European Disaster Recovery Survey

Die Angst vor dem Disaster ist nicht besonders ausgeprägt

| Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Nico Litzel

Laut der Studie von Vanson Bourne entsteht Datenverlust in erster Linie durch Hardware-Fehler.
Laut der Studie von Vanson Bourne entsteht Datenverlust in erster Linie durch Hardware-Fehler. (Bild: EMC)

Muss man sich Sorgen machen, wenn im Rechenzentrum alles rund läuft? Auf jeden Fall, behaupten die professionellen Schwarzseher, die die Aufgabe haben, dass das Rechenzentrum nicht zum Stillstand kommt.

Studien über das Verhalten von Unternehmen beim unternehmenskritischen Thema Disaster Recovery (DR) sind rar. Der Umfrageaufwand ist hoch und noch höher, wenn mehrere Länder in die Studie einbezogen sind. So stammt die letzte größere Studie mit dem Titel „European Disaster Recovery Survey“ aus dem Jahre 2011 von Vanson Bourne, die IT-Ausfälle und Abwehrmaßnahmen in den Ländern Spanien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Russland und den Beneluxstaaten untersucht hat.

Rückkehr aus dem Stillstand

Ein Disaster ist eine unerwartete Unterbrechung des gesamten IT-Betriebs. Selbst wenn nichts zerstört würde, ist die Herausforderung deutlich zu erkennen, die das Management eines Disaster Recovery nach sich zieht, wenn die Anforderung lautet, dass das Rechenzentrum innerhalb weniger Stunden wieder betriebsbereit sein muss.

DR ist kein Komponententausch

Manchen Experten behagt die negative Sichtweise des Disaster Recovery nicht, da hier nicht ein planbarer Wartungseingriff vorliegt, sondern vielmehr auf einen unkalkulierbaren Notstand reagiert werden muss. Sie wollen das Reagieren auf einen Notstand umdrehen in die Bereitstellung eines „gehärteten“ Rechenzentrums, das jederzeit die Business Continuity sicherstellt, also den ununterbrechbaren Betrieb.

Entscheidet sich der IT-Leiter dafür, auf Katastrophen vorbereitet zu sein, da die Finanzlage kein zweites gespiegeltes Rechenzentrum in sicherer Entfernung zulässt, dann stellen sich schnell viele Fragen wie zum Beispiel: Wer bestimmt, dass ein Disaster, eine Katastrophe vorliegt? In welchem Zeitraum soll das Rechenzentrum wieder operationsfähig sein? Reicht es aus, wenn die ERP-Kernprozesse arbeiten oder brauchen wir auch E-Mail, Excel und Word?

Es muss einen Stellvertreter für das DR-Management geben und nicht zuletzt müssen Pläne vorhanden sein, in denen beschrieben ist, wie im Notstand vorgegangen werden muss. Vor allem die Dokumentation verursacht viele Probleme, da das beständige Nacharbeiten der Dokumentation durch geänderte Hardware und Geschäftsprozesse einen guten Informationsfluss im Unternehmen benötigt. Und nicht zuletzt ist der Ernstfall zu üben, sodass die erarbeitete Vorgehensweise im DR-Fall nicht nur reine Theorie bleibt.

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