Experton, Forrester und IDC zu Backup und Cloud

Derzeit herrscht Wild West bei der Datensicherung

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Rainer Graefen

Ein anderer Nebeneffekt vom Backup in der Cloud ist die einfachere Möglichkeit zur Zusammenarbeit, neudeutsch Collaboration. Den Firmen erwächst daraus Zusatznutzen, wenn sie mit Kunden und Lieferanten zusammenarbeiten und Dateien austauschen können. Dafür steigt dann aber das Sicherheitsrisiko.

Megatrend: Die Bewertung der Daten

Experton-Analyst Velten fordert, dass sich die Unternehmen Gedanken um den Wert der eigenen Daten machen. Bei uns gehe es meist nur darum, die Daten sicher zu speichern. Heutzutage sei es aber oft wichtiger, dass etwas oft angeklickt werde. „Da haben wir gerade in Deutschland eine eindimensionale Sicht“, stellt Velden fest.Oft sei es gewinnbringender, wenn Dateien das Unternehmen verlassen und im Kreis von Kunden und Partnern zirkulieren.

Zu definieren sei natürlich, welche Mitarbeiter und Partnergruppen auf welche Daten überhaupt zugreifen dürfen, daran sollten sich die Backup-Prozeduren orientieren. Velten fordert deshalb, dass die Unternehmen eine Verbindung – Foundation – schaffen zwischen der internen und der externen IT-Welt. Das betrifft das Rechte- und das Anwender-Management von den eigenen Diensten in die Cloud-Services und zurück.

Dazu passt auch die Frage der Daten-Nachhaltigkeit: Was muss ich aufheben, was recyceln und was vernichten? „Heute wird alles gesammelt und günstig weggespeichert“, beobachtet der Analyst. In den Anfangszeiten von Big Data sei das auch legitim, weil man noch keine Erfahrungswerte darüber hat, welchen Nutzen man aus der Analyse von alten Informationen ziehen kann. „Das ist eine reine Kostenfrage: Wie teuer ist es, die Daten aufzuheben, und wie groß ist der Nutzen aus der Analyse.“

In-Memory-Computing, VDI und SSD

In-Memory-Computing wie bei SAP HANA spielt beim Backup bislang noch keine Rolle, da sind sich die Analysten einig. Auch der Einsatz von Virtual Desktops bringt generell keine Änderung im Backup-Prozess. Allerdings werden die Arbeitslast und damit das Datenvolumen weniger berechenbar.

Im Normalfall fallen mehr Daten an, die gespeichert werden müssen und deshalb den Kapazitätsbedarf steigern. Die zunehmend beliebten Solid State Disks (SSDs) können zumindest den Deduplizierungsprozess beschleunigen, hat Forrester-Analystin Dines festgestellt. Allerdings stehe man dabei auch erst am Anfang der Entwicklung.

Donna Taylor von IDC sieht allerdings einen Zusammenhang: „Cloud und SSD treiben sich gegenseitig an, denn Sicherheit und Latenz haben sich durch SSDs verbessert.“ Die hohen Kosten können Cloud-Dienstleister besser verteilen. So bleibt vor allem das Cloud-Computing diejenige Technik, die die Datenhaltung und damit auch die Backup-Prozeduren stark beeinflussen könnte.

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