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Die Plattform-Software für die Cloud, Teil 1 Die Architektur von VMware vSphere

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Rainer Graefen

vSphere ist der Sammelbegriff für die Virtualisierungsplattform von VMware. Drei wichtige Funktionsbereiche sind die Infrastruktur- und die Applikations-Dienste sowie die Management-Schicht vCenter. Ein Überblick über die wichtigen Funktionen.

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VMware hat seine Virtualisierungslösung zu einer umfassenden Plattform ausgebaut.
VMware hat seine Virtualisierungslösung zu einer umfassenden Plattform ausgebaut.
( Archiv: Vogel Business Media )

Unter vSphere fasst VMware seine Produkte zur Servervirtualisierung zusammen. Dazu gehören alle jene Tools und Hilfen, die für den Einsatz der Virtualisierung notwendig sind. Dies schließt unter anderem die beiden Server ESX und ESXi sowie das Verwaltungstool vCenter ein.

Das Ziel von vSphere liegt in der Schaffung einer Infrastruktur für die Virtualisierung der gesamten IT und deren Geschäftsanwendungen. vSphere bzw. der ESX-Server hat die größte Verbreitung von allen Virtualisierungsplattformen.

Entsprechend umfangreich sind der Funktionsumfang und die Möglichkeiten von vSphere. Für vSphere besteht das größte Angebot an Zusatztools zur Verwaltung. Diese kommen vor allem dann zum Tragen, wenn es um die fortgeschritteneren Funktionen im Zusammenhang mit der Virtualisierung geht.

Dazu zählen alle die Aspekte der Fehlertoleranz, des Disaster Recovery, die Backup-Möglichkeiten, das Monitoring, Reporting und ähnliche Dinge.

Die Virtualisierungsplattform von VMware

VMware unterscheidet bei vSphere nach den Infrastruktur-Services und Anwendungs-Services. Zu den Infrastruktur-Services gehören all jene Komponenten zur Virtualisierung der Rechenleistung, des Speichers und der Netzwerk-Anbindung.

In der Terminologie von vSphere spricht VMware unter anderem von den Elementen vCompute, vStorage und vNetwork. vCompute liefert die Rechenleistung. Dies erfolgt durch die beiden Serversysteme ESX und ESXi.

Diese beiden Virtualisierungsplattformen abstrahieren die Hardwareressourcen von Servern und ermöglichen eine gemeinsame Nutzung der Rechner-Ressourcen für mehrere virtuelle Maschinen.

Durch diese Server lassen sich physische Systeme konsolidieren und in weniger Rechner mit virtuellen Maschinen zusammenfassen. Eingeschlossen sind ferner das Speichermanagement und die Administrationsfunktionen des ESX und ESXi.

Die Verwaltung des ESX-Server und vSphere

Die Verwaltung einer vSphere-Umgebung erfolgt entweder durch den Virtual InfrastructureClient oder das vCenter. Der Virtual Infrastructure Client ist kostenfrei, der vCenter Server ist es nicht.

Wenn nur wenige ESX-Server im Einsatz sind, so mag die Verwaltung durch den Virtual Infrastructure Client ausreichend sein. Das vCenter und der größere Rahmen von vSphere hingegen umfassen weitaus mehr an Verwaltungsmöglichkeiten. Bei größeren Installationen kommt man um das vCenter nicht umhin.

Mit dem vCenter werden die Ressourcen der Infrastruktur-Services in Pools zusammengefasst. Aus diesen Pools werden die Anwendungen nach Bedarf und der geschäftlicher Priorität bedient. In den Anwendungs-Services bündelt VMware die erweiterten Hilfen und Funktionen um das Rechenzentrum im Stil einer Cloud zu betreiben.

Zum Umfang der Anwendungs-Services gehören Funktionen für die Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit, die Sicherheitssysteme von vSphere und die Möglichkeiten, das gesamte System nach den Anforderungen skalieren zu können.

weiter mit: Die Zusatzfunktionen von vSphere

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