Investitionen in Speicher- und Cloud-Technologien Die drei Prioritäten für eine sinnvolle Datenstrategie

Autor / Redakteur: Sascha Hempe* / Dr. Jürgen Ehneß

Um Daten erfolgreich zu verwalten, zu migrieren und abzusichern, muss die Datenstrategie eines Unternehmens auf einem starken Fundament aufbauen.

Für ein erfolgreiches Daten- und Speichermanagement wird eine passende Datenstrategie benötigt.
Für ein erfolgreiches Daten- und Speichermanagement wird eine passende Datenstrategie benötigt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die wachsende Datenmenge stellt Unternehmen in Sachen Datenmanagement vor immer größere Probleme. Eine der fundamentalen Herausforderungen ist die Erstellung einer möglichst flexiblen Storage-Strategie. Flexibilität ist für die teure Speicherinfrastruktur besonders wichtig, weil der Status quo in der sich ständig verändernden Welt der Unternehmens-IT in kurzer Zeit schon nicht mehr gelten kann. Es gilt also, durch flexible Lösungen vorzubeugen. Und bevor man sich an einen bestimmten Anbieter oder eine Lösung bindet, sollte man im Hinterkopf haben, dass sich jede neue Lösung früher oder später an neue Herausforderungen anpassen lassen muss.

Flexibilität ist damit bei jeder anstehenden Investition in den Bereichen Datenmanagement, -migration und -sicherheit entscheidend. Um die Flexibilität ihrer Speicherinfrastruktur im Ganzen zu erhöhen, suchen viele Unternehmen ihr Heil in der Cloud.

Hybrid-Cloud-Ansätze bieten flexible Speicheroptionen

Als Teil einer hybriden Speicherinfrastruktur setzen viele Organisationen auf eine Mischung aus lokalem Speicher und Public-Cloud-Angeboten. Dies soll im Idealfall Kosten sparen und die Flexibilität erhöhen, da sich Cloud-Speicher im Prinzip unendlich skalieren lässt. Einige der größten Wachstumstreiber für Daten sind vor allem unstrukturierte Daten. Da trifft es sich gut, dass Public-Cloud-Anbieter seit einiger Zeit zusätzlich zu ihren klassischen Lösungen für Objektspeicher auch Angebote für File-Storage im Portfolio haben. So kann man in der Cloud sowohl Objekt- als auch File-Daten speichern.

Datenmigrationen erfordern detaillierte Projektplanung

Unternehmen, die sich für die Möglichkeit interessieren, ihre Daten bei einem Cloud-Anbieter zu speichern, müssen sich natürlich Gedanken machen, wie sie ihre Daten in die Cloud migrieren wollen. Wie schwierig oder einfach dies ist, hängt zunehmend davon ab, ob es denn eine Technologiepartnerschaft zwischen Speicherhersteller und gewählter Public Cloud gibt. Unternehmen, die erfolgreich in die Cloud migrieren wollen, um entweder eine Private- oder Hybrid-Cloud-Strategie umzusetzen, sind somit zum Teil davon abhängig, ob die von ihnen gewählten Anbieter technologisch zu einem weiten Grad kompatibel sind.

Doch ganz gleich, inwieweit Storage- und Cloud-Anbieter miteinander können, erfordern Datenmigrationen zwischen verschiedenen Plattformen und Service-Providern eine effektive Planung – und viel Erfahrung. Organisationen, die vor einem größeren Migrationsprojekt stehen, sollten sich bei der Projektplanung auf diese drei Prioritäten konzentrieren.

1. Die Datenanalyse – das Datenprofil ist die Basis für richtige Wahl der Technologien

Aus technologischer Sicht ist die Verwaltung von Daten selten eine Standardlösung. Ein Teil der Herausforderung besteht darin, dass es eine überwältigende Anzahl von Optionen zum Speichern oder Sichern von Daten gibt. Dies kann zu einem komplexen Entscheidungsprozess führen und erhöht das Risiko von Investitionen in weniger flexible Lösungen. Denn auf den ersten Blick kann eine Lösung beispielsweise bestimmte Anforderungen gut abdecken, verursacht später dann aber Integrationsprobleme.

Bei der Auswahl geht es nicht nur darum, die Spezifikationen und Preise verschiedener Lösungen zu vergleichen. Idealerweise sollten Unternehmen damit beginnen, ihr Quellsystem und ihre Daten zu analysieren, um ein detailliertes Datenprofil zu erstellen. Darauf aufbauend, kann man dann fundierte Entscheidungen für das Datenmanagement treffen. Für Unternehmen mit Petabytes an Daten kann es zum Beispiel anfangs schwierig sein, zu erkennen, welche Datensätze als geschäftskritisch eingestuft werden.

Geschäftskritische Daten können je nach Branche vollkommen unterschiedlich aussehen. Im Allgemeinen handelt es sich um alle Daten, die für den Fortbestand des Unternehmens unbedingt erforderlich sind. Durch eine sorgfältige Analyse lässt sich so ermitteln, welche Daten wann und wohin migriert werden müssen. So sind IT-Teams richtig vorbereitet und können die passenden Technologien auswählen, die sowohl den aktuellen als auch den zukünftigen Anforderungen entsprechen.

2. Der Support – bestehen Sie auf Experten-Support

Der Bedarf an „Support“ an sich ist vielleicht nicht der erste Gedanke, der einem bei der Suche nach einer Datenmanagementlösung in den Sinn kommt. Die Verfügbarkeit von zeitnaher, fachkundiger Unterstützung kann jedoch über Erfolg oder Misserfolg einer Datenmigration oder Datensicherung entscheiden. Bei jedem komplexen datengesteuerten Projekt kann ein direkter Zugang zu Hilfe von erfahrenen Branchenexperten wichtige Ratschläge liefern.

Unternehmen sollten sich davor hüten, eine Strategie zu verfolgen, die es ihnen nicht ermöglicht, zu jedem Zeitpunkt des Prozesses den Support des Anbieters oder anderer Lösungspartner in Anspruch zu nehmen. Das bedeutet auch, dass Support- und Betriebsteams in allen Regionen verfügbar sein sollten, in denen sich die Benutzer befinden. Bei wichtigen Projekten, wie etwa Migrationen, sollte man sich nicht auf Support über Chatbots, Call-Center oder komplett passiven Support über Foren und Blogs verlassen.

3. Die Flexibilität in die Datenstrategie einbauen

In den letzten Jahren haben sich die zugrundeliegenden Technologien für die Verwaltung, die Migration und die Absicherung von Daten massiv weiterentwickelt. So sind beispielsweise plattformübergreifende Funktionen für die Datenmobilität immer wichtiger geworden. Unternehmen verfeinern ihre Strategien für Cloud- und On-Premises-Infrastrukturen, damit sie bei Bedarf flexibel zwischen den Plattformen wechseln können. Daher ist die Integration von Flexibilität in jede Investition in Datenmanagement, -migration und -sicherung entscheidend.

Fazit: Analyse, Support und Flexibilität sind Grundlage einer Datenstrategie

Sascha Hempe, Datadobi.
Sascha Hempe, Datadobi.
(Bild: Datadobi)

Unternehmen benötigen eine Datenstrategie mit einem soliden Fundament. Dazu gehören detaillierte Analyse der Daten, Flexibilität der ausgewählten Lösungen und professioneller Support. Sind diese Teile vorhanden, sind Unternehmen in einer starken Position, um darauf aufbauend effektive Strategien für Datenmanagement, -migrationen und -sicherung zu entwickeln. So lassen sich Investitionen in Speicher- und Cloud-Technologien optimieren, und man stellt gleichzeitig sicher, dass die Organisation die wertvollen Daten kurz- und langfristig optimal nutzen kann.

*Der Autor: Sascha Hempe, Datadobi

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