Virtuelle Maschinen laufen mit I/O-Acceleratoren schneller

Der Datenbeschleuniger auf dem Hypervisor

| Redakteur: Rainer Graefen

Das Enterprise-Standbein von OCZ sind die PCIe-Flashkarten Z-Drive R4 mit 3,2 TByte Kapazität.
Das Enterprise-Standbein von OCZ sind die PCIe-Flashkarten Z-Drive R4 mit 3,2 TByte Kapazität. (Foto: OCZ)

Mit Flash-Produkten lassen sich Anwendungen beschleunigen, und der Preis pro Datenzugriff ist unschlagbar. Noch preiswerter wird es, wenn man den Flash-Speicher gemeinsam nutzt.

Der SSD-Markt auf Basis von Flash boomt. Angeblich gibt es mehr als 100 Firmen, die Flash-Produkte herstellen. Unbekannt ist allerdings, ob nur „me too“-Produkte hergestellt werden oder ob das eigenständige Produkte sind, die nicht nur Flash-Zellen und einen Controller von einem der wenigen Lieferanten assemblieren.

OCZ, seit zehn Jahren bekannt durch die Produktion von Gaming-Netzteilen, Overclocking Boards und nicht zuletzt preisgünstiger Consumer-SSDs, unternimmt gegenwärtig einige Anstrengungen, um diesem „me too“-Image zu entfliehen.

Vom Gaming-Netzteil zum SSD-Assemblierer

Das Unternehmen hat ein Zeitfenster und eine Marktlücke entdeckt. Innerhalb von nur sechs Monaten hat die Geschäftsführung die Anzahl der Mitarbeiter von 240 auf 850 aufgestockt. Man will in dem neuen Enterprise-Marktsegment Non Volatile Memory (NVM) also richtig Gas geben.

Startpunkt für den neuen Energieschub war die Übernahme des SSD-Controller-Herstellers Indilinx. Mit diesem Kauf hat sich OCZ freigeschwommen und kann sich langsam lösen von den Sandforce-Controllern, die inzwischen im Besitz von LSI sind. Sandforce ist gut und schnell, sofern sich

Daten komprimieren lassen, bringt aber anders als Indilinx eine Beschränkung auf 512 GByte Speicherkapazität mit sich. Für OCZ war es wichtig, diese Beschränkung zu überwinden, da der Markt nach SSD-Kapazitäten oberhalb von einem TByte verlangt – allerdings zu vergleichsweise niedrigeren Betriebskosten.

Vom SSD-Produzenten zum I/O-Beschleuniger

Mit dem Kauf des südkoreanischen Flash-Controller-Herstellers Indilinx vor 16 Monaten und der Acquisition des israelischen Flash-Cash-Spezialisten Sanrad Anfang 2012 hat OCZ den Startschuss für den Aufbruch ins Enterprise-Business gelegt. Entwickelt und produziert wurden auf der neuen Controller-Basis die SATA-Linie Deneva.

Diese ist jedoch nur für den gehobenen Consumer-Bereich tauglich, da SATA prinzipiell oberhalb von 6 GBit/s die Luft ausgehen wird und damit eine Limitierung des Datendurchsatzes stattfindet. Mehr Potenzial hat die SAS-Linie Thalos, die zurzeit ebenfalls mit 6 GBit/s Transferraten arbeitet. Wahrscheinlich wird OCZ den Controller mit einer SAS-Schnittstelle mit 12 GBit/s bis Ostern 2013 fertig gestellt haben.

Eindeutiges Enterprise-Standbein sind die PCIe-Flashkarten Z-Drive R4 mit 3,2 TByte Kapazität. Eine aufgebohrte Z-Drive R4-Variante namens CloudServ mit der Breite von zwei PCIe-Slots ist als Topmodell mit 16 TByte Kapazität seit kurzem erhältlich. Diese PCIe-Karten sollen im Webhosting und im Datacenter für schnelle Speicherantworten sorgen.

Strom sparen versus I/O-Flaute

Die Sachlage bei diesen großen Datenverarbeitern ist klar. Bestmögliche Ausnutzung der IT-Infrastruktur. VMware hat durch viele virtuelle Maschinen (VM) auf leistungsstarken Servern für große Stromersparnisse gesorgt, allerdings wurden und werden auf der Speicherseite teure Speichernetze benötigt, um den I/O-Hunger der zig VMs mittels gekoppelter Speichersysteme zu bedienen.

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