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Studie von Symantec Datenverluste werden für Unternehmen immer teurer

| Redakteur: Michael Hase

Der Verlust von Daten kommt deutsche Unternehmen immer teurer zu stehen. Das geht aus einer Studie des Security-Anbieters Symantec hervor. Die Hauptursache für Datenpannen sind demnach Cyberangriffe.

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Die häufigste Ursache für Datenverluste in Unternehmen sind Cyber-Attacken. (© drubig-photo - Fotolia.com)
Die häufigste Ursache für Datenverluste in Unternehmen sind Cyber-Attacken. (© drubig-photo - Fotolia.com)

Der finanzielle Schaden, den deutschen Unternehmen durch Datenverluste erleiden, ist das vierte Jahr in Folge gestiegen. Das zeigt die Studie des Ponemon-Instituts „2011 Cost of Data Breach Study: Germany“, die vom Security-Anbieter Symantec in Auftrag gegeben wurde. Kostete ein verlorener Datensatz 2010 durchschnittlich noch 138 Euro, kletterte der Preis 2011 auf 146 Euro.

Nach Datenpannen mussten deutsche Firmen im Jahr 2011 durchschnittlich 3,4 Millionen Euro aufwenden, um den Schaden zu beseitigen. Im Vorjahr lag der Wert noch bei 3,38 Millionen Euro. Die gute Nachricht für die Betroffenen: Kunden kehrten den Unternehmen nach einem Datenvorfall seltener den Rücken als 2010.

Datenverluste bedeuten hohe Kosten für die betroffenen Unternehmen. Vorfallerkennung, Aufklärung und Eindämmung der entstandenen Schäden schlagen zu Buche. Durch die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes im Jahr 2009 und die darin festgelegte Informationspflicht im Fall von Datenschutzverstößen sind die Kosten weiter gestiegen.

Kunden der betroffenen Unternehmen reagieren gelassener

Aber auch die Abwanderung von Kunden nach Datenpannen wirkt sich nachteilig auf die Geschäftszahlen aus. Die aktuelle Studie zeigt allerdings, dass Kunden 2011 gelassener auf Vorfälle reagierten und den betroffenen Unternehmen häufiger als bisher die Treue hielten: Die Abwanderungsrate sank in Deutschland von 4,3 Prozent im Jahr 2010 auf 3,5 Prozent im Folgejahr.

Das Ponemon-Institut nahm die jährliche Untersuchung bereits zum siebten Mal vor. Die Ergebnisse zeigen die Kostenentwicklung und die Ursachen von Datenverlusten in Unternehmen auf. Demnach sind Cyber-Angriffe der Hauptgrund für Pannen: In 42 Prozent der Fälle waren Cyber-Attacken und Schad-Software verantwortlich für Datenverluste, gefolgt von fahrlässigen Mitarbeitern und Dienstleistern (38 Prozent).

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