Blockchain als Archiv-Speicher

Deepshore und Metro erproben revisionssichere Ablage von Massendaten

| Redakteur: Ulrike Ostler

Deepshore und Metro erachten Blockchain-Verfahren als notwendig, um data lakes und Compliance in den Griff zu bekommen, sowie die Trennung zischen Archivierung und Data Warehouses zu überwinden.
Deepshore und Metro erachten Blockchain-Verfahren als notwendig, um data lakes und Compliance in den Griff zu bekommen, sowie die Trennung zischen Archivierung und Data Warehouses zu überwinden. (Bild: © ristoviitanen - stock.adobe.com)

Konventionelle Archive waren bisher für die gesetzeskonforme und revisionssichere Ablage von Massendaten, wie Kassendaten, unantastbar. Das Hamburger IT-Unternehmen Deepshore vertritt einen grundlegend neuen Ansatz durch die Verwendung von Blockchain-Technologie.

Das von Deepshore und Metro entwickelte Verfahren ermöglicht neben der vollständigen Speicherung beispielsweise von Rohdaten aus der Kasse auch eine umfassende Auswertung, so der Anbieter. Dabei wird auf die im Blockchain-Layer gespeicherten Informationen zugegriffen. Somit können die Daten in voller Tiefe über den gesamten Zeitraum der Aufbewahrungszeit ausgewertet und zur Analyse genutzt werden. Mit dem Düsseldorfer Groß- und Lebensmittelhänder Metro unterstützt ein namhafter Anwender den neuen Lösungsansatz.

Umfangreiche Compliance-Anforderungen des deutschen Gesetzgebers zur Kassendatenarchivierung haben in den vergangenen Jahren bereits zu neuen Archivlösungen bei dem Handelsunternehmen geführt. Die fiskalisch überaus relevante, technisch aber hochkomplizierte Aufgabe wurde dabei erstmals mit Hilfe von Open-Source-verfügbaren Big-Data-Technologien gelöst.

Dieser Ansatz mündete in einer intensiven Zusammenarbeit von Experten des Hamburger IT-Unternehmens mit Metro. Durch die neuen gesetzlichen Anforderungen wurden die Cloud-Fähigkeit und die Skalierbarkeit von Applikationen erneut überdacht und an die aktuellen Bedürfnisse angepasst. Microservices und vertikale oder auch verteilte Architekturen stehen für fachliche Anwendungen dabei im Fokus.

Herkömmliche Speicher passen nicht mehr

Mit der stärkeren Akzeptanz von Cloud-Angeboten und den rasant wachsenden Datenmengen ist zudem in den IT-Abteilungen auf Anwenderseite auch die Bereitschaft gewachsen, Open-Source- und Big-Data-Technologien in das Portfolio einzupassen. Eine Herausforderung bilden bislang allerdings etwa die WORM-Speicher. Denn diese lassen sich, wenngleich wiederholt lesen, nur einmal, bis zu ihrer Kapazitätsgrenze beschreiben und nicht löschen. Diese Technik erweist sich insbesondere für die künftigen Speicheraufgaben als zu teuer und unflexibel. Zudem sind immer noch proprietäre Systeme im Einsatz, die das Archiv zur Sackgasse machen und die neue Datenflut nur schwer verarbeiten können.

Deepshore und Metro adressieren einen technisch völlig neuen Ansatz zur Wahrung der Compliance, der ferner dazu führen soll, dass sich die Grenzen zwischen dem klassischen Archiv und einem Data-Warehouse auflösen. Das gemeinsame Ziel der Partner ist es, möglichst zeitnah die erste produktive Installation zu realisieren.Sie planen zudem, das Ergebnis dieser Zusammenarbeit in der Open-Source-Community zu teilen.

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