Fujitsu setzt auf Made in Germany

Die CD10000 bietet durch Ceph und OpenStack ausfallsicheren Speicher

| Autor / Redakteur: Jakob Jung / Rainer Graefen

Nach den Vorträgen gab es Fachgespräche in entspannter Atmosphäre.
Nach den Vorträgen gab es Fachgespräche in entspannter Atmosphäre. (Fujitsu)

Auf den Fujitsu Storage Days informierten sich über 1.000 Teilnehmer über die neuen Storage Angebote und Strategien.

Es ist die zweitgrößte Fujitsu-Veranstaltungsreihe nach dem Forum und dokumentiert das hohe Interesse an Storage. Die Fujitsu Storage Days im Januar und Februar in sechs Städten besuchten 1000 Teilnehmer.

„Treffen Sie die Weltmeister aus Deutschland“ war das Motto der Veranstaltungsreihe. Fujitsu ist auf das Made in Germany als Qualitätssiegel sehr stolz und es gibt viele Innovationen aus der Forschung im Werk Augsburg.

Stefan Roth, Head of Storage Central Europa Fujitsu, sieht die Welt im Wandel mit neuen Trends und Technologien. Die Trends Big Data, Cloud, Mobility und Social media (letzteres in Deutschland weniger) verändern unser Leben.

Archive in die Cloud

Die Storage Trends mit der 3. Plattform müssen dem Datenwachstum gerecht werden und zeigen, dass es am Business orientiert Hochverfügbarkeit und Sicherheit sichergestellt werden kann. Erstaunlicherweise ist Archivierung ein heißes Thema, was an vielen Projekten zu sehen ist. Die Realisierung ist allerdings anders als früher, da viele Anwender ihr Backup und ihre Archivdaten gerne in die hybrid Cloud auslagern wollen.

Fujitsu bietet Open Stack und Ceph Scale Out Storage sowie Flash in allen Variationen, ob hybrid oder all-Flash. Die die meisten Kunden wollen hybrid Flash, das universell skalierbar ist. Flash-enabled heißt Konvergenz mit integrierten Systemen und ist sehr leicht einsetzbar.

Fujitsu setzt auf die zwei Säulen Data Protection und Data Management und operiert gemeinsam mit strategischen Partnern wie Commvault, Symantec, Falconstor, NetApp, Quantum und Oracle. Eternus steht für dabei für Einfachheit, 3D Skalierbarkeit und Verfügbarkeit sowie Robustheit.

Aufbruch zu neuen Architekturen

Die strategische Partnerschaft mit NetApp hat für Fujitsu eine besondere Bedeutung. Durch die ähnliche DNA der beiden Firmen hat man inzwischen ein komplementäres Portfolio, die zu starken Lösungen für die akuten Problem der Kunden entwickelt wurden. Gemeinsam setzen beide auf Clustered Data ONTAP, das bis 24 Knoten skaliert, Hochverfügbarkeit bietet und jetzt auch die Metro Cluster Funktionalität, die für deutsche Kunden sehr wichtig ist.

Als neues Produkt eingeführt wird die Eternus CD 10000 mit neuer Architektur, das durch Cluster keine System Downtime kennt und das auch keinen Management Layer benötigt. „Die PByte-Grenze zwingt uns neue Storage-Systeme und Architekturen einzuführen. RAID reicht nicht mehr, wegen hoher Rebuild Dauer und erhöhten Risiken sowie Hochverfügbarkeit, die nur mit hohen Kosten realisiert werden kann.

Wir brauchen neue Architekturen ohne Downtime, unbegrenzt skalierbar mit offener Standardisierung und selbstheilend“ erklärt Roth.

Die Eternus CD 10000 bringt Hyper Scale Storage bis 224 Knoten und 50 PByte. Der Einstieg ist mit 4 Knoten möglich. Das System basiert auf x86 Servern. Die CD 10000 macht laut Roth Open Stack erst möglich und Enterprise-fähig. „Wir nutzen Ceph Storage Software und Open Stack.“

OpenStack und Ceph

Die CD 10000 ist für den Einsatz in der Cloud, Hochverfügbarkeit, unstrukturierten Daten, Automatisierung und Hybrid Flash sowie Software-definierte Storage vorbereitet. Markus Langenberg, Senior Product Manager Storage, stellte heraus, dass die Eternus DX Business centric Storage bieten.

Die Anforderungen an Storage sind unterschiedlich. Storage müssen unterschiedliche Workloads verarbeiten können und das kostenbewusst. Es braucht neue Architekturen um Quality of Service automatisiert zu gewährleiten. „Wir können mehr als 90 Prozent Systemauslastung ohne Einbußen gewährleisten.“

Die Eternus Systeme mit ihrem Family Concept erfordern wenig Administrationsaufwand, geringe Administrationskosten und es ist nur wenig Training nötig, weil es ein einheitliches GUI gibt. Es gibt jetzt eine neue Architektur, das vollständig mit 64-Bit arbeitet und Block- und File-Storage in einem System bietet.

Traditionelles Raid stößt an die Grenze

Neu ist die Eternus DX 60 S3 als Einstiegsmodell mit höchstens 24 HDDs, 6 GByte SAS backend. Der Cache bietet nur 4 GB und nur ein Protokoll. Es bietet aber Enterprise Funktionalität mit

Thin Provisioning free und 1024 Snapshots free.

Langenberg führte das transparente Failover als Lösung für die angespannte Situation im Festplattenbereich ein: „Festplatten bis 6 TByte haben Risiken. Es kann Wochen dauern, um ein konsistentes Restore wiederherzustellen.

Die Wahrscheinlichkeit kritischer Raid-Situationen nimmt zu.“ Fujitsu bietet transparentes Failover und Fast Recovery für immer hochkapazitivere Festplatten. „Große HDDs sind für mehrere Kopier-Streams schlecht geeignet. Durch Fast Recovery kan Fujitsu jedoch eine Raid-Gruppe fünf- bis sechsmal schneller wieder herstellen als traditionelle Systeme.“

Die Storage Cluster Option ermöglicht die synchrone Spiegelung zwischen primären und sekundären System. Das funktioniert in beide Richtungen. Wir haben dadurch ein transparentes Szenario für Server und Anwendungen. Alle Arten von Systemausfällen werden abgesichert und das völlig unterbrechungsfrei.

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