SDS-Benchmark-Rekord lässt viele High-end-Speicher alt aussehen

Datacore senkt dank Parallel-I/O den Preis pro Tansaktion auf 10 US-Cent

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Datacore hängt die Konkurrenz mit der Parallel-I/O-Technik ab.
Datacore hängt die Konkurrenz mit der Parallel-I/O-Technik ab. (Bild: DataCore)

Datacore hat im SPC-1-Benchmark eine neue Bestmarke gesetzt. Die Software-defined Storage-Plattform SANsymphony PSP5 erreichte durchschnittliche Antwortzeiten von 220 Mikrosekunden.

Grundlage des Erfolgs ist die im Product Service Pack 5 (PSP5) integrierte Parallel-I/O-Technik von Datacore. Sie nutzt die Multi-Core-Architektur von Intel-basierten Standard-Servern für parallele Input-/Output-Operationen auf Speicherseite.

Auf diese Weise wird besonders hohe Leistung erzielt, an die laut Datacore selbst deutlich teurere konventionelle Storage-Lösungen nicht heranreichen. Das Software-Update steht für alle Kunden mit Support-Vertrag ab sofort bereit.

Bei dem Benchmark des Storage Performance Councils (SPC) trat das Datacore-System gegen klassische externe High-End-Speicherarrays mit einem gespiegelten Zweiknoten-Server-SAN in einer Fibre Channel Fabric an. Über einen 8-stündigen Messzeitraum hinweg wurde die Systemleistung durch latenzempfindliche Datenbanken auf über 1,2 Millionen IOPS erhöht.

Kosteneffizientes Storage-System

Am Ende landete die Datacore-Lösung mit 0,10 US-Dollar pro SPC-1 IOPS auf dem dritten Platz hinter den Datacore-Einzelknoten, die sich mit 0,08 und 0,09 US-Dollar an der Spitze platzierten. Besser waren nur millionenschwere High-End-Arrays der Konkurrenz.

Die SPC-Spezialisten taxierten den Straßenpreis des Datacore-Systems dagegen auf rund 115.000 US-Dollar. Auch beim Platzbedarf liegt Datacore vorne: Während die Konkurrenten bis zu 42 Höheneinheiten im Rack belegen, passt das System des Herstellers in 12 Höheneinheiten.

"Mit unseren ersten Preis-Leistungs-Rekordmarken vor wenigen Monaten hatten wir gezeigt, was mit Parallel-I/O in einem Einzelserver machbar ist", erklärt Ziya Aral, Chairman und Mitbegründer von Datacore Software. "Jetzt liefern wir die Belege für eine rasante Weiterentwicklung und die Kosteneffizienz bei der Skalierung mehrerer Knoten. Dabei wollten wir nicht einfach einen neuen Rekord setzen, sondern den Nachweis liefern, was im Rahmen von Software-defined Storage möglich ist", ergänzt er.

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