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Studie von Varonis Systems zu Datensicherheit Datenmigrationen sind ein Sicherheitsrisiko

| Redakteur: Nico Litzel

Nahezu alle IT-Leiter haben Sicherheitsbedenken beim Verschieben von Daten und nahezu zwei Drittel sind sich nicht sicher, ob ihre Daten während einer Migration ausreichend geschützt sind. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des auf Data Governance spezialisierten Unternehmens Varonis Systems mit 200 Teilnehmern.

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Die meisten Unternehmen migrieren mindestens einmal pro Jahr Daten. 96 Prozent der IT-Leiter haben dabei aber eiener Studie von Varonis Systenms zufolge Sicherheitsbedenken.
Die meisten Unternehmen migrieren mindestens einmal pro Jahr Daten. 96 Prozent der IT-Leiter haben dabei aber eiener Studie von Varonis Systenms zufolge Sicherheitsbedenken.
(Bild: © Sergey Ilin - Fotolia.com)

Varonis Systems hat 200 IT-Experten befragt, ein Drittel davon C-Level-Führungskräfte. 95 Prozent der teilnehmenden Unternehmen migrieren mindesten einmal pro Jahr Daten. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht sicher seien, ob ihre sensiblen Daten während einer Migration ausreichend geschützt sind. Nahezu alle Teilnehmer (96 Prozent) haben aber zumindest starke Bedenken beim Verschieben von Daten.

Als häufigste Probleme wurden die Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit (68 Prozent), das Identifizieren und Bereinigen alter, ungenutzter und redundanter Objekte (67 Prozent) sowie das Gewährleisten der Datensicherheit über konkrete Zugriffsberechtigungen genannt (59 Prozent).

Trotz der Sicherheitsbedenken gaben 65 Prozent der Studienteilnehmer an, nicht sicher zu sein, ob sensible Daten während einer Migration nur für berechtigte Nutzer zugänglich sind. 79 Prozent der IT-Leiter räumten ein, dass ihren Ordnern und Sharepoint-Laufwerken möglicherweise globale Berechtigungsgruppen zugewiesen seien. Ungeschützte Ordner, so ein Drittel der Teilnehmer, seien ein weitverbreitetes Phänomen oder ließen sich nicht identifizieren.

Problem verschärft sich nach Übernahmen und Fusionen

Das sei insofern beunruhigend, da Varonis zufolge knapp ein Drittel aller Migrationen und Konsolidierungen nach Fusionen und Übernahmen ausgeführt werden. Nach dem Verschieben von Daten könnten möglicherweise Tausende zusätzliche Nutzer auf ungeschützte Ordner zugreifen.

Arne Jacobsen, Director DACH bei Varonis, erklärt: „Wie die Studie zeigt, stellt die Frage, wer auf welche Daten zugreifen kann, nach wie vor ein Problem für Organisationen dar. Das Ausmaß des Problems, mit dem Organisationen bei der Migration von Terabytes an Daten konfrontiert werden, ist aber vielleicht überraschend: Denn ein Terabyte enthält in der Regel etwa 50.000 Ordner, und circa fünf Prozent davon – also 2.500 Ordner – verfügen über eigene Berechtigungen. Eine durchschnittliche Zugriffssteuerungs-Liste (Access Control Group, ACL) besteht aus drei bis fünf Sicherheitsgruppen, wobei eine Gruppe wiederum zwischen fünf und 50 Nutzer enthält. Daneben umfasst die ACL weitere Gruppen, die noch mehr Nutzer und Gruppen enthalten. Sagen wir, die Neuerstellung jeder ACL nimmt fünf Minuten in Anspruch – dies entspricht mehr als 200 Arbeitsstunden pro migriertem Terabyte an Daten.“

Angesichts des starken Datenwachstums bei unstrukturierten Daten geht Varonis davon aus, dass sich das Problem in den kommenden Jahren noch verschärfen wird, denn eine manuelle Berechtigungs- und Migrationsverwaltung werde dann angesichts der Datenmengen nahezu unmöglich.

Den vollständigen Bericht der Studie zur Datenmigration stellt Varonis System im Web auf Englisch zu Verfügung.

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