Kommentar von Frank Kölmel zu Ethernet Fabrics

Designfehler in der Rechenzentrums-Infrastruktur vermeiden

| Autor / Redakteur: Frank Kölmel / Rainer Graefen

Frank Kölmel, Senior Director EMEA-East bei Brocade
Frank Kölmel, Senior Director EMEA-East bei Brocade (Foto: Brocade)

Wie soll man das alles in den Griff bekommen? Rechenzentrum und Netzwerk stehen vor massiven Umwälzungen: wachsende Datenmengen, die zunehmende Nutzung mobiler Geräte, M2M-Kommunikation und eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

Dazu kommen Virtualisierung und Cloud Computing, die dynamische Ressourcen benötigen. Um das Netzwerk fit für die Zukunft zu machen, sind Performance, Skalierbarkeit, Flexibilität, Hochverfügbarkeit und einfacher Betrieb die wichtigsten Voraussetzungen. Und hier stoßen klassische Netzwerkarchitekturen an ihre Grenzen.

Vor rund zwei Jahren hat Brocade mit der VCS Fabric-Technologie die industrieweit erste Ethernet Fabric Switching-Lösung vorgestellt – ein Meilenstein der Netzwerktechnologie. Und heute können wir mit Stolz vermelden: 1.100 VCS Fabric Kunden weltweit und 250.000 ausgelieferte Ports bereiten den Weg für das Rechenzentrum der Zukunft, das „On-Demand Data Center“.

Ethernet Fabrics vs. Fibre Channel Fabrics

Ethernet Fabrics sind speziell auf hoch-virtualisierte und Cloud-optimierte Rechenzentren ausgerichtet und machen das Rechenzentrum fit für alle zukünftigen Herausforderungen. Bei der Entwicklung der VCS Fabric-Technologie (Virtuell-Cluster-Switching) griff man zurück auf eine bereits bewährte Technologie aus dem SAN-Bereich: Fibre Channel Fabrics – daher auch die Namensgleichheit. Wo liegen hier die Parallelen?

Das Paket-Forwarding wird nicht mehr vom einzelnen Switch autonom ausgeführt, da die Ethernet Fabric als eine logische Einheit funktioniert. Control- und Management-Plane sind nicht separat, d. h. pro Switch aktiv, sondern erweitert auf die gesamte Fabric. Konfigurationen und Statusabfragen können auf der Fabric-Ebene realisiert werden, was die Verwaltung und Konfigurierung erheblich erleichtert.

VMs haben es einfacher

Die Data-Plane, also das reine Forwarding der Pakete, funktioniert auch weiterhin auf Switch-Ebene. Alle Switche wissen automatisch Bescheid, was der andere macht und sind miteinander verbundene physische und logische Geräte. Die Verwaltung ist Domain-basiert anstatt Device-basiert und wird durch eine zentrale Policy festgelegt.

Mit diesen Eigenschaften sind Ethernet Fabrics perfekt geeignet für Virtual-Machine-Automatisierung und durch die Übereinstimmung der Protokolle, wie z. B. Fibre Channel over Ethernet (FCoE), können LAN und SAN-Traffic besser überbrückt werden.

Das Nord-Süd-Dilemma

Verglichen mit klassischen hierarchischen Ethernet-Architekturen können Ethernet Fabrics mehr, und zwar viel mehr. Ethernet Fabrics zeichnen sich durch folgende Charakteristika aus: Mit den heutigen Anforderungen an Hochverfügbarkeit kann das vor vielen Jahren entwickelte Rapid-Spanning-Tree-Protocol (RSTP) nicht mehr mithalten.

Mit Ethernet Fabrics ist RSTP nicht mehr vonnöten, wobei trotzdem volle Interoperabilität mit bestehenden Ethernet-Netzwerken gegeben ist. Ethernet Fabric können je nach Bedarf in ganz unterschiedlicher Struktur aufgesetzt werden und so für jegliche Kapazitätsplanung angepasst werden.

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