Turbolader für Datenbanken

DataCore startet mit MaxParallel Datenbankbeschleunigung

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Bei der Datenverarbeitung kommt es auf die Geschwindigkeit an.
Bei der Datenverarbeitung kommt es auf die Geschwindigkeit an. (Bild: Andrey Kuzmin - stock.adobe.com)

DataCore Software beschleunigt jetzt Datenbanken. Das erste ­Produkt der MaxParallel-Linie ist für Microsoft SQL Server gedacht. Weitere werden folgen.

Die MaxParallel-Reihe von DataCore, die mit einer Version für Microsoft-SQL-Server startet, erhöht die Transaktionsraten von Multi-Core-Servern und verkürzt damit Antwortzeiten von Datenbanken. In Tests bei Kunden wurden Antwortzeiten um mindestens 20 und bis zu 300 Prozent beschleunigt. Ferner gibt das Unternehmen an, dass eine 20 bis 60 Prozent höherere Transaktionsrate sowie 50 bis 200 Prozent schnellerer Erstellung von Reports möglich sei. Der erste Ableger der Software, „MaxParallel für SQL Server“ ist ab sofort weltweit über autorisierte DataCore-Vertriebspartner sowie über den Azure Marketplace verfügbar. Die Plug-and-Play-Software unterstützt als On-premises-Software oder in der Cloud die SQL Server 2016, 2014, 2012 und 2008. Die Bedienung ist systembedingt denkbar einfach: Man kann sie an- und ausschalten.

Eher zufällig entstanden

MaxParallel verkürzt die Antwortzeiten von SQL-Datenbanken.
MaxParallel verkürzt die Antwortzeiten von SQL-Datenbanken. (Bild: styleuneed - stock.adobe.com)

Das Herzstück von MaxParallel stammt aus DataCores Speichertechnologie. Roni Putra, CTO von DataCore, erklärt: „Die ­MaxParallel-Software entstand auf der Grundlage unserer R&D-Aktivitäten für Applikationen mit sehr hohen Datenraten. Wir gingen das Problem zunächst speicherseitig an, entdeckten aber, dass die Hindernisse vielmehr auf der Host-Seite existieren. Schnell wurde uns klar, dass unsere Parallel-I/O-Technologie die Probleme der seriellen Datenbankzugriffe lösen kann.“ Lässt man in Tests die Auslastung der Cores anzeigen, zeigt sich, dass im Normalbetrieb einzelne Cores stärker ausgelastet sind als andere. Läuft MaxParallel, wird die Last besser auf zur Verfügung stehende Cores verteilt und die Performance auf diesem Weg optimiert. Unter der Hand hieß es, dass die nächste Version für eine andere Datenbank im Januar kommen wird.

Testversion und Preise

MaxParallel baut nicht auf den existierenden Storage-Produkten von DataCore auf. Es ist vielmehr ein vollkommen unabhängiges Produkt, das von einem neu dafür eingerichteten Team erstellt wurde. Jedoch ist Datenbankbeschleunigung kein völlig neues Segment für DataCore. Immerhin bieten die „Brot- und Butter“-Produkte SANsymphony und DataCore Hyper-Converged Virtual SAN zentrale Storage-Dienste an, die ebenfalls die Performance von Datenbanken und anderer Workloads verbessern können.

Der Preis für Standard- und Enterprise-Editionen von MaxParallel für SQL Server liegt bei 15 Prozent der Kosten, die für entsprechende Microsoft SQL-Lizenzen anfallen. Die Software kann (auf Stundenbasis) gemietet oder gemäß der Anzahl an Cores auf dem SQL Server-Host gekauft werden. Die Raten für die stundengenaue Abrechnung können im Azure Marketplace eingesehen werden. Dort stehen auch eine 30-Tage-Testversion und interaktive Testlaufwerke bereit..

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