Frischzellenkur für die Datensicherung

Der Medien-Service Untermain hat seine Backup-Infrastruktur modernisiert

| Autor / Redakteur: Stefan Rabben / Rainer Graefen

Hauptsitz des Medien-Service Untermain in Aschaffenburg.
Hauptsitz des Medien-Service Untermain in Aschaffenburg. (Bild: 2012 by pido media - www.pido-media.de)

Das Rechenzentrum Medien-Service Untermain hat seiner Datensicherung eine Frischzellenkur verpasst. Mit einer neuen Backup-Lösung von Dell ist der IT-Serviceanbieter jetzt in der Lage, gehostete Kundendaten in einem Zehntel der früher notwendigen Zeit wiederherzustellen.

Kritische Daten müssen stets verfügbar sein; wenn nicht, kann der Betrieb eines Unternehmens stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Dieser Verantwortung ist sich der Medien-Service Untermain (MSU) in Aschaffenburg tagtäglich bewusst.

Als Entwickler von Softwarelösungen für die Verlagsbranche und zudem Anbieter von Hosting- und Managed-Services sorgt die MSU dafür, dass ihre 300 mittelständischen Kunden jederzeit und ohne Verzögerung auf ihre Daten zugreifen können. Insgesamt wacht der Anbieter so über rund 150 Terabyte in seinem Rechenzentrum.

Reines Tape-Backup ist unwirtschaftlich

Natürlich werden die CRM- und sonstige Daten kontinuierlich gesichert. Die vorhandene Lösung war allerdings komplex und zeitaufwendig, und eine Komplettsicherung der Archivdaten nahm bis zu zwei Tage in Anspruch.

Backups wurden direkt auf Band geschrieben, was im Vergleich zur Festplatten-Sicherung sehr viel Zeit in Anspruch nahm.

Für eine mögliche Datenwiederherstellung hätte die MSU so mehrere Tage benötigt. Michael Weis, Prokurist & IT-Leiter der Medien-Service Untermain, erklärt: "Wir wollten weg von der rein bandbasierten Sicherung und unsere Backup-Architektur neu gestalten, um den Prozess zu beschleunigen und die Komplexität zu reduzieren."

Um dieses Ziel zu erreichen, suchte die MSU nach einer neuen Backup-, Restore- und Archivierungslösung (BURA). Sie sollte Daten deduplizieren und komprimieren, um physische Speicherkosten zu sparen. Die MSU konzentrierte sich sehr bald auf Dell, da sie schon vorher gute Erfahrungen mit dem Anbieter gesammelt hatte.

Noch dazu nutzte das Unternehmen bereits Dell-Lösungen im Rechenzentrum und am Arbeitsplatz.

"Wir waren mit der Zuverlässigkeit der Dell-Produkte und den dazugehörigen Supportleistungen sehr zufrieden, und ein Wunsch von uns war, alles aus einer Hand zu beziehen", erklärt Weis. "Damit lag die Entscheidung nahe, zusammen mit Dell eine durchgängige Lösung zu schaffen."

Ausfälle von VM-Services schneller behebbar

Gemeinsam mit Dell begann die MSU, eine BURA-Lösung für das Unternehmen zu entwerfen. Dabei interessierte sich die MSU insbesondere für die Festplattensicherungs-Appliance Dell DR4100 und die darauf laufende Backup-Software Dell Netvault.

Es wurde eine mögliche Architektur erörtert, die – neben der Dell DR4100 – aus einer kompletten BURA-Infrastruktur mit Dell Poweredge R620 Servern für das Backup sowie den Bandbibliotheken Dell Powervault TL4000 und TL2000 bestand. "Die Implementierung konnte in Rekordzeit abgeschlossen werden", betont Weis.

Die Installation der BURA-Lösung beinhaltete das Testen und Dokumentieren der Lösung, das Ausrollen der Hardware und das Erstellen des Images. Zudem unterstützte Dell die MSU bei der Integration der DR4100 und der VMware-Umgebung.

Da das IT-Team virtuelle Server nunmehr wesentlich schneller wiederherstellen kann, ist die MSU jetzt in der Lage, Kunden einen noch besseren Service zu bieten: "Mit unserer Dell-Lösung ist die Wiederherstellung von virtuellen Servern um 90 Prozent schneller als zuvor", erklärt Weis.

BURA-Investion lohnt sich früher

Durch das Zusammenspiel der DR4100-Appliance mit der Netvault-Backup-Software profitiert die MSU auch von Dells RDA-Technologie (Rapid Data Access). Das Unternehmen hat nun die Gewissheit, dass sich alle Kundendaten sehr viel schneller wiederherstellen lassen als mit der bisherigen Lösung.

Michael Weis bestätigt: "Heute würden wir bei einem Komplettausfall weniger als einen Tag benötigen, um unser Rechenzentrum wiederherzustellen – das ist über 80 Prozent schneller als früher."

Da das IT-Team der MSU nun viel weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringt und sich stattdessen auf die Verbesserungen von Diensten konzentrieren kann, stößt die Dell- Lösung auf sehr positive Resonanz.

"Mit unserer Dell BURA-Lösung konnten wir den IT-Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren", bestätigt Weis. "Inzwischen beträgt der Zeitaufwand für Backups maximal zehn anstatt 30 Stunden pro Monat. Somit werden Ressourcen für strategische Aufgaben, etwa die Kundenbetreuung oder die Entwicklung neuer Lösungen, freigesetzt, und wir können die Kundenzufriedenheit weiter steigern."

Die MSU rechnet damit, dass sich ihre Investition in die BURA-Lösung zwei Jahre schneller amortisieren lässt, als man es bei einer IT-Investition erwarten würde. Normalerweise wird für solche Investitionen ein Abschreibungszeitraum von fünf Jahren angesetzt.

* Stefan Rabben ist Director Data Protection EMEA Central bei Dell Software

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