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Langjährige OEM-Partnerschaft am Ende Dell nimmt EMC-Speicher aus dem Programm

| Redakteur: Nico Litzel

Nach einem Jahrzehnt der Zusammenarbeit hat Dell diesen Monat offiziell den Verkauf von EMC-Speichersystemen eingestellt. Bestandskunden sollen jedoch weiterhin Support und Upgrades erhalten, „wahrscheinlich“ bis Ende 2016.

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Ende einer Partnerschaft: Dell und EMC gehen künftige getrennte Wege. (Symbolbild)
Ende einer Partnerschaft: Dell und EMC gehen künftige getrennte Wege. (Symbolbild)
( Archiv: Vogel Business Media )

Betroffen von diesem Schritt sind sowohl OEM-Produkte von EMC, die Dell bisher unter eigenem Namen verkauft hat, als auch Produkte, die das EMC-Logo tragen. Dazu zählen Clariion-, Celerra-, VNX- und Data-Domain-Systeme.

Dell betont, dass Bestandskunden auch weiterhin Services und Support erhalten werden. Zudem wolle man Bestandskunden Kapazitäts-Upgrades (Laufwerke und Gehäuse) ebenso weiter anbieten wie auch End-of-Life-Software. Das soll so lange gelten, wie auch EMC diese Upgrades anbieten wird, „wahrscheinlich bis Ende 2016“, so Liem Nguyen, Director of Communications, Dell Storage. Neukunden will das Unternehmen dagegen ausschließlich nur noch mit Produkten aus dem eigenen Storage-Portfolio bedienen.

Aufbau einer eigenen Speichersparte

Und dieses Portfolio kann sich mittlerweile sehen lassen: Dell hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren über zwei Milliarden US-Dollar in den Aufbau einer eigenen Speichersparte investiert und unter anderem die beiden Hersteller Compellent und Equallogic übernommen. Auch an 3PAR war Dell interessiert, doch letztlich konnte HP den Bieterwettstreit für sich entscheiden. Der Versuch, 3PAR zu übernehmen, sorgte allerdings für Verstimmungen bei EMC. EMCs CEO Joseph M. Tucci ließ bereits vor gut einem Jahr verlauten, die strategische Partnerschaft mit Dell habe sich dadurch abgekühlt und man sei nicht sicher, ob diese noch zu retten sei.

Positiver Ausblick

Für die Zukunft sieht sich Dell gut aufgestellt: Der Umsatz mit eigenen Speichersystemen sei im zweiten Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich um 15 Prozent gewachsen. Rund 80 Prozent des Speicherumsatzes erwirtschafte man mittlerweile mit eigenen Speicherprodukten, beim Gewinn seien es bereits 90 Prozent.

Noch in diesem Finanzjahr will das Unternehmen eine weitere Milliarde in Technik investieren und damit weitere Marktanteile gewinnen. Bis 2014, so Dell, gehe man davon aus, unter den Top-3-Speicheranbietern zu sein.

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