Kommentar von Sven Rathjen, Western Digital

„Der digitale Dschungel wächst den Menschen über den Kopf“

22.06.2011 | Redakteur: Nico Litzel

Sven Rathjen, Senior Director Central & Eastern Europe von Western Digital
Sven Rathjen, Senior Director Central & Eastern Europe von Western Digital

Die Analysten von IDC haben in einer Analyse für das Jahr 2009 rückwirkend festgestellt, dass eine Lücke klafft zwischen den digitalen Inhalten, die Anwender auf der ganzen Welt produzieren, und dem tatsächlichen Speicherplatz, der zur Verfügung steht.

Wollten wir jedes Byte an digitalen Informationen, die wir tagtäglich produzieren, speichern, würde schon heute über 35 Prozent Speicherkapazität fehlen. Für das Jahr 2020 wird diese Lücke laut IDC sogar auf über 60 Prozent ansteigen.

Doch während viele Daten als Inhalte von geringer Bedeutung eingestuft werden können – wie zum Beispiel verwackelte Fotos, alte E-Mails oder Downloads – wächst der Anteil der Inhalte, die eine permanente Speicherung verlangen, kontinuierlich an, so das Analystenhaus. Was diese Entwicklung für die Speicherindustrie, aber auch den Endanwender bedeutet, dazu Sven Rathjen, Senior Director Central & Eastern Europe von Western Digital:

„Unser digitales Leben ist eine einzige Kopie. Wir machen ein Foto, das auf der Speicherkarte unserer Digitalkamera gespeichert wird, ziehen eine Kopie davon auf den Computer, speichern es sichtbar für unsere Freunde auf Facebook, schicken es den Eltern und speichern es zur Sicherheit nochmal auf unserer externen Festplatte.

Ein Foto, sechs Kopien

Weil es aber so schön ist und wir es auch an die Wand hängen möchten, laden wir es auf die Webseite eines Dienstleisters, der uns eine gedruckte Version zuschickt. Und schon sind sechs Kopien eines einzelnen Fotos im Umlauf. Und das ist nur ein Beispiel. Da ist es nicht verwunderlich, dass Experten davon ausgehen, dass unsere digitale Welt heute zu 75 Prozent aus Kopien besteht.

Der Großteil des digitalen Universums geht dabei auf Privatpersonen zurück, nicht auf Unternehmen. Man geht davon aus, dass knapp 70 Prozent der digitalen Welt von Usern zuhause, auf der Arbeit oder unterwegs erstellt wurden – immerhin knapp 900 Exabytes, das sind 900 Milliarden Gigabytes.

Weiter mit: Die Herausforderungen der Zukunft

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