Bewältigung der EMC-Übernahme Dell trennt sich mutmaßlich von SonicWall und Quest

Autor / Redakteur: Michael Hase / Rainer Graefen

Um die 67 Milliarden Dollar schwere EMC-Übernahme zu bewältigen, trennt sich Dell vermutlich von SonicWall und Quest. Drei Finanzinvestoren haben bereits für die beiden Firmen geboten, wie US-Medien berichten.

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Angesichts der EMC-Übernahme betreibt Dell offenbar den Verkauf von Konzerntöchtern.
Angesichts der EMC-Übernahme betreibt Dell offenbar den Verkauf von Konzerntöchtern.
(Bild: Dell)

Der IT-Konzern Dell treibt Reuters zufolge den Verkauf von Unternehmensteilen voran. Wie die US-Nachrichtenagentur am Dienstag meldete, haben die Finanzinvestoren KKR & Co., Thomas Bravo und Vista Equity Partners bereits Angebote für den Security-Anbieter SonicWall und den Backup-Software-Spezialisten Quest abgegeben. Der Wert beider Firmen, die Dell 2012 akquiriert hat, wird auf jeweils zwei Milliarden Dollar geschätzt. Begleitet wird Dell bei den Verhandlungen von der Investmentbank Goldman Sachs.

Mit einem Verkauf der beiden Töchter könnte der Hardware-Riese die Schuldenlast minimieren, die aus dem geplanten Kauf von EMC resultieren würde. Dell kündigte im Oktober an, den Storage-Hersteller zu übernehmen. Davon sollen rund 49 Milliarden Dollar über Schulden finanziert werden, wie es ursprünglich hieß. Der Abschluss der Akquisition wird für Oktober 2016 erwartet.

Darüber hinaus arbeitet Dell laut dem Reuters-Bericht mit der Bank Citigroup daran, die Service-Tochter Perot Systems zu veräußern. Sie gehört seit 2009 zu dem Konzern. Ein Verkauf des Unternehmens könnte sogar zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar einbringen.

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