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Kommentar von Sandra Adelberger zur "Datensicherung in die Wolke" Denkanstöße zu Potenzial und Kostenstruktur von Cloud Backup

Autor / Redakteur: Sandra Adelberger / Rainer Graefen

Speicherindustrie und Industrieverbände suchen derzeit nach den Argumenten, die für das Outsourcing der Datensicherung in die Cloud sprechen. Kosten und Vertrauenswürdigkeit hinterlassen noch Zweifel.

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Sandra Adelberger, Director Product Management EMEA, Acronis
Sandra Adelberger, Director Product Management EMEA, Acronis
(Foto: Acronis)

Obwohl seit Jahren von Cloud die Rede ist, scheint der Scheitelpunkt des Hypes noch nicht überschritten: immer mehr Unternehmen setzen auf Cloud-Lösungen – laut einer KPMG-Studie in Zusammenarbeit mit Bitkom bereits zwei Drittel der großen Unternehmen in Deutschland.

Dabei überzeugt die Cloud vor allem in Sachen Skalierbarkeit und durch die Möglichkeit auf geografisch verteilte IT-Ressourcen einfach zuzugreifen. Für Cloud-Storage bedeutet das: Die Daten in der Cloud sind ständig von einem beliebigen Ort aus zugreifbar, und im Fall eines Desasters können sie an jedem belibiegen Ort wiederhergestellt werden.

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Optionen für einen Strategiewechsel?

Das Analystenhaus IDC geht bei den Ausgaben für Public- und Private-Cloud-Storage von 22,6 Milliarden US-Dollar weltweit im Jahr 2015 aus. Dabei wird Cloud-Storage als Offsite-Strategie für die Datensicherung auch deshalb immer interessanter für Unternehmen, weil sie nach Alternativen für traditionelle Backups suchen.

Laut einer aktuellen Umfrage des Redmond Magazines im Auftrag von Acronis erhoffen sich 43 Prozent der amerikanischen IT-Manager durch Cloud-Storage ein Plus an Datensicherung. Außerdem sehen 24 Prozent der befragten IT-Manager grundlegende Vorteile in Sachen Kosteneinsparungen bei Cloud-Storage.

Doch kann es sich unter finanziellen Gesichtspunkten lohnen, Daten in die Cloud auszulagern? Auch im Vergleich zu traditionellen Backup-Konzepten? Mit welchen Posten können IT-Entscheider rechnen und kann und soll die Cloud wirklich die lokale Datensicherung ersetzen?

Klassisches Datensicherung und Cloud Backup ...

Bei traditionellen Backup-Konzepten setzen viele Unternehmen auf ein lokales Backup oder auf eine Kombination aus lokalem Backup und offsite-Sicherung. Entscheidende Kostenposten für die Datensicherung ergeben sich bei diesem Konzept unter anderem aus der Investition in die Storage-Hardware und deren Abschreibungskosten, Kosten für Maintenance sowie Unterhaltskosten wie beispielsweise für Strom.

Im Falle eines Disasters kommen Kosten durch Ausfallzeit und verstärkte Nutzung verschiedener IT-Ressourcen hinzu. Gibt es außerdem technische Probleme bei der Wiederherstellung können Personal-Ressourcen oder neue Hardware-Anschaffungen die IT-Budgets zusätzlich belasten. Dem Gegenüber zahlen Unternehmen bei Cloud-Backup einen Service, der von der Kapazität und dem Nutzungszeitraum abhängt.

... zwei Konzepte, unterschiedliche Kostenstrukturen

Letztlich haben die Betreiber von Cloud-Infrastrukturen ähnliche Kostenfaktoren, wie Firmen, die ihre Infrastruktur selbst betreiben. Durch den Betrieb großer Rechenzentren und die Nutzung spezieller Technologien erreichen sie meist eine höhere Effizienz, die sie an ihre Kunden weitergeben können. Hardware-Ausfälle mit den verbundenen personellen und technischen Aufwendungen sind bereits von den Betreibern vorgesehen und werden im Preis miteinkalkuliert.

Der springende Punkt für Unternehmen sollte demnach nicht die Höhe der Kosten sein, sondern die Struktur der Kosten: Der wesentliche Vorteil von Cloud-Storage liegt darin, dass der Anwender klar definierte Fixkosten hat, anstelle von schwankenden und unvorhersehbaren Kosten. Dennoch sollte jedes Unternehmen erst einmal die konkreten Anforderungen an ihr Datensicherungskonzept überprüfen, bevor es die Kostenfrage stellt.

Anforderungen erkennen und „Single Point of Failure“ vermeiden

Laut der bereits zitierten Umfrage des Redmond Magazins sind sich 59 Prozent der befragten IT-Manager über das Risiko bewusst, das sie eingehen, wenn sie sich nur auf eine einzige Form des Backups verlassen. Bei 75 Prozent der Befragten kam es im letzten Jahr zu Ausfällen bei Ihrer Datensicherung auf Tape.

Deshalb rät Acronis Unternehmen zu einer „3-2-1 Strategie“ um das Risiko eines sogenannten „Single Point of Failure“ zu vermeiden und die Daten abzusichern. Dabei werden drei Kopien der Daten vorgehalten, eine primär und zwei als Backups.

Die beiden Backups sollten auf zwei verschiedenen Speichermedien abgelegt werden, davon eine Datensicherung offsite. Die Cloud spielt in dieser Strategie eine wesentliche Rolle als sichere und kosteneffiziente Offsite-Storage-Lösung.

Das Cloud Backup ist nicht die letzte Verteidigungslinie

Generell ist es für Unternehmen wichtig, sich der veränderten Möglichkeiten bei der Datensicherung bewusst zu werden und die vorhandene Backup-Strategie entsprechend anzupassen. Für die Kosten-Nutzen-Rechnung sollten Unternehmen hier alle eventuell anfallenden Posten miteinbeziehen, egal ob Hardware- oder Service-Kosten.

Je wichtiger die Daten für ein Unternehmen sind, desto mehr sollte es in deren Schutz vor Verlust investieren und dementsprechend eine sicherere Backup-Strategie wählen. Letztendlich sollte Cloud-Storage dabei niemals nur der einzige Ablageort sein, sondern als ideale Ergänzung zu lokalen Sicherheitskonzepten dienen.

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