Defekte Dateien und Platzmangel waren gestern - besseres Speichern mit Windows 8, Teil 2

Das Windows Dateisystem ReFS findet Anschluss an moderne Storage-Funktionen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Rainer Graefen

Thin Privisioning

Storage Spaces unterstützen Thin Provisioning. Das heißt, Administratoren können einem Storage Space mehr Platz zuweisen, als dem Storage Pool an physischer Kapazität insgesamt zur Verfügung stehen Ab einem festlegbaren Schwellwert wird der Storage-Administrator benachrichtigt, dass er den Pool erweitern sollte, damit keine Kapazitätsengpässe entstehen und die Anwender vor abgestürzten Anwendungen stehen.

Die Nachricht erscheint über das Wartungscenter in Windows im Taskbereich, welches wie in Windows 7 auch alle anderen kritischen Meldungen zeigt. Storage Pools und Storage Spaces sind flexibel. Administratoren können sogar einzelne Festplatten in einem Storage Pool gegen größere austauschen. Die gespeicherten Daten in den Storage Spaces sind davon nicht betroffen und der Austausch erfolgt für Anwender vollkommen transparent.

Storage Pools und Storage Spaces in der Praxis

Die Verwaltung von Storage Spaces/Storage Pools erfolgt entweder in der PowerShell oder einer grafischen Oberfläche. Die grafische Oberfläche ist aktuell aber nicht in der Developer Preview von Windows 8 integriert.

Laut Microsoft lassen sich Storage Pools und Storage Spaces in der Windows Consumer Preview erstellen, also der zweiten Beta von Windows 8. Die Einstellungen sind dann in der Systemsteuerung zu finden, aller Voraussicht nach im Bereich System and Security\Storage Spaces.

Über den Assistenten lässt sich auch die Ausfallsicherheit (Resiliency) leichter festlegen. Einen Überblick ist im MSDN-Blog der Entwickler zu sehen, inklusive Screenshots (http://blogs.msdn.com/b/b8/archive/2012/01/05/virtualizing-storage-for-scale-resiliency-and-efficiency.aspx). Sobald neue Festplatten im System zur Verfügung stehen, lassen sich diese über die grafische Oberfläche dem neuen Storage Pool hinzufügen.

Festplatten im laufenden Betrieb ersetzen

Sobald eine Festplatte in einen Storage Pool integriert ist, lässt sich diese nicht mehr durch das Betriebssystem nutzen, sondern nur noch mit dem Storage Pool über Storage Spaces. Um in der PowerShell einen Storage Pool zu erstellen,

  • speichern Administratoren zunächst die einzelnen physikalischen Festplatten in einer Variable: $disks = Get-PhysicalDisk. Anschließend lässt sich mit dem CMDlet New-StoragePool der Storage Pool erstellen:
  • New-StoragePool -PhysicalDisks $disks -StorageSubSystemFriendlyName *Spaces* -FriendlyName “Meine Daten”
  • Storage Spaces lassen sich mit dem CMDlet New-VirtualDisk erstellen: New-VirtualDisk -StoragePoolFriendlyName “Meine Daten” -ResiliencySettingName Mirror -Size 2TB -Provisioningtype Thin -FriendlyName “Dokumente”.

Erreicht ein Anwender den maximalen Speicherplatz, kann der Administrator den Pool vergrößern indem er weitere Festplatten hinzufügt. Die Developer Preview erlaubt aktuell nur die Erstellung von Storage Spaces mit einer Größe von 2 TByte. Diese Größenbeschränkung hebt Microsoft spätestens mit der fertigen Version von Windows 8 auf. Eventuell sind die Größen bereits mit der Consumer Preview Vergangenheit. Diese soll Ende Februar/Anfang März erscheinen. Storage Spaces lassen sich allerdings nicht zum Absichern des Betriebssystems nutzen. Auch in Windows 8 ist kein Booten von einem Storage Space aus möglich.

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