Interview mit Dirk Walde, Hitachi Data Systems

Die Archivierung auf Festplatte rechnet sich

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Juristen in Deutschland debattieren gerade darüber, ob die Archivierung revisionssicher oder rechtssicher erfolgen muss. Wie weit betrifft das die Hersteller von CAS-Systemen?

Walde: Diese Diskussion betrifft die Anbieter von CAS-Systemen nicht wirklich. Die Sicherstellung der Datenintegrität sowie die Unveränderbarkeit und Nicht-Löschbarkeit wird integraler Bestandteil sowohl der revisions- als auch der rechtssicheren Lagerung bleiben.

Worin besteht für Sie der Unterschied eines Disk-Backups und einer Disk-Archivierung?

Walde: Backup wird häufig mit Archivierung verwechselt, es besteht jedoch ein gravierender Unterschied: Backups werden in der „Hoffnung“ erstellt, dass man nicht auf diese Daten zurückgreifen muss. Bei der Archivierung handelt es sich hingegen um Dokumente, auf die mit Sicherheit wieder zugegriffen werden muss – die Ablage im Archiv erfolgt aufgrund von unternehmensinternen Richtlinien beziehungsweise externen gesetzlichen Anforderungen. So schreibt der Gesetzgeber für viele Daten einen Zeitraum zur Archivierung von zehn bis hin zu 30 Jahren vor.

Aktive Archivierung hat viel mit Wiederfinden zu tun. Was müssen Anwenderfirmen beachten, wenn sie ein CAS-System mit Suchmaschine installieren, damit auch die Daten auf den vorhandenen Systemen mit einbezogen werden?

Walde: In der Tat ist die Wiederauffindbarkeit eine kritische Komponente. Wenn etwa eine Behörde rasche Auskunft verlangt, kommt es auf schnellen Zugriff und schnelle Auffindbarkeit an; das gilt auch im Klinikumfeld bei Patientendaten. Hitachi Data Systems bietet für HCAP optional die Lieferung Hardware-basierter Suchknoten an. Diese sorgen per einmaligen Suchlauf über die Altdaten dafür, dass diese ebenso wie die neu zu schreibenden Daten gefunden werden. HCAP nutzt dafür eine Volltextindexsuche sowohl über Binär- als auch über die Metadaten. Darüber hinaus ist ein Disk-basiertes System naturgemäß schneller als andere Archivierungslösungen.

Welchen Trend beobachten Sie bei den Kunden, hin zur E-Mail-Archivierung oder gleich zum Unternehmensarchiv?

Walde: Wir sehen einen klaren Trend: E-Mail-Archivierung ist ungebrochen ein treibender Faktor. Kleine und kleine mittlere Unternehmen beginnen in der Regel mit der Archivierung von E-Mails. Mit HCAP verfügen diese jedoch über ein zukunftssicheres Archiv, sie können sich also sicher sein, dass sie mit dieser Lösung eine Plattform für „ein Archiv für alles“ haben. Große KMU sowie Konzerne setzen in der Regel auf eine umfassende Enterprise-Content-Management-Lösung in Verbindung mit einem Unternehmensarchiv.

(ID:2021393)