Dell EMC Poweredge MX

Dells scharfe Klinge für den Blade-Markt

| Autor: Klaus Länger

Für das Blade-System Poweredge MX gibt es von Dell EMC neben dem Chassis MX7000 derzeit zwei verschiedene Server-Blades mit zwei oder vier CPUs, einen Storage-Einschub und diverse Netzwerk-Komponenten.
Für das Blade-System Poweredge MX gibt es von Dell EMC neben dem Chassis MX7000 derzeit zwei verschiedene Server-Blades mit zwei oder vier CPUs, einen Storage-Einschub und diverse Netzwerk-Komponenten. (Bild: Dell)

Auf dem nach Stückzahlen kleinen aber lukrativen Markt für Blade-Server muss sich Dell EMC derzeit unter "ferner liefen" einordnen. Mit dem Poweredge MX will das Unternehmen den anderen Herstellern in die Parade fahren und den Spitzenplatz in diesem Server-Segment übernehmen.

Auf dem weltweiten Server-Markt hat Dell EMC mittlerweile die Führung übernommen. Das Gros der Geräte sind dabei Rack-Server. Bei dem nach Stückzahlen deutlich kleineren aber dafür hochprofitablen Segment der Blade-Server liegt der Hersteller dagegen nur auf dem dritten Rang hinter HPE und Cisco. Der Poweredge MX soll das ändern.

Laut Jürgen Renz, Vice President und GM, GCN Germany bei Dell EMC, will sich seine Firma mit dem System in zwei Jahren auch im Blade-Segment an die Spitze setzen. Dazu soll NVMe over Fabrics und natives 25-GBit-Ethernet beitragen. Für die Zukunft stellt Peter Dümig, Senior Server Product Manager bei Dell EMC, Compute-Module mit GPU- oder FPGA-Unterstützung sowie Storage Class Memory in Aussicht.

Chassis ohne Midplane

Die Basis für den Poweredge MX bildet das MX7000-Chassis mit sieben Höheneinheiten und acht Einschüben für Server- oder Storage-Blades, das zudem drei I/O-Fabrics mit redundanten Modulen unterstützt. Dell EMC hat hierfür ein Design entwickelt, das ohne Midplane für die Verbindung zwischen Server- und Storage-Modulen einerseits und den I/O-Fabrics andererseits auskommt und so mehr Flexibilität für zukünftige Upgrades bietet.

Der MX7000 soll mindestens drei Generationen von Prozessorarchitekturen unterstützen. Das Management kann über einen Touchscreen-Monitor oder drahtlos über die Quick-Sync-2-Funktion erfolgen. Für die redundante Spannungsversorgung finden bis zu sechs Netzteile Platz. Als Server-Einschübe bietet Dell zunächst den Poweredge MX740c mit zwei Sockeln und einfacher Breite und den doppelt breiten Poweredge MX840c mit vier Sockeln an. Beide Blades unterstützen die aktuellen Xeon-Scalable-CPUs von Intel mit bis zu 28 Cores.

Beim MX740c werden bis zu 1,5 TB DDR4 als Hauptspeicher sowie bis zu sechs 2,5-Zoll-Speichermedien unterstützt. Dabei bietet der Einschub neben SAS oder SATA auch NVMe-Anschlüsse. Der MX840c kann auf bis zu sechs TB DDR4-Speicher aufgerüstet werden und bietet acht 2,5-Zoll-Speichermedien Platz. Höhere Storage-Kapazitäten ermöglicht der Storage-Einschub Poweredge MX5016s mit 12-Gbps-SATA-Schnittstelle für bis zu 16 2,5-Zoll-Drives. Sowohl Platten als auch SAS-Expander können im Betrieb getauscht werden. Insgesamt lassen sich in einem MX7000-Chassis sieben MX5016s-Sleds einsetzen.

Skalierbare Netzwerkarchitektur

Für die I/O-Seite des Poweredge MX stellt der Hersteller zunächst die Switching Fabric Engine Poweredge MX9116n mit zwölf Fabric Expansion Ports für eine maximale Skalierbarkeit, den Ethernet-Switch MX5108n für Single-Chassis-Installationen, das Fabric-Expander-Modul MX7116n sowie den 32G-Fibre-Channel-Switch MXG610s für All-Flash-Storage-Erweiterungen bereit. Ab drei Server-Blades ist die Switching-Engine laut Dümig die beste Lösung.

Hier die Spezifikationen der Geräte im Detail:

  • MX9116n Fabric Switching Engine – 16x 25 GbE interne Ports, 2x 100 GbE oder 8x FC32 Unified Ports, 2x 100 GbE Ports und 12 Fabric Expansion Ports
  • MX7116n Fabric-Expander-Module – 16x 25 GbE interne Ports und 2 Fabric Expansion Ports
  • MX5108n Ethernet-Switch – 8x 25 GbE interne Ports, 2x 100 GbE Ports, 1x 40 GbE Port und 4x 10 GBase-T Ports
  • MXG610s Fibre-Channel-Switch – 16x FC32 interne Ports, 8x FC32 SFP+ Ports und 2x QSFP mit je 4x 32G FC Uplink Ports

Einheitliches Management

Die Automatisierung der Netzwerkkomponenten soll das Management erleichtern. Zudem lassen sich die Switches in einen SDN-Modus versetzen. Das Management erfolgt in der Modular Edition über OpenManage Enterprise. Die HTML5-Oberfläche ist scriptingfähig und deckt Compute, Storage und Netzwerk ab. Insgesamt können bis zu 20 Chassis zentral verwaltet werden. Das Monitoring von Komponenten anderer Hersteller lässt sich über ein RESTful API integrieren. Das Tool bietet Automatisierungsfunktionen für ein beschleunigtes Ausrollen. Dell arbeitet daran, OpenManage Enterprise auch für die Verwaltung von Storage- und Hyperconverged-Systemen zu nutzen.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal IT-Business übernommen.

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