Diese Komponenten benötigt ein kleines Unternehmen für die Server-Virtualisierung

Der erfolgreiche VMware-Einstieg

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Die Rolle des vCenter-Server verstehen

Administratoren können in kleinen Unternehmen eine vSphere-Umgebung mit einem einzigen Host aufbauen und diesen beispielsweise mit dem Windows-Client oder der CLI-Schnittstelle direkt verwalten. Eigentlich macht aber ein vSphere-Setup ohne vCenter-Server kaum Sinn.

Hinweis:vMotion erlaubt ein Verschieben von VMs zwischen Hosts im laufenden Betrieb. Was andere Hersteller „Live-Migration“ nennen, wurde ursprünglich von VMware erfunden. Daher ist vMotion ein geschützter Begriff.

Sämtliche weiterführenden Funktionen wie vMotion (siehe: Hinweis) und Storage-vMotion, ein HA-Cluster oder ein DRS-Cluster stehen Ihnen nur mit mehreren Hosts zur Verfügung.

Wann immer mehr als einen ESXi-Host im Cluster betrieben werden soll, brauchen Admins zum Verwalten einen datenbankbasierten vCenter Server. Diesen müssen sie in den Editionen Standard oder Foundation separat erwerben.

Als Hardware-Plattform dient ein Windows-Server. vCenter gibt es aber auch als virtuelle Linux-Appliance. Diese können Admins im vSphere-Client im OVF-Format importieren.

Wie man vSphere-Hosts verwaltet

Hat sich ein Unternehmen für eine vSphere-Version entschieden und entsprechende Hardware angeschafft, brauchen die Administratoren ein Werkzeug zum Verwalten des Hosts sowie zum Anlegen und Steuern Ihrer VMs.

VMware stellt dazu wahlweise einen nativen, in C# geschriebenen Windows-Client oder einen Web-Client sowie zwei verschiedene CLI-Schnittstellen zur Verfügung. Diese eigenen sich für ein skriptgesteuertes Automatisieren Ihrer Virtualisierung.

Seit der Version 5.5 implementiert VMware neue Funktionen nur noch im Web-Client. Der native Client wird nicht mehr aktiv weiter entwickelt, ist aber derzeit die einzige Möglichkeit zum grafischen Verwalten eines einzelnen Host.

Hinweis:Der Update-Manager ist seit der Version 5.0 das einzige noch verbliebene grafische Werkzeug zum Einspielen von Patches. Allerdings handelt es sich hierbei um einen reinen Windows-Dienst. Nutzen Unternehmen die vCenter-Appliance, muss für den Update-Manager trotzdem ein separater Windows-Server zur Verfügung stehen.

Das Original und der Autor

Thomas Drilling bloggt in „Drillings OpenSource-Eck“. Seine Artikel erschien in der Publikation „Erfolgreich virtualisieren“, Ausgabe Juli 2014. Aufgrund einer Kooperationsvereinbarung darf DataCenter-Insider Ihnen diesen Artikel kostenfrei zur Verfügung stellen.

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Über den Autor

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

Dipl. -Ing. Thomas Drilling

IT-Consultant, Trainer, Freier Journalist