Fujitsu Storage Days 2015

Daten gibt es genügend

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Heidemarie Schuster

Der Fujitsu Storage Day 2015 für München fand in der Flugwerft Oberschleißheim statt.
Der Fujitsu Storage Day 2015 für München fand in der Flugwerft Oberschleißheim statt. (Bild: Fujitsu)

Während der Fujitsu Storage Days stand der in Augsburg entwickelte und produzierte Eternus DX im Mittelpunkt, aber auch ein drängendes Kapazitäts-Problem.

Sechs Tage und sechs Orte in Deutschland und Österreich: Der Fujitsu Storage Day für München fand in der Flugwerft Oberschleißheim statt, einer Außenstelle des Deutschen Museums. In die Umgebung von mehreren hundert Flugzeugen, Hubschraubern und historischen Flugmodellen kamen gut 200 Fachbesucher, viele davon mit Rolex und Blackberry, aber alle in der Absicht, mit Fujitsu gute Geschäfte zu machen. Denn eines war klar: Zu speichern gibt es in der Zukunft immer mehr.

So war es unbestritten, dass auch das künftige Internet der Dinge einen wahren Daten-Boom auslösen wird. In zwei Jahren werden vier Milliarden Gegenstände vernetzt sein, so Referent Stefan Roth von Fujitsu, bis 2020 könnten es 25 Milliarden sein. Zwar schätzt Netzausrüster Cisco diesen Wert auf 50 Milliarden, doch liegt es im Sinne des eigenen Geschäftsmodells, dem Anwender möglichst hohe Hardware-Kapazitäten schmackhaft zu machen. Für all die Daten, die gespeichert werden und wieder abrufbar sein müssen, sind bis 2020 geschätzte zwei Millionen Apps erhältlich, um daraus einen Nutzen irgendeiner Art zu ziehen. Auch das Schlagwort Industrie 4.0, die Hightech-Strategie der Bundesregierung und Nachfolger auf Dampfmaschine, Strom und IT-Steuerung, setzt mit der Echtzeit-Verarbeitung und Auswertung noch größere Datenbestände frei. In den Kinderschuhen stehen noch die Wearables, also tragbare Minicomputer zur Erfassung von Gesundheits- und Sportwerten, aber auch sie werden in Zukunft für noch mehr Daten sorgen.

Für Storage-Hersteller Fujitsu steigert das zu erwartende Datenwachstum vor allem die Ansprüche an Verfügbarkeit und Backup. Zudem müssen zeitgemäße und zukünftige Storage-Systeme vor allem verschiedenartige Workloads mit unterschiedlichen Datenzugriffen, Geschwindigkeiten und mit hoher Sicherheit verarbeiten können. Dabei geht der Trend zu hybriden Flash-Speichern und All-Flash Arrays, die mit der Software Openstack und Ceph auf beliebig vielen Servern zu verteilten und ausfallsicheren Massenspeichern ausgebaut werden können.

Eternus und Konsorten

Das Arbeitspferd unter den Storage-Produkten von Fujitsu sind die Speichersysteme der Reihe Eternus DX. Als Storage-Anbieter setzt Fujitsu aber nicht nur auf eigene Produkte, sondern kombiniert diese mit den Lösungen externer Anbieter. Dazu gehört auch eine strategische Partnerschaft mit NetApp. Im Portfolio von Fujitsu finden sich zudem Lösungen von FalconStor zur Storage-Virtualisierung, die IP- und SAN-Connectivity-Lösungen von Cisco und Brocade sowie die SVA-Appliances von DataCore.

Um den Anwender aus der Verantwortung bei der Planung eigener Speicherlandschaften zu nehmen, bietet Fujitsu auch eine auf offenen Standards basierende Referenz-Architektur. vShape ist eine vordefinierte Virtualisierungslösung aus abgestimmten Komponenten. Skalierbar in Kapazität, Leistung und Funktionalität, ermöglicht die Übernahme von vShape eine schnelle und risikofreie Implementierung beim Anwender.

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Auf einen Nenner gebracht

Die Petabyte-Hürde

Größere Festplatten und Systeme bringen auch höhere Risiken, und die Wahrscheinlichkeit kritischer RAID-Situationen und des Datenverlusts nimmt kontinuierlich zu. So benötigen ausgefallene Festplatten bis sechs Terabyte in einem produktiven RAID-System bisweilen mehrere Tage zur Wiederherstellung. Auch bringt die Speicherung im Petabyte-Bereich das Risiko von geplanten oder ungeplanten Stillstandzeiten mit weitreichenden, negativen Auswirkungen auf das Geschäft. Zu den Lösungsansätzen von Fujitsu gehört ein Fast Recovery Pool mit transparentem Failover über die gesamte Reihe Eternus hinweg. Dabei übernimmt ein Standby-Storage transparent die Identität des ausgefallenen Systems und ermöglicht so den unterbrechungsfreien Betrieb ohne Einrichtung einer virtuellen Storage-Schicht. Durch parallele Schreibvorgänge auf mehrere Platten bei der Wiederherstellung reduziert das Fast Recovery mit der Reihe Eternus die Wiederherstellungszeit von Tagen auf Stunden.

Mit Fast Recovery kann eine RAID-Gruppe fünf- bis sechsmal schneller wiederhergestellt werden als auf herkömmlichem Wege. Verglichen mit dem üblichen Rebuild auf eine HotSpare-Platte kann Fast Recovery den Vorgang innerhalb von etwa 90 Minuten statt in neun Stunden abschließen und ermöglicht auch den Einsatz günstiger SATA-Platten in Produktivsystemen. Durch die Spiegelung zwischen einem primären und sekundären System werden fast alle Arten von Systemausfällen abgesichert: Fehler, Wartung oder auch Katastrophen. Bei einem Ausfall auf der primären Seite übernimmt die sekundäre Seite die Identität, und I/O wird umgehend von der sekundären Eternus DX geliefert. Das Umschalten funktioniert automatisch oder manuell in beide Richtungen.

Weltmeister auch mit Hardware

Dass Deutschland Fußball-Weltmeister wurde, ist bekannt. Was wenige wissen: Auch im Storage hat das Land einen Spitzenplatz erreicht. So putzten mehrere der in Deutschland entwickelten und produzierten Storage-Geräte von Fujitsu mit ihren SPC-Benchmarks den Wettbewerb vom Platz. Dazu lieferte Eternus DX200 S3 Antwortzeiten von 0,63 Millisekunden bei 100 Prozent Auslastung und höchste IOPS im Einstiegsbereich. Eternus DX600 S3 brachte das beste SPC-1 Ergebnis für redundante Midrange Controller sowie Antwortzeiten von 0,61 Millisekunden bei Vollauslastung.

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