Backup-Thesen

Daten, wollt ihr täglich kopiert werden?

12.11.2009 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke/ Rainer Graefen / Rainer Graefen

Die intelligente Disk: Ich denke, also bin ich ein Tape.
Die intelligente Disk: Ich denke, also bin ich ein Tape.

Der Netzwerk-Backbone wird immer leistungsfähiger. Ist die Zeit gekommen, LAN und Backup-Streamer wieder zu verkoppeln oder wird es ein Heimspiel für die Festplatte? Einige Thesen über die unverzichtbare, aber immer teurer werdende Datensicherung.

Tape oder Disk, heißt die schlichte Alternative, die die Storage-Industrie den von Verlustängsten geplagten IT-Leitern bereitstellt. Die Entscheidung für eine der beiden Techniken, so hat man manchmal den Eindruck, reduziert sich inzwischen auf Strom sparen oder Strom verbrauchen.

Anders ausgedrückt: Ein Tape kann man an einen geeigneten Ort bringen und dort 30 Jahre ruhen lassen, ohne dass Daten verloren gehen; bei einer Disk weiß man das nicht so genau, wie lange sie die Daten ohne Drehbewegung sicher aufbewahrt.

Dauerhaft rasend schnell ist schwer

Ein Tape-Laufwerk ist heute so schnell, dass gegenwärtig nur teure Fibre-Channel-Infrastrukturen in der Lage sind, den benötigten ständigen Datenstrom bereitzustellen; einer Disk ist dieses Bedürfnis fremd, sie dreht sich schließlich im Kreis, selbst wenn die Daten nur hereintröpfeln.

Ein Tape-Laufwerk ist im Single-Stream Modus wesentlich schneller als eine Disk. Eine Disk dagegen hat den Vorteil, multiple Streams gleichzeitig verarbeiten zu können und der Restore von Disk ist in der Regel schneller als ein Restore von Tape.

Jahrzehntelang haben Anwender mit den Mankos der beiden Techniken gelebt. Eigentlich wollten sie nur eine lagerfähige Kopie ihrer Daten. Diese leidige Absicherung durch ein Backup sollte preiswert sein und nicht groß das Tagesgeschäft behindern. Trotz aller technischen Fortschritte, sind viele Anwender weiter denn je von einer unproblematischen Handhabung entfernt.

Daran ändert auch die kompromisslerische Lösung einer Kooperation von Disk und Tape nichts, die ihre höchste Entwicklungsstufe in Form einer Virtual Tape Library (VTL) gefunden hat.

Dann verhält sich die Disk logisch wie ein Tape, bildet Medien und Tape Libraries per Software nach und erzeugt durch die unterschiedlichen internen Strukturen der beiden Medien, neue Probleme, die es ohne VTL gar nicht geben würde. Das alles ist technisch beherrschbar – geht aber am Ausgangspunkt vorbei.

weiter mit: Der lange Weg der Daten durch die IT-Instanzen

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