Mangelhafte Konzepte gefährden betriebliche Kontinuität

Dell warnt vor tickenden Zeitbomben bei Disaster Recovery

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Peter Dümig, Field Product Manager Enterprise Solutions von Dell
Peter Dümig, Field Product Manager Enterprise Solutions von Dell (Dell)

Viele Unternehmen sind laut Dell nur unzureichend auf Störungen ihrer IT vorbereitet. Auch wenn vordergründig alle Anforderungen an Disaster-Recovery-Maßnahmen erfüllt sind, lauern im Hintergrund oft tickende Zeitbomben.

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen scheuen den personellen und finanziellen Aufwand für umfangreiche Disaster-Recovery-Konzepte. Das liegt insbesondere daran, dass vielen Firmen ein IT-Gau, wie etwa durch Hochwasserschäden oder Hackerattacken, so gut wie ausgeschlossen erscheint. Stattdessen kommen oftmals nur einzelne Sicherungsmaßnahmen wie redundante Server, Replikation oder Backup-Systeme zum Einsatz. Hochverfügbarkeit ist in solchen Fällen nur sehr selten gewährleistet und auch die Datenwiederherstellung kann sich im Ernstfall deutlich verzögern.

Failover-Tests sind Mangelware

Bei großen Unternehmen wird dagegen gerne in umfangreiche Disaster-Recovery-Systeme investiert – vom Diesel-Notstromaggregat bis hin zu gespiegelten Rechenzentren. Failover-Tests werden aber angesichts der komplexen IT-Infrastrukturen und des hohen Aufwands nur in Ausnahmefällen oder in isolieren Bereichen durchgeführt. Zudem besteht die Gefahr, dass das Failback bei komplexen IT-Strukturen nicht vollständig funktioniert. Auch die meisten kleineren Unternehmen scheuen derartige Tests. Viele trauen sich nicht einmal, einfache Backup-Sets wiederherzustellen. Auch wird die Notwendigkeit solcher Probeläufe oft nicht erkannt.

„Im Ernstfall kann das fatale Folgen haben: Wenn erst dann festgestellt wird, dass etwa Backup-Skripts falsch angelegt oder Daten nicht korrekt gesichert wurden, ist die betriebliche Kontinuität gefährdet, und das kompromittiert auch kleine Unternehmen“, erklärt Peter Dümig, Field Product Manager Enterprise Solutions von Dell. Seine dringende Empfehlung lautet: „Unabhängig von der Größe sollte jedes Unternehmen Failover-Tests durchführen, sonst bleibt Disaster-Recovery auch bei schulbuchmäßiger Lösungsimplementierung eine tickende Zeitbombe“.

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