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Online-Umfrage zum CeBIT-Kompendium „Backup & Recovery“ von Storage-Insider.de, Teil 5 Dem Online-Backup-Service mangelt es am Vertrauensvorschuss der Anwender

Autor / Redakteur: Markus Smieja / Rainer Graefen

Storage-Insider hat sich mit Markus Smieja von Falconstor über das Backup in sehr langsamen und sehr schnellen IT-Infrastrukturen unterhalten. Seiner Meinung nach wird die Datensicherung in Online- und Flash-Umgebungen nicht ohne ausgeklügelte Snapshot-Funktionen zu meistern sein.

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Markus Smieja, Solution Engineer Manager Central Region Central & Eastern Europe bei FalconStor
Markus Smieja, Solution Engineer Manager Central Region Central & Eastern Europe bei FalconStor
(Bild: Falconstor)

Die Cebit 2013 (5. bis 9. März), wie gewohnt in Hannover, nähert sich mit schnellen Schritten. Und trotz Flash, Cloud und Big Data wird die klassische Datensicherung, die Archivierung und das Disaster Recovery einen breiten Raum einnehmen.

Unser druckfrisches Kompendium zu dem genannten Themenkomplex können Cebit-Beuscher auf dem Stand von Arrow ECS in Halle 2, Stand A40 abholen. Die PDF-Ausgabe wird nach der Cebit auf unserer Seite im Bereich Kompendien veröffentlicht.

Warum sind Backup-Konzepte wie GFS (Grandfather-Father-Son) oder Tower of Hanoi heutzutage nicht mehr sinnvoll anzuwenden?

Klassische Backup Methoden sind was RPO und RTO angeht nicht mehr ganz konform mit den Kundenwünschen. Nicht nur bei „Big Data“, Cloud und anderen schnell wachsenden Datentöpfen können Kunden nicht mehr als vier Stunden auf einen fertigen Restore warten – das belegte eine Studie von Gartner bereits im August 2011.

Die Nachteile sind klar: Es dauert lange, um nach dem Restore überhaupt wieder „online“ zu sein und dann „fehlen“ zudem noch die Daten zwischen Crash und Backup-Zeitpunkt. Dieses Problem wird auch nicht verschwinden, sondern immer weiter wachsen.

Kontinuierliche Snapshots oder differenzielle Images scheinen das Backup-Konzept für moderne IT-Umgebungen zu sein. Stimmt das oder zeichnen sich Alternativen ab?

Um den Versatz zwischen Backupzeitpunkt und Recovery-Anforderung so klein wie möglich zu halten geht an CDP- oder/und Snapshot-basierten Verfahren kein Weg vorbei. Das heißt nicht, dass das klassische Tape Backup aus der Mode kommt, jedoch wandert es eher in Richtung Archive ab. CDP Lösungen sollten somit immer einen integrierten „Tape-out“ weg haben der Applikationskonsistent ist.

Spricht eigentlich die Datentransferrate des Internets beim Online-Backup gegen das Backup in der Cloud? Wie würden Sie Einsatzszenarien definieren?

In jedem Fall wird uns das Thema Backup nicht nur in 2013, sondern auch darüber hinaus beschäftigen. Ob das Backup tatsächlich in einer Cloud außerhalb des eigenen Unternehmens ankommt oder nicht, hängt maßgeblich von der Frage der Datensicherheit ab, und ich glaube nicht, dass die IT-Industrie hier bereits einen solchen „Vertrauensvorschuss“ aufgebaut hat.

Hier fehlt es an allgemein anerkannten Sicherheitsstandards und Richtlinien. Dieses Thema ist sicher interessant, aber noch kein „Must have 2013“. Die Einsatzszenarien hängen also stark davon ab in welchem Maße Vertrauen geschaffen wird und welche Daten man tatsächlich als „unternehmenskritisch“ einstuft.

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