IT-Awards 2021 Die 3 beliebtesten Anbieter von Scale-Out Storage 2021

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Die Datenflut steigt immer höher – und mit ihr der Bedarf an leistungsfähigen Speicherarchitekturen. Klassische Systeme sind mit den Anforderungen heutiger Workloads oft überfordert. Horizontal skalierbares Scale-Out Storage schafft Abhilfe.

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Scale-Out-Speichersysteme wachsen mit den Datenmengen mit.
Scale-Out-Speichersysteme wachsen mit den Datenmengen mit.
(Bild: ©Siarhei - stock.adobe.com)

Das explosive Wachstum an strukturierten und unstrukturierten Daten bringt selbst etablierte Speichersysteme gehörig ins Schwitzen. Dabei geht es nicht nur um die reine Datenmenge, sondern auch um deren dezentrale Entstehung und die Speicherung „Edge to Core to Cloud“. Allein im vergangenen Jahr wurden den Marktforschern von IDC zufolge rund 59 Zettabyte an Daten erstellt und verteilt. Umso wichtiger ist es, dass moderne Speicherlösungen mit diesen Anforderungen wachsen können. Scale-Out Storage ist hierbei ein belastbarer Ansatz.

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Funktionsweise im Überblick

Scale-Out-Speichersysteme bestehen, vereinfacht ausgedrückt, aus einem Cluster einzelner Knoten („Nodes“), der sich bei Bedarf horizontal skalieren lässt. Dieser Aufbau ermöglicht vergleichsweise unkomplizierte Erweiterungen, indem einfach zusätzliche Nodes nahtlos in das System integriert werden. Sowohl Rechenleistung als auch Speicherplatz lassen sich auf diese Weise flexibel an veränderte Anforderungen anpassen. Da jeder neue Knoten Prozessoren, RAM, Controller und Netzwerk-Hardware mitbringen, nehmen Bandbreite und Performance des Gesamtclusters mit jeder Erweiterung zu. Diese nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit sorgt für einen zukunftssicheren Betrieb der Speichersysteme. Zudem können interessierte Unternehmen zunächst mit einer kostengünstigen Scale-Out-Minimalkonfiguration beginnen und diese bei Bedarf später weiter ausbauen.

Verwechslungsgefahr besteht mit dem Begriff „Scale-Up Storage“: Damit wird das gezielte Aufrüstung eines einzelnen Speichersystems oder einer Node bezeichnet. Dies gestattet in kleinerem Rahmen Anpassungen an veränderte Leistungsanforderungen. Sind die vorhandenen Aufrüstmöglichkeiten ausgereizt, wird allerdings eine Neuanschaffung nötig. Folglich werden eher überdimensionierte Systeme angeschafft, um nicht in kurzer Zeit wieder an die Leistungsgrenzen zu stoßen. Scale-Out Storage umgeht diese Problematik – ist mehr Leistung erforderlich, werden nicht einzelne Knoten aufgerüstet, sondern der Cluster wird einfach um zusätzliche Nodes ergänzt. Dies erfolgt nahtlos und ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs. Die vorhandenen Daten werden im Anschluss automatisiert reorganisiert und im Sinne einer möglichst gleichmäßigen Auslastung im Cluster verteilt.

Komfortable Verwaltung

Ein weiterer Vorteil ist die Aggregation aller Nodes zu einem logischen System. Dies gestattet Administratoren die Verwaltung des kompletten Scale-Out-Speichers über eine einzige zentrale Managementkonsole. In Verbindung mit dem hohem Automatisierungsgrad derartiger Speichersysteme bleibt der Wartungs- und Verwaltungsaufwand im Geschäftsalltag überschaubar, selbst bei wachsenden Clustern.

Scale-Out-Speicherlösungen bieten meist eine Reihe an Funktionen, die für Datensicherheit sorgen. Dazu zählt zum Beispiel die selbstständige Replikation gespeicherter Daten auf mehrere Knoten im Cluster. Treten Defekte oder Ausfälle auf, wird nicht sofort der komplette Geschäftsbetrieb lahmgelegt. Weitere Features wie rollenbasierte Zugriffskontrolle, isolierte Speicherpools und Snapshots sind ebenfalls gängig.

Vielfältiges Lösungsangebot

Der Markt für Scale-Out Storage ist breitgefächert. Er umfasst unterschiedlichste Lösungen für verschiedene Anforderungen. Es finden sich proprietäre Systeme ebenso wie herstellerunabhängige Architekturen auf Basis von Standard-Hardware und Open-Source-Software. All-Flash-Systeme decken besonders hohe Leistungsanforderungen ab, während flexible Hybridkonzepte als Allrounder zum Einsatz kommen.

Die Zukunftsaussichten für Scale-Out Storage sind vielsprechend. Die schnell wachsende Menge an unstrukturierten Daten und deren leistungshungrige Analyse sowie die Etablierung moderner Verfahren wie das Internet der Dinge, KI oder Machine Learning halten den Bedarf an performanten und skalierbaren Speichersystemen hoch. Gefragt sind zudem Hybrid- und Multi-Cloud-Fähigkeiten, um auch in Zukunft größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Gleiches gilt für modernes Datenmanagement und entsprechende metadatenbasierte Tools.

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