Befragung von 500 CIOs

Datensicherung in virtualisierten Umgebungen tritt auf der Stelle

| Redakteur: Nico Litzel

Veeam hat den „Virtualization Data Protection Report 2013“ veröffentlicht. Teilgenommen haben 500 CIOs von Großunternehmen.
Veeam hat den „Virtualization Data Protection Report 2013“ veröffentlicht. Teilgenommen haben 500 CIOs von Großunternehmen. (Bild: Veeam Software)

Viele Unternehmen schöpfen noch immer nicht alle Vorteile der Virtualisierung für die Datensicherung aus und in einigen Bereichen hat sich die Fähigkeit, Backups zu erstellen, sogar verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt der „Virtualization Data Protection Report 2013“, bei dem 500 CIOs von Großunternehmen befragt wurden.

Das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne hat im Auftrag von Veeam Software 500 CIOs von Großunternehmen in den USA und Europa befragt. Zentrale Punkte des „Virtualization Data Protection Report 2013“, der zum dritten Mal in Folge erschienen ist, sind:

  • 68 Prozent der befragten CIOs haben das Gefühl, dass ihre Backup- und Recovery‐Tools infolge des wachsenden Datenaufkommens und der steigenden Server-Zahl in ihren Unternehmen weniger effizient funktionieren.
  • Mit einer Dauer von fünf Stunden ist die Wiederherstellungszeit von virtuellen Servern nur geringfügig schneller als die von physischen Servern (sechs Stunden). Diese Angaben haben sich im Vergleich zum Jahr 2011 verschlechtert. Damals wurden für virtuelle Server vier und für physische Server fünf Stunden genannt.
  • Fällt ein Server aus, so kostet das die Unternehmen im Schnitt 247.530 US-Dollar pro Stunde. Auf die durchschnittliche Ausfallszeit bezogen bedeutet das Kosten von mehr als 1,2 Millionen US-Dollar pro Serverausfall.
  • Die Wiederherstellung von einzelnen Dateien und Applikationen kann noch länger dauern. Beispielsweise dauert die Wiederherstellung einer einzelnen E‐Mail im Durchschnitt 14 Stunden.
  • Unabhängig von der Wiederherstellungszeit treten bei jedem sechsten Wiederherstellungsvorgang Probleme auf.
  • Drei Zahlen zeigen, dass Datensicherheit nach wie vor keine einfache Aufgabe ist: 88 Prozent der CIOs bemängeln den Funktionsumfang von Backup- und Recovery‐Lösungen, 87 Prozent sehen die Kosten als Hemmnis und 84 Prozent sehen die Komplexität der Aufgabe als Herausforderung.
  • Entsprechend hoch ist die Wechselbereitschaft: Bis 2014 planen 58 Prozent der CIOs die Einführung eines neuen Backup-Tools für ihre virtuellen Umgebungen.

„Auf den ersten Blick scheinen die Befürchtungen der CIOs berechtigt zu sein: Trotz des Potenzials für schnellere, effizientere Datensicherheit durch Virtualisierung und der Verbesserungen moderner Datensicherungs-Tools hat sich die Wiederherstellungsdauer seit 2011 verlängert“, fasst Ratmir Timashev zusammen, Präsident und CEO von Veeam.

Timashev weiter: „Diese offensichtliche Stagnation bei der Datensicherheit wird von zwei Dingen beeinflusst. Erstens, die virtuelle Infrastruktur wächst konstant. So wie sie inzwischen den Großteil der IT‐Infrastrukturen ausmacht, wird sie auch in Zukunft weiter wachsen. Zweitens passen Organisationen ihre Datensicherheits-Tools und ‐strategien nicht an diese Entwicklung an.

Zum Beispiel setzt die Mehrheit der Unternehmen immer noch Agenten‐basierte Lösungen für Backup und Recovery ein. Dieser Ansatz funktioniert zwar für physische Umgebungen, ist in einer virtuellen Infrastruktur aber sowohl unnötig als auch ungeeignet. Organisationen werden solange nicht in der Lage sein, das volle Potenzial der Virtualisierung auszuschöpfen, bis sie aufhören, die Technik mit der alten, in den Prinzipien der physischen Infrastrukturen verhafteten Denke zu betrachten.”

Die vollständige Studie bietet Veeam Software nach einer Registrierung zum Download an.

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