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Umfrage: Acht Antworten von Tandberg zu Speichersteme für den Mittelstand Die Cloud hat gegen Disk und Tape keine Chance

Redakteur: Rainer Graefen

Storage-Insider.de sprach mit Hugo Bergmann, Presales Manager CEE bei Tandberg Data, über Kosten sparende Einstiegs-Speicherlösungen.

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Hugo Bergmann, Presales Manager CEE bei Tandberg Data
Hugo Bergmann, Presales Manager CEE bei Tandberg Data
( Archiv: Vogel Business Media )

Weitere Umfrage-Ergebnisse finden Sie hier: Hersteller-Umfrage 2011 zu Speichersysteme für den Mittelstand

1. Mit welchem Midrange-System aus Ihrem Portfolio machen Sie den größten Umsatz?

Bergmann: Automatisierte Lösungen, wie die modulare Storage-Library T24 sind bei Anwendern aus dem Midrange-Bereich beliebt.

2. Auf welche Funktionen legen die Anwender bei einer Anschaffung besonderen Wert?

Bergmann: Für mittelständische Unternehmen müssen Speicherlösung in erster Linie

  • preislich attraktiv,
  • einfach zu bedienen und
  • skalierbar sein.

3. Auf welche Speicherfunktionen sollten Anwender bei ihrem Speichersystemen achten, wenn sie viele virtuelle Maschinen betreiben wollen?

Bergmann: Wichtig ist ein zentraler Datenspeicher, um Failover-Szenarien für virtuelle Umgebungen abzubilden. Gleichzeitig müssen Anwender ein ausgeklügeltes Backupkonzept für die Absicherung der virtuellen Systeme und des zentralen Datenspeichers erarbeiten und umsetzen.

4. Warum muss das Management von Speichersystemen einfacher werden?

Bergmann: Gerade in mittelständischen Unternehmen ist häufig wenig geschultes IT-Personal vorhanden, das ausschließlich für das Datenmanagement zuständig ist. Gleichzeitig wächst aber die Komplexität der Daten. Daher sind einfache und automatisierte Speicherlösungen im Mittelstand besonders gefragt.

5. Nennen und bewerten Sie die Gründe warum das Speichern von Daten immer billiger wird. (Alternativ die Frage 6 beantworten)

6. Nennen und bewerten Sie die Gründe warum das Speichern von Daten immer teurer wird.

Bergmann: Die Kosten für Hardware sinken zusehends, gleichzeitig wachsen aber die Datenmengen kontinuierlich. Mit dem steigenden Bedarf nach mehr Kapazität und höherer Leistung erhöhen sich auch die Kosten für die Datensicherung.

Setzt man bei der Datensicherung dann noch auf ein Disk-basiertes Konzept, muss man neben den Hardwarekosten auch den Kostenfaktor Energie berücksichtigen. Günstigere Lösungen sind hier Tapes, die mit Kosten von weniger als 4 Cent pro Gigabyte die energiesparendste Backup- und Archivierungslösung darstellen.

Während Disks permanent rotieren und Kühlung benötigen, verbrauchen Tape-Systeme nur während des eigentlichen Schreib- und Lesevorgangs Energie.

7. Ist Unified Storage der Weg zu einem einfacheren Management oder doch besser ein zentraler Speicherpool mit NAS-Gateways?

Bergmann: Wir empfehlen den Einsatz eines zentralen Datenspeichers.

8. Wenn sich das Management und Speichern in der Cloud durchsetzen würde, brauchen wir dann noch Speicher für den Mittelstand?

Bergmann: Die Cloud ist im Mittelstand noch nicht angekommen und wird sich unserer Meinung nach in diesem Bereich auch nicht durchsetzen. Zwar wächst die zu sichernde Menge an Daten und die Cloud bietet einen guten Ansatz zur Auslagerung und Management der Unternehmensdaten.

Dennoch scheuen viele Unternehmen nach wie vor davor zurück, ihre sensiblen Daten in „fremde Hände“ zu geben und sich dadurch in Abhängigkeiten von Providern zu bringen. Der Bedarf nach einfach zu handhabenden Speicherlösungen für mittelständische Unternehmen ist also nach wie vor gegeben.

9. Haben Sie schon Kunden, die produktive Daten, Datensicherung oder Archivierung von Daten in der Cloud praktizieren?

Bergmann: Nein, nicht spürbar.

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