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Smartphone-Absatz steigt auf 30 Millionen Geräte Datenmengen-Wachstum im Mobilfunknetz übertrifft Prognosen

| Redakteur: Heidemarie Schuster

Die Datenmenge in den deutschen Mobilfunknetzen ist im vergangen Jahr deutlich stärker gestiegen als erwartet, gibt der Hightech-Verband Bitkom bekannt. Geschuldet sei diese Entwicklung den Smartphones und Tablets.

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Smartphones und Tablets treiben das Datenvolumen im Mobilfunknetzt nach oben.
Smartphones und Tablets treiben das Datenvolumen im Mobilfunknetzt nach oben.
( © Sergey Nivens - Fotolia)

Vergangenes Jahr seinen 267 Millionen Gigabyte in den Netzen der Mobilfunkbetreiber übertragen worden. Das entspricht dem Inhalt von rund 57 Millionen DVDs und ist eine Steigerung um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2012 betrug das mobile Datenvolumen noch 156 Millionen Gigabyte, berichtet der Hightech-Verband Bitkom auf Basis aktueller Zahlen der Bundesnetzagentur.

„Der Trend zum mobilen Internet ist noch stärker als erwartet“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder anlässlich des Welt-Telekommunikationstags am 17. Mai. „Die neuen Breitbandnetze auf Basis von LTE geben dem mobilen Web zusätzlichen Schwung.“ Laut einer Studie des Netzwerkausrüsters Cisco werde sich der Datenverkehr in den deutschen Mobilfunknetzen bis 2018 verzehnfachen.

Mittlerweile greifen die meisten Verbraucher zu Mobilgeräten, um im Web zu surfen. 85 Prozent verwenden Laptop, Smartphone oder Tablet Computer, um auf das Internet zuzugreifen, wie eine Umfrage im Bitkom-Auftrag ergab. Stationäre Rechner werden dagegen nur von 69 Prozent genutzt. Insbesondere Smartphones und Tablet Computer hätten zu dieser Entwicklung beigetragen, so der Hightech-Verband. Sie seien fast immer online und bieten meist über Apps eine besonders einfache Nutzung von Internetseiten.

Zahlreiche Online-Dienste hätten ihre Angebote an Mobilgeräte angepasst. Viele Start-Ups mit begrenzten Ressourcen würden zunächst Versionen für Mobilgeräte entwickeln und erst danach für Notebooks und PCs. „Insbesondere bei innovativen Online-Diensten sind Mobilgeräte zur wichtigsten Plattform geworden“, so Rohleder.

Aktuell nutzt etwa jeder zweite Deutsche über 14 Jahren ein Smartphone. Seit Einführung des ersten iPhones vor sieben Jahren ist der Smartphone-Markt stark gewachsen. 2014 werden die Verkaufszahlen voraussichtlich um zwölf Prozent auf knapp 30 Millionen Geräte steigen.

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