FC-HBAs von Qlogic kommen zu neuen Ehren

Der shared Flash-Speicher im Server-Cluster wird zur SAN-Extension

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Per Router-Software sharen

Aus dem bisherigen Produktportfolio wurde z. B. die Router-Software als wichtige Komponente ausgewählt. „Diese Technik, die im Datenpfad sitzt, wird in Mt. Rainier integriert“, sagt Hansen, „und damit ist es möglich, dass der SSD-Cache, der eventuell nur in einem Host installiert ist, für alle Server im Cluster benutzbar wird“.

Dass damit auch Daten aus dem SAN nachgeladen werden können oder die Synchronisation zwischen verschiedenen Lokationen wie auch eine Online Data Migration möglich wird, ist da fast schon nebensächlich. „Es geht um eine wesentliche Basistechnik für PCIe-Flashkarten, die klassische Anwendungen und virtuelle Maschinen in einer heterogenen Umgebung beschleunigen sollen“, betont Hansen.

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High-Performance I/O-Technik bekommt neue Optionen

In Mt. Rainier fließen unterschiedliche technische Entwicklungen und Überlegungen über zukünftige I/O-Verarbeitung zusammen. Auf der einen Seite steht die SSD in Form von schneller werdenden Controller- und Flash-Modulen, die in Kürze die derzeit gebräuchlichen Datenpfade mit Bandbreiten von sechs GBit/s überfordern werden.

Auf der anderen Seite stehen die Anwendungen, die für sich genommen das massive Überangebot an I/Os gar nicht mehr verwerten können. Das eröffnet Herstellern von PCIe-Flashkarten einen interessanten Markt, da die gemeinsame Nutzung von Flash- respektive SSD-Cache die Kostenstrukturen für die Anwenderunternehmen interessant machen. Eine „shared SSD“ böte zudem die Möglichkeit, auch ältere Rechner in einen Cluster einzubeziehen und die darauf laufenden Anwendungen ohne größere Mehrkosten zu beschleunigen.

Auf die wichtigen Assets fokussieren

Qlogic bleibt allerdings wie der Schuster bei seinen Leisten und wird auch weiterhin das Geschäft mit Netzwerkadaptern verfolgen und nicht ins SSD-Business wechseln. Da angesichts zahlreicher Entwicklungspfade in der Speichertechnik nicht genau auszumachen ist, wohin die Reise geht, verfolgt das Unternehmen einen dreistufigen Ansatz:

  • Mt. Rainier ist eine Basis-Adapterkarte, die mit einer Caching-Intelligenz ausgestattet ist. Über eine PCIe-Kabelverbindung wird die PCIe SSD-Karte eines Fremdherstellers angeschlossen.
  • Der Basis-Adapter wird mit einer Erweiterungsschnittelle ausgestattet, an die eine SAS-Adapterkarte angesteckt werden kann. Da PCIe jede SAS-Bandbreite unterstützt, können hier preiswerte bis teure SSD-Optionen zum Einsatz kommen.
  • Der Basis-Adapter Mt. Rainier bekommt eine integrierte SSD-Flash-Erweiterung. Das lässt darauf schließen, dass Qlogic Industriekooperationen anstrebt, die spezialisierte Hochleistungsadapter mit höchster Performance zur Folge haben werden.

Mt. Rainier ist eine I/O-Adapterkarte, die gleichzeitig als Target und Initiator fungieren kann. Die Karte arbeitet also als Host Bus Adapter (HBA). Die erste Version, die Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommt, beruht auf einem acht Gbit FC-HBA, der die SSD oder den Flash-Speicher mit den bekannten SCSI-Kommandos adressiert.

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