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Umfrage: Zehn Antworten von F5 zu Cloud Storage Die Cloud für das Storage-Tiering öffnen

Redakteur: Rainer Graefen

Storage-Insider.de sprach mir Dr. Shahriar Daneshjoo, Manager Data Solutions bei F5, über Cloud Gateways und Cloud-Speicherklassen.

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Dr. Shahriar Daneshjoo, Manager Data Solutions bei F5
Dr. Shahriar Daneshjoo, Manager Data Solutions bei F5
( Archiv: Vogel Business Media )

Weitere Umfrage-Ergebnisse finden Sie hier: Umfrage 2010 zu Cloud Storage

1. In der IT-Welt wird aktuell viel über die Cloud (-Storage) geredet. Was bedeutet eigentlich Cloud? Warum reden wir an dieser Stelle nicht mehr übers Internet?

Daneshjoo: Da hier Hardware-Ressourcen durch bedarfsorientierte Services ersetzt werden. Hardware-Ressourcen werden dabei geteilt zwischen vielen einzelnen Anwendern bzw. Anwendungen.

Ein Service, d.h. das Zusammenspiel von Infrastruktur und Anwendungen kann in einem Cloud sehr schnell zur Verfügung gestellt werden, im Gegensatz zu konventioneller Einrichtung von IT-Ressourcen, die sehr aufwändig sein kann. Das Internet selbst ist nur die Verbindung zwischen Clouds und deren Anwendern. Es ist nur ein Teil des ganzen Puzzels.

2. Die Storage-Industrie macht einen Unterschied zwischen private Cloud und public Cloud. Warum ist der Zwischenschritt der „privaten Wolke“ notwendig?

Daneshjoo: Private Cloud ist eine zentrale Lösung, die vom Kunden für unternehmenseigene Services eingesetzt wird. Public Cloud dagegen ist für jedermann zugänglich und befindet sich in den Räumen des Dienstleisters und nicht des Kunden. Ein Zwischenschritt ist nicht zwingend erforderlich, sondern nur eine Methode.

3. In welcher Cloud-Sphäre ist ihr Unternehmen mit welchen Angeboten aktiv?

Daneshjoo: ARX z.B. wird die zukünftigen Cloud Gateways unterstützen und Clouds für den Tiering-Zweck effektiver nutzen, unabhängig von der Sphäre.

4. Welchen Fragen werden Ihnen von ihren Kunden zur Cloud-Angeboten gestellt?

Daneshjoo:

  • Wann unterstützen Sie welche Cloud Gateways im Umfeld von File Services?
  • Wie gewährleisten Sie die Beibehaltung der Sicherheitsrichtlinien der File Services in einem Cloud, z.B.: Dateizugriffsrechte etc.?

5. Daten in der Cloud abzulegen wird heute schon vielerorts praktiziert. Gilt das auch für den Zugriff auf Daten und Datenbanken?

Daneshjoo: Bei datenbankbasierenden Applikationen mit einem Web-Interface ist es durchaus möglich, Services aus der Cloud zu beziehen, z.B. Salesforce.com

6. Cloud-Storage soll die Kosten der IT reduzieren. Verfügen Sie über Kostenkalkulationen und mit wie viel Prozent kann man rechnen?

Daneshjoo:

  • Storage as a service (STaaS) verspricht zwar Einsparungen, es gibt aber noch kaum Erfahrung damit. In Deutschland liegt die Akzeptanz momentan unter 3 Prozent. Die ersten Projekte werden erst jetzt ausgerollt. Meine Empfehlung: Wait and See
  • Des Weiteren wird Cloud hauptsächlich für Agilität und Flexibilität eingesetzt und nicht nur für Kostenreduktion. Hier trägt eine Cloud zur Produktivitätssteigerung bei.

7. Könnten die Kosten für den Transportweg und eventuell auch die Anforderung an die Quality of Services der Verbindung dieser Aussage nicht einen Strich durch die Rechnung machen?

Daneshjoo: Die Kosten für IP-Strecken fallen von Jahr zu Jahr. Heute existiert noch ein Delta zwischen Verbindungskosten und Cloud-Einsparung. Dieses Delta (Gap) wird aber stets kleiner. Es wird vorausgesagt, dass in den nächsten Jahren ein Optimum bei Kosten vs. Nutzen erreicht werden kann.

8. Der sichere Zugriff auf die eigenen Daten in der Cloud scheint lösbar zu sein. Gilt dies auch, wenn der Service von mehreren Plattform-Betreibern geliefert wird?

Daneshjoo: Der gleiche Service von diversen Betreibern? Das macht keinen Sinn!

9. Daten löschen fällt bekanntlich jedermann sehr schwer. Sehen Sie das als zukünftig größeres Problem virtuelle Maschinen zu löschen?

Daneshjoo: Nein. Auch virtuelle Maschinen sind löschbar. Ob es einem schwer fällt, ist Erziehungssache.

10. Bei VMware arbeitet man an einem Services-Katalog. Werden demnächst auch Privatanwender aus solchen Katalogen Services und Preise vergleichen können?

Daneshjoo: Es gibt schon die ersten Ansätze für die Privatanwender, wie z.B. Services von Google. Einmal anmelden und über den Browser auf Emails, Büroanwendungen, Kalender, Groupware, Nachrichtendienste, VoIP etc. zugreifen.

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