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IDC-Zahlen zum Speichermarkt für das dritte Quartal 2010 Die Krise ist vorüber – zumindest für die Speicherhersteller

| Redakteur: Nico Litzel

Die Umsätze mit externen Disk-Speichersystemen erreichen wieder Rekordniveau. Doch die Krise hat ihre Spuren hinterlassen: Gefragt sind vor allem günstige Midrange-Speicher, die Enterprise-Funktionen bieten.

Die Umsätze mit externen Speichersystemen erreichen IDC zufolge wieder ein Rekordniveau. Allerdings hat die Krise Spuren hinterlassen: Gefragt sind vor allem günstige Midrange-Speicher.
Die Umsätze mit externen Speichersystemen erreichen IDC zufolge wieder ein Rekordniveau. Allerdings hat die Krise Spuren hinterlassen: Gefragt sind vor allem günstige Midrange-Speicher.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC wurden im dritten Quartal 2010 weltweit knapp 5,2 Milliarden US-Dollar mit externen Festplattenspeichersystemen umgesetzt. Das entspricht einem Plus von 19 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2009. Der Gesamtmarkt für Disk-basierende Speichersysteme wuchs IDC zufolge im dritten Quartal 2010 auf sieben Milliarden US-Dollar und konnte damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18,5 Prozent zulegen.

Insgesamt wurde eine Speicherkapazität von 4,299 Petabye in Form von Festplattenspeichersystemen ausgeliefert – 65,2 Prozent mehr im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal. „Die User holen noch immer die reduzierten Speicherinvestitionen von 2009 nach, daher verzeichnen wir für das dritte Quartal 2010 den vierthöchsten, jemals in einem einzigen Quartal gemessenen Umsatz mit externen Festplattenspeichersystemen“, sagt Liz Conner, Senior Research Analyst des Bereichs Speichersysteme bei IDC. „Die verstärkten Investitionen der Endverbraucher und der Anbieter in iSCSI-SAN und NAS (41,4 Prozent respektive 49,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal) haben gleichermaßen das Gesamtwachstum angekurbelt. Zudem haben Lockerungen bei den Budgetkürzungen für eine Belebung bei FC-SAN und bei im Higher End angesiedelten Systemen gesorgt.“

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EMC verteidigt Platz 1

EMC konnte im dritten Quartal 2010 mit einem Umsatzanteil von 26,1 Prozent die Spitzenposition im Markt für externe Festplattenspeichersysteme behaupten, gefolgt von IBM mit einem Marktanteil von 12,9 Prozent. NetApp und HP sind mit 11,6 und 11,1 Prozent nahezu gleichauf. Auf den fünften Platz, mit einem Marktanteil von 9,1 Prozent, landet Dell. Angesichts der jüngsten Übernahmen von 3PAR und Isilon stellt IDC fest, dass 3PAR und Isilon im Markt für externe Festplattenspeichersysteme auf einen Marktanteil von 0,83 beziehungsweise 0,75 Prozent kommen.

Der Umsatz im Gesamtmarkt für offene Netzwerkspeicher (NAS in Kombination mit Open/ iSCSI-SAN) wuchs im zweiten Quartal im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 26,4 Prozent auf 4,3 Milliarden US-Dollar. Auch in diesem Segment kann EMC mit einem Marktanteil von 30 Prozent den ersten Platz verteidigen. Auf Platz zwei kommt NetApp mit einem Marktanteil von 14 Prozent. Auch im Open-SAN-Markt, der im Jahresvergleich um 18,5 Prozent zulegen konnte, war EMC laut IDC mit einem Marktanteil von 23 Prozent der führende Anbieter, gefolgt von IBM auf Platz zwei mit 15,5 Prozent und HP mit 14,3 Prozent.

Der NAS-Markt wächst um fast 50 Prozent

Der NAS-Markt, angeführt von EMC mit einem Marktanteil von 46,6 Prozent, ist im Jahresvergleich um 49,8 Prozent gewachsen. Auf dem zweiten Platz findet sich NetApp (28,9 Prozent). Nach wie vor starke Impulse gehen vom iSCSI-SAN-Markt aus, für den die Marktforscher ein Umsatzwachstum in Höhe von 41,4 Prozent im Jahresvergleich verzeichnen. Mit 33,8 Prozent Marktanteil ist Dell hier Marktführer, gefolgt von EMC (13,8 Prozent) und HP (13,7 Prozent).

„Die Wirtschaftskrise 2009 hat Endanwender dazu gezwungen, in günstigere Speichersysteme zu investieren, die jedoch Funktionen auf Enterprise-Ebene bieten“, erklärt Amita Potnis, Senior Research Analyst Speichersysteme bei IDC. „Obwohl die meisten IT-Kürzungen wieder aufgehoben wurden, hat sich auch 2010 der Trend hin zu günstigeren Systemen weiter fortgesetzt. Die Umsätze mit externen Speichersystemen, die im unteren Preisbereich (bis 24.999 US-Dollar) liegen, sind um 21,1 Prozent im Jahresvergleich gewachsen. Die Endanwender versuchen nach wie vor, das Meiste aus ihren Investitionen herauszuholen. Gleichzeitig investieren die Hersteller ihre Ressourcen in diesen Bereich und entwickeln Speichersysteme, die diese Anforderung erfüllen.“

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