Der Markt für All-Flash-Array-Datenspeicher, Teil 2

Der richtige Dedup-Faktor macht Flash-Preise rein rechnerisch kleiner

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Rainer Graefen

Das Highend-System ist das Gemini Enterprise Flash Disk Array. Die Startkonfiguration bis 48 TByte Speicher in einem zwei 2-HE-Gehäuseeinschub kann bis auf zwei PByte erweitert werden. Durch die Parallel-Memory-Architektur skaliert das Gemini-System über 1.000.000 IOPS. Gemini setzt in seinen Arrays auf die MLC-Technik. An Schnittstellen und Protokollen stehen FC, iSCSI, NFS, SRP, iSER, RDMA und SMB zur Verfügung.

Oracle Sun F5100 Flash Array

Oracle verkauft sein Flash-Speichersystem unter dem Namen Sun F5100 Flash Array. Das System bietet zwei TByte Speicherkapazität auf einer Höheneinheit. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit gibt Oracle mit 1,6 und 1,2 Millionen Operationen pro Sekunde an.

Das F5100 kann insgesamt bis zu 80 SSD-Platten aufnehmen. Damit erreicht das System einen Durchsatz von 12,8 GByte/s. Als optimale Einsatzgebiete gibt Oracle Umgebungen mit Sun-Servern und Oracle-Datenbanken an.

Pure Storage All-Flash-Arrays FA-300/FA-400

Pure Storage ist ein Startup, das sich seit der Gründung auf die Entwicklung von All-Flash-Arrays fokussiert. Die beiden Produktreihen FA-300 und FA-400 bieten eine I/O-Leistung von 200.000 bis 400.000 IOPS auf Basis von 8-K-Blöcken an.

Es lassen sich zwischen fünf und 23 TByte rohe Speicherkapazität installieren, die aber durch Deduplizierung bis zu 100 TByte Datenvolumen speichern können. Die Speichergeschwindigkeit beträgt fünf Gigabyte pro Sekunde. Der Hersteller verwendet SSD-Festplatten auf Basis von MLC-NAND mit Kapazitäten von je 512 GByte.

Violin Flash Memory Arrays 3000 Series und 6000 Series

Der US-amerikanische Hersteller Violin bietet mit den beiden Serien 3000 und 6000 hochperformante All-Flash-Arrays. Die Storage-Geräte werden auch von Fujitsu vertrieben. Das Flaggschiff Violin 6000 Series bietet bis zu eine Million IOPS, hat eine Latenz von 100 Mikrosekunden und eine Kapazität von bis zu 70 TByte. Die Appliance benötigt in Racks drei Höheneinheiten.

Das Produkt ist für VMware, Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012 zertifiziert und wurde vor allem für die Datenverarbeitung großer Datenbanken sowie im Big-Data-Bereich konzipiert. Violin Flash Memory 6200 Series arbeitet mit MLC-Speicher und bietet 200.000 bis 750.000 IOPS, die Serie 6000 arbeitet mit SLC und bietet 450.000 bis 1.000.000 IOPS.

Alle Geräte benötigen drei HE und lassen sich mit Raid-Technologien absichern. Außerdem sind alle Geräte kompatibel mit RHEL, SLES, Windows, VMware, Citrix, AIX, Solaris SPARC, Solaris x64, HP-UX und OpenVMS. Der Hersteller bietet verschiedene Verwaltungs-Apps an, zum Beispiel auch eine iPad-App. Natürlich ist auch die Verwaltung mit SSH und einer webbasierten GUI möglich.

Die kleinere Variante von Violin bietet etwa 20 TByte Speicher und bis zu 325.000 IOPS. Auch die 3000er-Geräte benötigen drei Höheneinheiten. Bei diesem System handelt es sich um Direct Attached Storage (DAS), das mit PCIe, Fibre Channel oder über iSCSI an SANs angeschlossen werden kann. Auch hier stehen Raid-Techniken zur Verfügung.

Der Hersteller bietet verschiedene Zusatzgeräte an, mit denen mehrere 3000er-Geräte an ein SAN über iSCSI angeschlossen werden können. Violin Memory 3120 arbeitet mit MLC und bietet 23 TByte Speicher. Die Leistung beträgt etwa 200.000 IOPS. Die mit SLCs ausgestatteten Geräte 3202, 3205, 3210 und 3220 bieten zwischen 2,8 und 23 TByte-Speicher und liefern 225.000 bis 325.000 IOPS.

Whiptail Accela und Invicta

Hersteller Whiptail bietet All-Flash-Arrays in drei Konfigurationen an. Das Modell Accela speichert drei bis zwölf TByte Daten mit bis zu 250.000 IOPS und einer Datentransferrate von 1,9 GByte/s. Das Modell Invicta hat eine Speicherkapazität von minimal sechs bis 72 TByte und arbeitet mit I/O-Raten von 300.000 bis 650.000 IOPS bei Geschwindigkeiten von sieben GByte/s.

Das Spitzenmodell Invicta Infinity operiert mit Speichervolumina von 84 bis 360 TByte, 800.000 bis 4.000.000 IOPS und einer Transferrate von 40 GByte/s. Alle Systeme von Whiptail arbeiten mit MLC-Speichern. Die Daten werden über verschiedene Raid-Funktionen abgesichert. Whiptail-Produkte unterstützen Windows, Linux, Solaris, VMware und Citrix XenServer. Als Protokolle stehen Fibre Channel, iSCSi, NFS und SRP zur Verfügung.

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