Interview mit Christian Marczinke, DataCore Software

Der Storage-Hypervisor als Universalist

| Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Nico Litzel

Christian Marczinke, Director Strategic Systems Engineering EMEA bei DataCore Software
Christian Marczinke, Director Strategic Systems Engineering EMEA bei DataCore Software (Bild: DataCore Software)

Mit SANsymphony-V bietet DataCore einen Storage-Hypervisor, der mehr kann als eine reine Speichermanagementsoftware.

Storage-Insider.de sprach mit Christian Marczinke, Director Strategic Systems Engineering EMEA bei DataCore Software.

Storage-Insider.de: Windows Server 2012 kommt mit Storage Spaces. Was bedeutet das für den Speichermarkt?

Marczinke: Mit der Einführung der Storage Spaces wird sich für DataCore als Anbieter von Speichervirtualisierungssoftware grundsätzlich nichts Wesentliches ändern. Microsoft schließt mit Storage Spaces lediglich eine Lücke, die VMware schon vor Jahren mit der Einführung der VMware Datastores geschlossen hat.

Mit Storage Spaces will Microsoft die Verwaltbarkeit von Festplatten innerhalb virtualisierter Umgebungen erleichtern. Dabei ist Thin Provisioning das wichtigste zusätzliche Feature, das es auch bei VMware schon seit Langem gibt. Für uns ist das der „Perfect Fit“.

In welchen Bereichen sehen Sie technische Vorteile Ihrer Lösung?

Marczinke: Storage Spaces sind in der Lage „Direct Attached Storage“ zu verwalten und eine oder mehrere Festplatten zu gruppieren. Vergleichbar ist dies mit einem Disk-Pooling. Hardware-seitig wird USB, ATA, SAS und auch Shared SAS unterstützt. Aufgrund der maximalen Leitungslänge von SAS mit zehn Metern besteht aber keine Möglichkeit, dieses Pooling mit SAS über Rechenzentrumsgrenzen hinweg zu betreiben. Alle Features sind auf das Microsoft-eigene Betriebssystem beschränkt. Die fehlende Unterstützung von iSCSI und FC macht es unmöglich, Disaster-Recovery-Szenarien aufzubauen.

DataCore liefert mit seinem Storage-Hypervisor einheitliche Funktionen für das gesamte Rechenzentrum und über Rechenzentrumsgrenzen hinweg – zum Beispiel automatisiertes Storage-Tiering, logischer Fehlerschutz – Continuous Data Protection – und Hochverfügbarkeit durch synchrone Spiegelung über bis zu 100 Kilometer.

Daneben bietet der Storage-Hypervisor eine Reihe von Basis-Features, wie Thin Provisioning, Storage Pooling, Snapshots und Datenmigration. Die Funktionen stellen die Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit sicher, was gerade in virtualisierten Umgebungen ein Muss ist. Storage Spaces bietet hierfür keine Antwort, sondern ermöglicht lediglich eine bessere Verwaltbarkeit der angeschlossenen Ressourcen und erleichtert das Handling für Hyper-V-Umgebungen.

Dieses Interview stammt aus dem Kompendium „Next Generation Storage“ von Storage-Insider.de. Hier können Sie das komplette Kompendium als PDF herunterladen.

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