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Kommentar von Rick Vanover, Veeam Data Protection Day 2022: Die 3-2-1-1-0-Regel für Backups

Von Rick Vanover*

Zum heutigen Data Protection Day gibt Rick Vanover von Veeam Empfehlungen, auf welcher strategischen Grundlage eine moderne Datenschutzstrategie aufbauen kann.

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Rick Vanover, Senior Director, Product Strategy bei Veeam.
Rick Vanover, Senior Director, Product Strategy bei Veeam.
(Bild: Veeam)

Der Data Protection Day ist eine gute Gelegenheit, um Unternehmen an die wirksamsten Konzepte als Vorbereitung gegen die zahlreichen IT-Bedrohungen des Tagesgeschäftes zu erinnern und zu informieren. Von der Stärkung der Verteidigungslinie gegen Ransomware bis hin zur Schulung von Mitarbeitern in Bezug auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Die Fähigkeit, Daten jederzeit sichern und wiederherzustellen zu können, ist ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Datenschutzstrategie. Veeam befürwortet die erweiterte 3-2-1-1-0-Backup-Regel als Best Practice, die alle Unternehmen im Jahr 2022 anwenden sollten.

3: Bewahren Sie mindestens drei Kopien Ihrer Daten auf

Zusätzlich zu den primären Daten sollten mindestens zwei weitere Sicherungsdateien bestehen, um ausreichend geschützt zu sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass auf drei Geräten gleichzeitig „etwas schiefgeht“, ist viel geringer als bei zwei Geräten – vor allem dann, wenn sich die primäre Sicherung, wie so oft, in der Nähe der primären Daten befindet. Im Falle einer Katastrophe könnten die primären Daten und die primäre Sicherung verloren gehen. Die sekundäre Datensicherung sollte daher nicht in unmittelbarer Nähe der primären Daten liegen, um gut gerüstet zu sein.

2: Speichern Sie Backups auf zwei verschiedenen Medien

Es wird empfohlen, eine der Sicherungskopien auf einem internen Festplattenlaufwerk und die andere Kopie auf einem Wechselspeichermedium (Band, externes Festplattenlaufwerk, Cloud-Speicher) zu sichern.

Wenn beide Fassungen der Sicherungskopie auf derselben Art von Speichermedium aufbewahrt werden, erhöht sich das Risiko, alle Backup-Daten zu verlieren, sobald ein Ausfall oder ein Cyber-Angriff erfolgen.

Alternativ können das primäre Backup auf den internen Festplattenlaufwerken eines physischen Servers und das sekundäre Backup auf den internen Festplattenlaufwerken eines NAS liegen, wobei die Festplattenlaufwerke beider Systeme von unterschiedlicher Marke, Größe und unterschiedlichem Typus sein sollten.

1: Bewahren Sie mindestens eine Sicherungskopie außerhalb des Standorts auf

Mindestens eine Sicherungskopie sollte nicht an dem Ort vorgehalten werden, wo sich die Primärdaten und die Primärsicherung befinden. Denn im Falle irgendeiner (Natur-)Katastrophe wie einem Brand oder einer Überschwemmung könnte alles an diesem einen Ort zerstört werden. Wenn Sie daher die primären Daten, die primäre Sicherung und die sekundäre Sicherung alle in derselben Einrichtung aufbewahren, sind sie für immer verloren.

Unternehmen, die nicht über mehrere Standorte verfügen, können eine Kopie ihrer Sicherungsdaten in einer privaten Cloud über einen Dienstanbieter oder in der öffentlichen Cloud speichern.

1: Speichern Sie mindestens eine Kopie offline

Es wird empfohlen, mindestens eine Sicherungskopie offline aufzubewahren, somit getrennt vom Netzwerk und von jeglicher IT-Infrastruktur. Beispiele für Offline-Medien sind rotierende externe USB-Festplatten, analoge Bänder und Objektspeicher mit Unveränderlichkeit als Funktionalität.

Wenn sich nämlich ein Hacker erfolgreich Zugang zur IT-Umgebung verschafft, ist alles im Netzwerk potenziell angreifbar. Um die Daten vollständig zu schützen, sollte die Offline-Kopie mit einem Kodierungsschlüssel geschützt werden, um zu verhindern, dass externe oder interne Bedrohungen über das Netzwerk darauf zugreifen können. Dies wird gemeinhin als Air-Gapped-Backup bezeichnet.

0: Vergewissern Sie sich, dass Ihre Backups fehlerfrei sind

Backups sind nur so gut wie das Verfahren, mit dem sie geprüft werden. Erstens müssen die Backups täglich überwacht werden, um Fehler zu finden und diese so schnell wie möglich zu beheben. Zweitens sollte sichergestellt sein, dass die Daten aus dem Backup wiederherstellbar sind, indem in regelmäßigen Abständen Wiederherstellungstests stattfinden.

Moderne Datensicherung als Ergebnis

Als führender Anbieter von Backup-, Wiederherstellungs- und Datenmanagement-Lösungen für moderne Datensicherung betrachtet Veeam seine 3-2-1-1-0-Regel als wichtige Best Practice für Unternehmen, die sehr hohe Service-Levels aufrechterhalten und sich gleichzeitig vor Datenverlusten schützen wollen.

Wir empfehlen Unternehmen, die 3-2-1-1-0-Regel für den Schutz ihrer Daten zu beherzigen. Sie ist eine logische Weiterentwicklung der bekannteren 3-2-1-Regel, die eingangs von dem weltbekannten Fotografen Peter Krogh konzipiert wurde. Diese ursprüngliche Regel besagt, dass man immer drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Medien und eine Kopie außerhalb des Standorts aufbewahren sollte. Angesichts des Ausmaßes und der Vielfalt der Bedrohungen für die Geschäftskontinuität in der digitalen Wirtschaft sollte diese Richtlinie als Ausgangspunkt betrachtet werden.

Um die von der zunehmend volatilen Bedrohungslandschaft geforderte hohe Ausfallsicherheit zu erreichen, müssen Unternehmen eine weitere 1 und eine 0 hinzufügen. Es sollte nicht nur eine Kopie außerhalb der Firma aufbewahrt, sondern zusätzlich noch eine Offline-Kopie erstellt werden, die entweder air-gapped oder auf andere Weise unveränderlich ist – dabei gilt stets der Grundgedanke, dass es bei der Wiederherstellung der Daten keine Überraschungen durch Fehler geben darf. Daher muss eine Lösung zur Prüfung der Wiederherstellung eingesetzt werden, um sicher zu sein, dass alle gespeicherten Daten in kürzester Zeit vollständig wiederhergestellt werden können.

*Der Autor: Rick Vanover, Senior Director, Product Strategy bei Veeam.

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