Umsatzzahlen von IDC für das vierte Quartal 2011 und das Gesamtjahr 2011

Der Markt für Enterprise-Disk-Speichersysteme ist am Rande der Stagnation

| Redakteur: Nico Litzel

Den Zahlen des Marktforschers IDC zufolge haben die Speicherhersteller im vierten Quartal 2011 rund 1,51 Milliarden US-Dollar mit Enterprise-Disk-Speichersystemen in Westeuropa umgesetzt.
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Den Zahlen des Marktforschers IDC zufolge haben die Speicherhersteller im vierten Quartal 2011 rund 1,51 Milliarden US-Dollar mit Enterprise-Disk-Speichersystemen in Westeuropa umgesetzt.

Der Markt für externe Enterprise-Disk-Speichersysteme befindet sich in Westeuropa nach Einschätzung von IDC am Rande der Stagnation. Ursachen hierfür sind die angespannte Wirtschaftslage in weiten Teilen Europas, Euro-Dollar-Wechselkursschwankungen und die Verknappung bei hochkapazitiven Disks infolge der Thailand-Flut.

Nach Berechnungen des Marktforschers IDC wurden im vierten Quartal 2011 in Westeuropa 1,51 Milliarden US-Dollar mit externen Enterprise-Disk-Speichersystemen umgesetzt. Das entspricht einem Zuwachs von nur zwei Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im Vergleich zum vorangegangenen dritten Quartal konnten die Hersteller 22 Prozent mehr absetzen. Allerdings liege das Plus von 22 Prozent unter dem saisonalen Durchschnitt, betont IDC. Verantwortlich hierfür sei der starke US-Dollar, der in diesem Zeitraum drei Prozentpunkte gegenüber dem Euro gewinnen konnte.

Erstmals ein Exabyte ausgeliefert

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres haben Speicherhersteller in Westeuropa erstmals bei der ausgelieferten Kapazität die Marke von einem Exabyte (eine Million Terabyte) überschritten. Das entspricht allerdings nur einem Plus von elf Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2010. Verantwortlich hierfür ist eine Preissteigerung von zehn Prozent bei hochkapazitiven Festplatten, die durch die Flut in Thailand und die darauf folgende Verknappung bei den Disks ausgelöst wurde.

Plus 5,3 Prozent 2011

Für das Gesamtjahr 2011 verzeichnet IDC in Europa einen Umsatz mit Enterprise-Disk-Speichersystemen von 5,34 Milliarden US-Dollar. Das entspricht trotz der bei den europäischen Nachbarn angespannten Wirtschaftslage einem Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zu 2010.

„Für dieses Wachstum haben vor allem Speicherkonsolidierungs- und –optimierungsprojekte gesorgt, die die Wirtschaftlichkeit von Storage und die der Gesamt-IT verbessern sollen, wie auch neue virtualisierte Speicherinfrastruktur-Deployments von Serviceprovidern und einigen Großunternehmen“, sagt Donna Taylor, Research Director bei der European Storage Group von IDC. „Viele europäische Organisationen sehen sich nach Speicherlösungen um, die schnelle Cashflow-Verbesserungen innerhalb von Monaten bieten.“

Die Daten zeigten auf, dass der europäische Markt weiter unter Druck stehen wird. IDC geht davon aus, dass die Disk-Produktion erst gegen Jahresmitte wieder ihr altes Niveau erreichen wird und dass das Preisniveau dieses Jahr nur geringfügig oder gar nicht absinken dürfte.

Einstiegssysteme legen zu

Die Verkäufe waren im vierten Quartal 2011 im Highend-Bereich (250.000 Euro und mehr) mit einem aufeinanderfolgenden Wachstum von 37 Prozent „gesund“, so IDC. Allerdings waren die Gesamtaktivitäten im Vergleich zum Vorjahresquartal in der Region flach. Starke Impulse zum Jahresende in Deutschland, der Schweiz und Belgien wurden von Schwächen in Märkten wie U.K., den Niederlanden, Spanien und Schweden relativiert.

Die Nachfrage nach Midrange-Speichersystemen (zwischen 25.000 und 250.000 Euro) war im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls flach, konnte aber um 25 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal zulegen. Nach Angaben von IDC herrscht dagegen eine starke Nachfrage nach Einsteigersystemen (bis zu 25.000 Euro). Diese konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent zulegen.

Marktanteile der Hersteller im Überblick

Zwar konnte laut IDC EMC die Führungsposition in Westeuropa mit einem komfortablen Vorsprung behaupten – in weiten Teilen ist das dem beachtlichen Data-Domain-Geschäft zu verdanken (siehe Tabelle 1). Allerdings verlangsamte sich das Wachstum im vierten Quartal trotz der Zugkraft der Next-Generation-Produktlinien des Herstellers. Der Hersteller hat aufgrund des Verdrängungswettbewerbs in einem stagnierenden westeuropäischen Markt Anteile bei den Midrange-Verkäufen verloren, allerdings zeigt das schnelle Ramp-up der VNX- und VNXe-Systeme das Können des Herstellers bei einer schnellen Umsetzung, so das IDC-Urteil.

IBM ist nach Berechnungen von IDC auf Platz zwei. Obwohl das Unternehmen das Portfolio aktualisiert hat, sind die Verkäufe sind im Jahresvergleich leicht zurückgegangen. Die XIV hat Anteile verloren, die Verkäufe sind in den meisten Märkten rückläufig. Uneinheitlich zeigt sich hingegen das DS8000-System: Dieses konnte in einigen Märkten zulegen, hat aber gleichzeitig in anderen Anteile verloren. Das Storvize-V7000-Produkt ist der Star des IBM-Portfolios. Die Verkäufe haben sich vervierfacht und machen nun in Westeuropa 18 Prozent des Storage-Geschäfts von IBM aus.

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