festplatten etablieren werden.

Die rückläufigen Preise bei Solid State Disks und bei SSD-Speichersystemen werden nach Einschätzung von Nexsan dazu führen, dass sich die Technik in einigen Anwendungsfeldern durchsetzen wird. Daneben rechnen die Speicherexperten von Nexsan mit folgenden fünf Trends:

1. Die Grenzen von Fibre Channel und SAS – alternative Techniken rücken in den Vordergrund: Die Hersteller werden Nexsan zufolge bei der Weiterentwicklung der SSD-Technik und von SSD-Speichersystemen den Schwerpunkt weiter auf Leistungsverbesserungen und geringere Latenzzeiten setzen. Fibre-Channel- und SAS-Schnittstellen weisen allerdings Grenzen auf und erschweren die Entwicklung von Storage-Controllern, welche die von Solid-State-Storage-Systemen im Backend theoretisch erzielbaren Millionen IOPS auch tatsächlich unterstützen. Alternative Techniken und Lösungskonzepte, mit denen sich die Transaktionsleistung verbessern lassen, werden dadurch nach Einschätzung von Nexsan in den Mittelpunkt rücken. Dazu zählen beispielsweise Controller auf Basis von Infiniband oder PCI-Express, Deduplizierungsverfahren auf Blockebene, Auto Tiering und Caching.

2. Auswahl von SSD-Laufwerkstypen anhand der Anforderungen: Der erste Hype um SSDs ist abgeklungen. Unternehmen legen bei der Auswahl von SSD-Lösungen verstärkt Wert darauf, dass diese genau auf den von ihnen vorgesehenen Anwendungszweck abgestimmt sind. Um eine bis zu zehnfach höhere Performance zu erzielen, die Ausfallsicherheit zu verbessern sowie die Gesamtkosten zu verringern, werden zunehmend Standard- mit Hochleistungs-SSDs kombiniert. Die sinnvolle Verbindung von Solid State Drives, die auf DRAM-Chips, Single-Level-Cell- und Enterprise-Multi-Level-Cell-Techniken basieren, verspricht mehr Vorteile als der gemeinsame Einsatz unterschiedlicher herkömmlicher Festplatten.

3. Hersteller müssen am Ball bleiben: Aufgrund der nach wie vor im schnellen Tempo voranschreitenden Weiterentwicklung moderner SSD-Techniken müssen sich Hersteller detailliert mit neuen SSD-Produkten auseinandersetzen. Nur so wird es ihnen möglich sein, die von ihnen angebotenen Systeme mit den jeweils am besten geeigneten SSD-Techniken auszustatten, die hinsichtlich Verlässlichkeit, Leistung und Kosten vorne liegen.

4. Kunden legen höhere Maßstäbe an: SSDs sind zunehmend eine Mainstream-Technik. Daher sind die für die Systembeschaffung verantwortlichen Entscheider heute fundierter informiert und kennen die Unterschiede zwischen einzelnen Lösungen genau. Daher müssen sich die Hersteller 2012 darauf einstellen, dass Kunden bei der Bewertung der von ihnen angebotenen Lösungen höhere Maßstäbe anlegen, als das in der Vergangenheit der Fall war. Dabei setzen sie voraus, dass SSDs und für das Zusammenspiel entwickelte neue Systeme gründlich analysiert und getestet werden, um unter allen denkbaren Bedingungen eine optimale Performance zu bieten. Beispielsweise verschlechtert sich die Performance bei einigen SSDs erheblich, sobald sie sich der Vollauslastung nähern. Speichersysteme müssen daher von der Architektur her so ausgelegt sein, dass sich selbst beim Einsatz dieser SSDs die versprochenen Leistungsvorteile und daraus resultierenden Kosteneinsparungen erzielen lassen.

5. MLC-SSDs werden verstärkt in Rechenzentren eingesetzt: In Rechenzentren werden 2012 werden verstärkt Speichersysteme Einzug halten, die mit Multi-Level-Cell-SSDs bestückt sind. Die am weitesten bei Produkten für Endverbraucher verbreitete Technik bietet zwar eine höhere Kapazität und Skalierbarkeit als die speziell für den Einsatz in Enterprise-Lösungen entwickelten auf Single-Level-Cell- oder Enterprise Multi-Level-Cell-Chips basierenden SSDs. Allerdings können sie nur maximal 10.000 Schreibprozesse verarbeiten, sodass ihre zu erwartende Lebensdauer beim Einsatz im Rechenzentrumsumfeld in der Regel nicht mehr als ein Jahr beträgt. Kommen sie in Storage-Produkten zum Einsatz, die der Ablage geschäftsentscheidender Daten dienen, kann das katastrophale Ausfallszeiten verursachen. Demzufolge sollten bei der Auswahl der passenden Produkte mit SLC- oder eMLC-Laufwerken bestückte Systeme in Erwägung gezogen werden.

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