IT-Awards 2021 Die 3 beliebtesten Anbieter von Flash-Storage-Systemen 2021

Von Martin Hensel

Wenn es um leistungsfähige Speicherumgebungen geht, sind All-Flash-Arrays das Maß aller Dinge. Dank moderner NVMe-Technik bewältigen sie selbst anspruchsvollste Einsatzszenarien. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass Flash-Storage weiter an Bedeutung gewinnt.

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Geschwindigkeit ist keine Hexerei – für Flash-Speichersysteme.
Geschwindigkeit ist keine Hexerei – für Flash-Speichersysteme.
(Bild: © pozdeevvs - stock.adobe.com)

Lange Zeit waren festplattenbasierte Speichersysteme mangels vergleichbarer Alternativen ein fester Bestandteil jeder Unternehmens-IT. Auch heute noch steht HDD-Storage für langjährig erprobte und ausgereifte Technik, die zudem überschaubare Kosten verursacht. Letzteres galt insbesondere beim Vergleich mit den in den vergangenen Jahren aufkommenden SSDs: Diese arbeiten zwar deutlich schneller als klassische Festplatten, waren aber zunächst kaum mit großen Speicherkapazitäten verfügbar und lange Zeit geradezu sündhaft teuer. Ihr Einsatz war daher vor allem absoluten High-End-Speichersystemen vorbehalten.

Diese Zeiten sind aber vorbei. SSDs konnten sich etablieren, und mit zunehmender Reife der Technik sowie wachsenden Fertigungskapazitäten sind auch die Preise auf ein bezahlbares Maß gefallen. Geht es um Workloads mit einer großen Menge an Transaktionen, hohen Datendurchsätzen oder stark schwankenden Leistungsanforderungen, sind Flash-basierte Speichersysteme ideal geeignet. Beispiele für derartige Umgebungen sind etwa Date Warehouses, Datenbanken, große E-Commerce-Systeme oder Virtual-Desktop-Infrastrukturen (VDI).

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Leistungsfähige Technik

Flash-basierte Speichersysteme punkten vor allem mit extrem hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten und niedrigen Latenzen. Dies wird besonders deutlich, wenn man die IOPS-Werte („Input/Output Operations Per Second“) aktueller SSDs mit Festplatten vergleicht. Während gängige SSDs sechsstellige Ergebnisse erreichen, sind klassische HDDs meist im niedrigen dreistelligen Bereich angesiedelt. Noch deutlicher wird der Vergleich beim Blick auf NVMe-Speicher („Non-Volatile Memory Express“): Hier sind sogar sieben- bis achtstellige IOPS-Werte möglich. Flash-basierte Speicher-Arrays benötigen zudem weniger Platz, sind unkompliziert zu warten und weisen einen geringeren Energiebedarf auf.

All-Flash- oder NVMe-Arrays bündeln große Mengen an entsprechenden SSDs zu einem besonders leistungsfähigen Speichersystem. Während derartige Systeme zunächst extrem teuer waren und sich damit nur für spezifische Einsatzzwecke eigneten, sind sie jetzt dank fallender Preise auch im IT-Mainstream angekommen. All-Flash gilt mittlerweile als Standard für Primärspeichersysteme, während festplattenbasierte Lösungen vor allem den Bedarf an kostengünstigen Archiv- oder Cold-Storage-Umgebungen decken. Zudem nimmt der Einsatz besonders leistungsfähiger NVMe-basierter Arrays zu, wenngleich hier beispielsweise die NVMe-Management-Interface-Spezifikation (NVMe-MI) noch Entwicklungsarbeit benötigt. Zum üblichen Funktionsumfang Flash-basierter Arrays zählen beispielsweise Funktionen wie Deduplizierung, Thin Provisioning, Snapshots, Verschlüsselung und die Anbindung über APIs.

Planung ist alles

Trotz der genannten Vorzüge ist der Einsatz von All-Flash-Systemen keineswegs trivial und immer noch ein beachtlicher Kostenfaktor. Dies gilt vor allem für Anschaffung und Implementierung. Laut den Marktforschern von IDC setzen aktuell über 70 Prozent aller Unternehmen auf SAS-basierte Speichersysteme. Ein künftiger Umstieg auf eine NVMe-basierte Umgebung würde erhebliche Änderungen und Anpassungen erfordern, was sowohl technisch als auch wirtschaftlich gründlich durchdacht sein will. SAS-basierte SSDs erreichen zwar nicht die extrem hohe Leistungsfähigkeit von NVMe-SSDs, bieten sich aber je nach Einsatzszenario als sinnvollere Alternative an.

Sind All-Flash-Plattformen erst einmal im Unternehmen etabliert, ergeben sich einige Folgeeffekte. Dazu zählen etwa geringere Betriebskosten und ein reduzierter Administrationsaufwand sowie eine höhere Produktivität. Zudem lassen sich Unternehmensanwendungen gegebenenfalls auf eine zentrale Flash-basierte Plattform konsolidieren. Für Cold Storage mit vielen selten genutzten Daten sind All-Flash-Plattformen meist in Sachen Leistung überdimensioniert und bieten möglicherweise nicht ausreichend Speicherkapazität. Hier bietet sich der Einsatz hybrider Systeme mit SSDs und Festplatten an. Sie stellen vielgenutzte Daten automatisiert auf dem schnellen Flash-Speicher bereit, während die Archivierung auf dem günstigen Festplattenspeicher erfolgt („Auto-Tiering“).

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