Rainer Graefen im Gespräch mit Guido Klenner über das Cloud-Storage-Konzept von Hewlett-Packard, Teil 1

Der Kauf von 3PAR ebnet HP den Weg in die Cloud

03.05.2011 | Redakteur: Rainer Graefen

Guido Klenner, Business Manager Online Storage bei Hewlett-Packard
Guido Klenner, Business Manager Online Storage bei Hewlett-Packard

3PAR ist seinen Preis wert

Die Mandantenfähigkeit ist auch die wesentliche Speicherfunktion, die den shared Storage in der Cloud erst wirtschaftlich macht. Denn eines ist klar: Erst wenn man in der Cloud auch einen gemeinschaftlichen benutzbaren Speicher hat, kann man die Kostenstrukturen der bisherigen Siloarchitektur, die bisher jeder Fachabteilung eine eigene, schlecht genutzte Hardware spendierte, auf ein niedrigeres Niveau bringen.

Diese beiden Aspekte, der Speicherort und die vor unerwünschten Zugriffen sichere Datenspeicherung auf einer von vielen Mandaten genutzten Plattform, waren der Grund für die für HP nicht ganz billige Firmenübernahme: der Kauf von 3PAR.

Klenner: „Der Wert dieses Storagesystems für HPs weiteren Weg in die Cloud, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden – die Übernahme war ihren Preis wert.“

Auch wenn HP mit diversen Storage-Familien wie das P2000 (MSA), P4000 (Lefthand), P6000 (EVA) und das P9500 (XP) scheinbar alle Speicherbedürfnisse des Marktes abdeckt, so hat ihr ein Midrange Highend-System gefehlt, das sich zwischen P6000 und P9500 einsortiert und auch für geschäftskritische Aufgaben und Service Providing geeignet ist.

Ein Grid für unerwartete Lastprofile

Die Architektur des 3PAR-Systems - das bis auf weiteres nicht in die aktuelle Notation der HP Speichersysteme einsortiert wird - beruht dank der Gründer aus dem Sun-Umfeld, auf einem Controllergrid.

Während bisher modulare 2-Knoten-Cluster die gehobene Speichertechnik beherrschen, kann die 3PAR-Familie im derzeitigen Maximalausbau mit acht Controller-Knoten glänzen. Die Skalierung erfolgt wegen der notwendigen Redundanz immer in Zweierschritten.

„Das Besondere dieser Architektur“, erläutert Klenner, „steckt in einem ASIC der dritten Generation (Application Specific Integrated Circuit), über den alle Knoten und unter anderem der dort installierte Cache miteinander vermascht sind.

Damit stehen über jeden Knoten alle Ressourcen für jeden verbundenen Server zur Verfügung. Da dadurch auch ein globaler Cache entsteht, skaliert die I/O-Performance weit über das Potenzial des lokal installierten Caches hinaus.

Zudem werden allen verfügbaren ASICs zur Hardware-unterstützten RAID-Kalkulation, auch beim Rebuild, herangezogen, als auch zur Unterstützung der umfangreichen Thin-Provisioning-Lösung“

Das ist unverkennbar ein leistungsmäßiger Fortschritt gegenüber Architekturen, die, um ein deterministisches, also vorhersagbares Verhalten zu erzeugen, einer Anwendung dezidierte Ressourcen zuweisen.

Das funktioniert nur solange gut wie das prognostizierte Lastprofil eingehalten wird. Das 3PAR-System kann durch seine Architektur allerdings auch unvorhergesehene Lastspitzen ohne Performance-Einbrüche abfangen.

Der zweite Teil dieses Artikels erscheint am Freitag und erklärt spezifische 3PAR-Funktionen und das Cloud-Storage-Konzept von HP.

 

Das Online Speichersystem-Portfolio von Hewlett-Packard

 

SAS, FC und die Reichweite

Inhalt des Artikels:

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