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Mit Sub-Volumes zum automatischen Storage Tiering Die Beschleunigung von Speicherzugriffen hilft beim Kostensenken

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Rainer Graefen

Storage Tiering ist überflüssig, propagiert NetApp. Data Tiering unverzichtbar, behauptet die Gegenseite. Storage-Insider sprach mit Craig Nunes von 3Par über eine dritte Alternative - Sub-Volumes.

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Craig Nunes, Vice President of Marketing bei 3PAR
Craig Nunes, Vice President of Marketing bei 3PAR
( Archiv: Vogel Business Media )

Storage-Insider.de: Sie haben kürzlich ein Produkt vorgestellt, das eigentlich aus unabhängigen Dingen besteht, aber auch als Paket zu haben ist.

Nunes: Ja, zum einen die Software für das Kaskadieren innerhalb eines Volumes, das wir Storage Tiering auf Sub-Volume-Ebene nennen. Und generell die Unterstützung für die neue Generation von Solid State Disks –SSDs. Die beiden Produkte bauen aber aufeinander auf, so dass es sinnvoll ist, sie zu bündeln.

Was ist das Besondere daran?

Nunes: Nun, die Funktion ist jetzt erstmals für Highend-Arrays - unsere Speichersysteme der F- und T-Class - verfügbar. Für unsere Kunden ergeben sich eine Reihe neuer Möglichkeiten.

Und zwar?

Nunes: Wenn Leute über SSDs, Solid State Disks, nachdenken, dann fallen ihnen zuerst die hohen Kosten je GByte ein - und die sind ja wirklich hoch. Unser Ansatz, die teuren SSDs mit kostengünstigen SATA-Drives zu kombinieren, senkt die Speicherkosten um etwa 30 Prozent.

Sie wollen mit Solid State Disks die Kosten senken?

Nunes: Das ist ein neuer Ansatz.

Sie wollen tatsächlich behaupten, dass der Einsatz von SSDs die Datenspeicherung billiger macht?

Nunes: Wir sagen, Sie können einen kleinen Teil Ihrer Anwendung, der sehr aktiv ist, auf einer SSD laufen lassen. Den übrigen Rest der Anwendung, der inaktiv ist, lagern Sie auf SATA-Drives.

Wer entscheidet das?

Nunes: Kein Administrator kann das schaffen. Das System erledigt das.

Wie funktioniert das?

Nunes: Stellen Sie sich ein Volume vor, das auf SATA-, FC- und SSD-Laufwerken liegt. Alle drei Typen werden kombiniert. Dazu unterteilen wir das Volume in kleinere Einheiten, die wir Regions nennen.

Wie groß sind diese Regions?

Nunes: Ein Volume von 500 GByte beispielsweise hat 4000 Regions. Das System überwacht jede Region in jedem Volume. Wir sprechen von Millionen von Regionen in einem Array. Und die Bereiche, die inaktiv sind, werden auf SATA-Laufwerke verlagert, die aktiven auf schneller Speicher.

Kostet die permanente Verschiebung der Daten nicht eine Menge Zeit und verlangsamt das System?

Nunes: Nein, das geht sehr schnell. Wir verschieben ja nur einige Megabyte und keine ganzen Volumes. Sonst, da haben Sie recht, würde das System langsam werden und auch zu viele Daten auf den teuren SSDs landen. Das wollen wir ja gerade vermeiden.

Dann findet also eine permanente Datenverlagerung im System statt.

Nunes: Das kann der Administrator entscheiden. Das System erledigt das automatisch, wenn das gewünscht wird. Man kann aber auch manuell eingreifen und etwa Zeitvorgaben einstellen.

Wie beeinflusst die Datenmigration das System?

Nunes: Die Verlagerung erfolgt im Hintergrund, beeinflusst das Produktivsystem also überhaupt nicht. Meist wollen die Administratoren die Technik erst einmal ausprobieren.

Deshalb haben wir es einfach gemacht, die Migration zu terminieren, etwa auf Backup-Zeiten oder auf das Wochenende. Oder sie verlagern nur wenige Megabytes und testen das erst einmal.

weiter mit: Mit Monitoring die hyperaktiven Festplattenblöcke identifizieren

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