IBM und HP setzen auf offene Cloud-Software, Teil 1

Der Open Source Stack wird zum Cloud-Computing-Beschleuniger

| Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

Die zehn wichtigsten Stützen der OpenStack-Organisation.
Die zehn wichtigsten Stützen der OpenStack-Organisation. (Grafik: HP)

IBM und HP engagieren sich bei ihren Cloud-Angeboten zunehmend in der Gemeinde offener Lösungen. Dabei steht die Software OpenStack im Mittelpunkt des Interesses. Die beiden namhaften Anbieter von Unternehmens-IT gehören zu den führenden Unterstützern der OpenStack Foundation, deren Ziel es ist, Programme für eine freie Cloud-Computing-Architektur zu entwickeln.

Sowohl IBM wie auch HP versuchen mehr Unternehmen dazu zu bewegen, bei IT-Lösungen auf das Softwareangebot aus der Cloud zurückzugreifen. Dazu startete IBM Ende April zusammen mit einer Reihe von Partnern einen neuen Cloud-Marktplatz.

Hewlett-Packard stellte zeitgleich sein Programm HP Helion vor, in dessen Rahmen die Cloud-Aktivitäten des IT-Konzerns aus Palo Alto zusammengeführt werden.

Druck auf AWS wächst

In beiden Fällen geht es darum, die Position gegen bisher erfolgreiche Cloudanbieter wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure) oder Google zu stärken, aber auch Alternativen gegenüber direkten Konkurrenten wie Cisco, EMC, SAP oder Oracle zu bieten.

Auf dem vorgestellten zentralen Cloud-Marktplatz will IBM zukünftig das eigene Cloud-Portfolio mit den Services von Partnern und Drittanbietern bündeln.

Nach Angaben des für Cloud verantwortlichen General Managers Steve Robinson richten sich die Angebote aus der Service-Wolke an drei Kundengruppen: Softwareentwickler, IT-Manager und Führungskräfte in Unternehmen.

Serviceplattform BlueMix

„In einer Mischung aus Marketingplattform und Apps-Store können sich Kunden über aktuelle Cloud-Angebote informieren, neue Cloud-Anwendungen testen und cloudbasierte Services für Anwendungen kaufen“, sagte Robinson auf der Kundenveranstaltung Impact 2014 in Las Vegas. Gemeinsam mit Partnern bietet IBM online mehrere hundert Cloud-Services an.

Hierzu gehören ein Pool aus mehr als 100 SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service) sowie zahlreiche PaaS-Leistungen (Platform-as-a-Service) aus der IBM Serviceplattform BlueMix. IBM will sich dabei mit einem weiteren eine Milliarde Dollar schweren Programm engagieren.

Bei seinen Cloud-Angeboten arbeitet IBM stark mit der offenen Gemeinde der OpenStack Foundation zusammen. Im April 2012 kam Big Blue zusammen mit Red Hat in diesen engagierten Kreis offener Cloud-Software und gilt heute als einer der führenden Förderer.

IBMs Cloud-Technik kommt von Softlayer

Die IBM Programme basieren weitgehend auf der Rechenzentrums-Technik von Softlayer Technologies. Die heutige IBM-Tochter mit Firmensitz in Dallas, Texas, bietet Cloud-Infrastrukturen als Dienstleistung (IaaS) in dreizehn Rechenzentren in den USA, Asien und Europa an.

Der Kundenstamm reicht von Start-ups bis zu weltweit operierenden Konzernen, die sich über 17 global verteilte Netzknoten einwählen können. Wichtiger Teil des Angebotes sind schlüsselfertige Lösungen für das Arbeiten mit Big Data sowie das Einrichten von Private Clouds.

IBM hat den 2005 gegründeten Cloud-Spezialisten im Sommer des vergangenen Jahres für rund zwei Milliarden US-Dollar übernommen, um damit die IBM Cloud Services Division aufzubauen. Nach Angaben von Big Blue soll auch die ebenfalls akquirierte Datenbanksoftware Cloudant aus Massachusetts ein wesentlicher Bestandteil von BlueMix werden.

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