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Crossroads überprüft mit der Read-Verify-Appliance die Backup-Infrastruktur Dem Streamer auf die Datenspur geschaut

| Autor / Redakteur: Thomas Rode / Nico Litzel

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ließ zahlreiche Fachleute auf der Storagetechnology 2008 am Fleesensee über die Datenintegrität langzeitgelagerter wissenschaftlicher Datenbestände debattieren. Das Sorgenkind der Experten: die gesamte Backup- und Archiv-Infrastruktur.

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Die Read-Verify-Appliance (RVA) von Crossroads überwacht den Zustand von Bandmedien beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt und optimiert so die Backup-Sicherheit.
Die Read-Verify-Appliance (RVA) von Crossroads überwacht den Zustand von Bandmedien beim Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt und optimiert so die Backup-Sicherheit.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ob Wetterdaten oder Verkehrsdaten, ob Strömungen auf dem Weltmeer oder Temperaturschwankungen auf den Landmassen – Wissenschaftler, die an solchen Forschungen beteiligt sind, arbeiten mit sehr großen Datenmengen. Sie brauchen neben einer hohen Transferrate auch die Gewissheit, dass ihre Daten auf lange Zeit lesbar bleiben. Noch heute nutzen Klimaforscher beispielsweise Rohdaten der Wettersatelliten aus den Flügen des US-amerikanischen Gemini-Programms der 60er-Jahre, um Entwicklungen der Erderwärmung zu erkennen und zu beurteilen.

Wichtig für die zukünftige Nutzbarkeit der DLR-Datenbestände ist die frühzeitige Erkennung von Alterungsschäden. Dazu zählen z. B. zu schwach gewordene Datensignale auf magnetischen Bändern oder mechanische Laufwerksfehler, die zu einem Bandriss führen können.

Zum Teil erfasst die Software des hierarchischen Speichermanagements (HSM) selbst durch die statistische Aufsummierung von logischen und Hardware-Fehlern potenzielle Fehlerquellen (Tapesniffing). Doch viele von dem Laufwerk gesetzte Bandmarken, wie Indizes, werden nicht erfasst. Eine „ganzheitliche“ Betrachtung aller Fehlerquellen gab es deshalb bislang nicht.

Logfiles sind spezifisch und unübersichtlich

Unternehmen verlassen sich gerne darauf, dass ihre Hardware genau die Performance bringt, die ihr beim Kauf versprochen wurde. Ein schnelles RAID-System und Tapes mit einer hohen Datentransferrate alleine sind keine Garantie, dass alles mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit läuft. Beim Tape sind die technischen Parameter eigentlich genau andersherum zu interpretieren. Ein Tape arbeitet deshalb nicht mit 80 Megabyte pro Sekunde, weil es das kann, sondern es benötigt 80 Megabyte Daten pro Sekunde, damit es mit Höchstgeschwindigkeit läuft.

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