Enterprise-Anwendungen mit optimierter Flash-Hardware beschleunigen

Die Kenntnis der Datenzugriffs-DNA ist wichtig für beste Flash-SSD-Effizienz

| Autor / Redakteur: Allon Cohen / Rainer Graefen

Dieses Design-Dilemma beeinflusst die Architektur der derzeit verfügbaren Lösungen. Tab. 1 ordnet die wichtigsten Arten von derzeit erhältlichen Beschleunigerprodukten und zeigt jene Bereiche auf, wo sie jeweils am Besten einzusetzen sind.

Datenmenge versus SSD-Kapazität

Da Hardwareanbieter ihre SSD-Produkte hauptsächlich für niedrige Latenz optimieren, ohne die intelligente Datenselektion zur Zwischenspeicherung, eignen sich diese Produkte am besten für einen Einsatz, wenn die Datenmenge klein genug ist, um komplett auf den Flash-Speicher zu passen. Wenn jedoch die Datenmenge über die Kapazität des Flash-Speichers wächst, wird Caching für die Beschleunigung benötigt.

Dem gegenüber stehen die reinen Software-Caching-Lösungen, die ohne jeden Flash-Speicher arbeiten. Da diese Lösungen nicht mit der darunter liegenden Hardware kommunizieren können, versuchen sie möglichst häufig ihr Eingreifen zu minimieren.

Sie neigen daher dazu, vereinfachte Caching-Entscheidungen zu bedienen und sind besonders für Fälle optimiert, bei denen die "Hot-Data" leicht zu identifizieren oder statisch sind. Wenn sich jedoch die "Hot-Zones" des Datensatzes dynamisch verändern, ist eine tiefere Integration von Hardware und Software mit intelligenteren Caching-Ansätzen erforderlich.

Hitrate und Latenz verbessern

Enterprise-Anwendungen sind besonders anfällig für solche Optimierungen, da sie dynamisch große Datenmengen mit ständig wechselnder Wichtigkeit verarbeiten. Beispielsweise ein Data Warehouse, welches Echtzeit-Analysen basierend auf den neuesten Unternehmensdaten durchführt. Daten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt kritisch sind und zwischengespeichert werden sollten, sind zu einem anderen Zeitpunkt nutzlos.

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