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Der aktuelle Trend auf dem Arbeitsmarkt Die Digitalisierung erschafft neue Berufe

Autor: Elke Witmer-Goßner

Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Arbeitsweise. Viele Arbeitnehmer haben Angst, diesen Veränderungen nicht mehr gewachsen zu sein, oder fürchten sogar um ihren Arbeitsplatz.

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Die Digitalisierung bringt nicht nur der Generation Z neue Berufsfelder.
Die Digitalisierung bringt nicht nur der Generation Z neue Berufsfelder.
(Bild: © Pathfinder - stock.adobe.com)

„Veränderungen machen Angst. Das war schon immer so, wird auch so bleiben und gilt für die Deutschen ganz besonders. Entsprechend fürchten sich viele Arbeitnehmer hierzulande vor den Folgen der Digitalisierung, was die Entwicklung des einzelnen Angestellten ebenso hemmt wie die seines Arbeitgebers“, sagt Christian Umbs, Managing Director beim Personaldienstleister Robert Half.

Folgende Jobprofile bzw. Spezialisierungen entstehen durch den technischen Fortschritt neu bzw. werden hierdurch 2019 insbesondere gefragt sein (Top 3).
Folgende Jobprofile bzw. Spezialisierungen entstehen durch den technischen Fortschritt neu bzw. werden hierdurch 2019 insbesondere gefragt sein (Top 3).
(Bild: Robert Half)

In einer aktuellen Arbeitsmarktstudie seines Unternehmens zeigen sich die Auswirkungen der Digitalisierung in zweierlei Hinsicht: Zum einen erwarten 49 Prozent der befragten Personalverantwortlichen für 2019 Veränderungen in der Arbeitsweise, da mobiles Arbeiten für ein immer höheres Maß an Flexibilität sorgt. Zum anderen – und das ist das eigentlich positive Ergebnis der Umfrage – steigt aber die Nachfrage nach neuen Berufsprofilen merklich an. Daher, so Umbs, müssten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Angst vor der Digitalisierung nehmen und deutlich aufzeigen, welche neuen Jobs und Profile entstehen – generell und ganz besonders in der eigenen Firma.

Neue Jobs im IT-, Finanz- und kaufmännischen Bereich

Die Arbeitsmarktstudie von Robert Half zeigt, dass durch den technischen Fortschritt nicht nur in der IT-Branche, sondern genauso im Finanz- und kaufmännischen Bereich neue Profile entstehen oder bestehende Spezialisierungen stärker nachgefragt werden. Während in der IT zum Beispiel die neue Position des Chief IoT Officer an Bedeutung gewinnt, sehen Personalverantwortliche neue Aufgabenbereiche im kaufmännischen Bereich wie die des E-Learning- beziehungsweise Digital-Learning-Managers. Die befragten CFOs sind der Meinung, dass im Finanzwesen die Nachfrage nach Experten wie Steuerexperten und Risikomanagern steigen wird. Das passt zu der Erkenntnis, dass knapp die Hälfte (49 %) aller Befragten die verstärkte Spezialisierung von Jobs für einen Top-Trend auf dem Arbeitsmarkt 2019 hält.

Trotz der eher positiven Wirkung der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt trübt der aktuelle Fachkräftemangel die Aussichten. Umbs rät daher, dass Firmen, die ihr Personal halten wollen, den Mitarbeitern ihre Karriereperspektiven im Kontext der Digitalisierung verdeutlichen müssen.

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Über den Autor

 Elke Witmer-Goßner

Elke Witmer-Goßner

Redakteurin, CloudComputing-Insider.de