Prognose 2016 von Simplivity: Storage-Silos können wir vergessen

Das Zeitkonto für "Break and Fix" ist schon lange überzogen

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Mit geschärftem Blick in die Zukunft sehen. Aber stimmt die Richtung?
Mit geschärftem Blick in die Zukunft sehen. Aber stimmt die Richtung? (Andrey-Burmakin_Fotolia.com_100082559)

Bei all der Expansion und den Änderungen, die wir in den vergangenen fünf Jahren in der IT erlebt haben – im Jahr 2016 werden wir einiges nicht vermissen! Die Abschaffung der Storage-Silos gehört dazu.

Natürlich ist Veränderung und die Geschwindigkeit in der diese passiert keine wirklich bahnbrechende Prognose. Doch die Abschaffung spezialisierter IT-Funktionen zu Gunsten von Generalisten wird das Geschäft voranbringen.

Und Silos werden aus gutem Grund abgeschafft. Sie entstanden, als die IT-Infrastrukturen dezentralisiert betrieben wurden und Spezialgeräte (Speicher, Datensicherung auf Platte, usw.) zum Standard wurden.

Der SAN-Betrieb ist zu zeitaufwändig

Die traditionelle IT-Speichertechnik entstand in einer Welt, in der es noch keine Virtualisierung und keine Cloud gab, und sie funktionierte damals ziemlich gut. Der Anschluss an ein SAN brachte die Flexibilität eines gemeinsam genutzten Speicher-Pools für verbesserte Kapazität und Performance-Management.

Doch jetzt sind diese SANs unhandlich und erfordern, dass IT-Teams Zeit für das LUN-Provisioning und -Masking aufwenden oder die unliebsamen Arbeiten durch hochbezahlte Speicherspezialisten erledigen lassen. Zugleich zeigen „Cloud first“-Applikationen und –Unternehmen der IT-Welt einen scharfen Kontrast zu den alten, unhandlichen Tools, die ständige manuelle Abstimmungen erfordern.

Diese Applikationen und Infrastrukturen, die speziell für die Nutzung von Cloud-Ressourcen ausgelegt sind, zeigen, dass es möglich ist, das Management-Paradigma zu vereinfachen – und dies umfasst mit Sicherheit nicht die manuelle Provisionierung von LUNs.

Scale-out Bausteine

Um eine richtige Aussage zum aktuellen Zustand des traditionellen Speichermarktes machen zu können, sollte man sich die Entwicklung von EMC/Dell ansehen. Unternehmen – und mögen sie noch so große Technologie-Anhänger sein - können ihren Geschäftsbetrieb nicht auf der Grundlage eines einzigen IT-Silos wie Shared Storage aufrechterhalten.

Mit der Verdrängung der alten Speichertechnik hat diese Veränderung Einfluss auf Menschen und Prozesse. In diesem Jahr werden sich die IT-Teams weiterentwickeln, alte Funktionen hinter sich lassen und Teil der neuen Gruppe von IT-Experten werden, die Konstrukte und Projekte auf höherer Ebene managen.

Die Abschaffung der Silos ist nichts, was zu fürchten ist, sondern vielmehr etwas, das mit Interesse zu erwarten sein sollte, da fähige IT-Mitarbeiter neue Wege finden, um das Unternehmen zu positionieren. Und weil die IT-Teams an innovativen, geschäftsorientierten Projekten arbeiten, muss die von ihnen kontrollierte Technologie unkompliziert sein.

Zwischen Hyperkonvergenz und Cloud

Die Betreiber von Rechenzentren bewegen sich auf die beiden technologischen Optionen zu, die den derzeitigen technologischen Wandel überstehen werden: hyperkonvergente Infrastruktur und die öffentliche Cloud. Beide Möglichkeiten haben einen wichtigen Faktor gemeinsam: Unkompliziertheit.

Während die öffentliche Cloud für manche eine Option darstellt, haben der Sicherheitsaspekt und die Komplexität einer Offsite-Verlagerung der Daten viele Unternehmen davon abgehalten, die Umstellung vorzunehmen.

Stattdessen werden sich diese Unternehmen der anderen Möglichkeit für einfache Einführung und Verwaltung zuwenden: der hyperkonvergenten Infrastruktur. Die Einführung von hyperkonvergenten Infrastruktur-Lösungen vor Ort bietet den Unternehmen die Unkompliziertheit und Skalierbarkeit der Cloud - und zwar ohne Kompromisse.

In jedem Fall werden die IT-Teams keine Zeit mit „Break and Fix“-Aufgaben verbringen müssen. Eine Infrastruktur auf der Basis der Wirtschaftlichkeit der Cloud bedeutet, dass Gruppen, die derzeit in Silos arbeiten, zusammenkommen können, um bessere IT-Teams zu bilden, die weniger Zeit mit Provisioning und Fehlersuche verbringen.

Stattdessen werden sie Applikationen und Policies managen und mehr Freiheiten haben, um neue Wege für Innovationen zu finden. Davon profitieren nicht nur die IT-Abteilungen, sondern letztlich auch die Unternehmen selber.

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