IBM und HP setzen auf offene Cloud-Software, Teil 2

Die Lagerbildung bei OpenStack stellt Software-Entwickler vor die Wahl

| Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

Der OpenStack-Markt ist noch jung und wächst linear, wenn es nach den Prognosen geht. Einen überproportionalen Anteil werden die OpenStack Service Provider haben.
Der OpenStack-Markt ist noch jung und wächst linear, wenn es nach den Prognosen geht. Einen überproportionalen Anteil werden die OpenStack Service Provider haben. (Grafik: HP)

Während innerhalb des Rechenzentrums inzwischen jeder Speicherhersteller über Software Defined Storage mitreden kann und Storage-Hardware zur Commodity machen will, ist der Weg in die Public oder Hybrid Cloud mit Herstellern gepflastert, die alle an einem besseren OpenStack arbeiten. Zeitgeistgemäß weiss inzwischen keiner mehr was Silos sind.

Beim Thema Datenbanken für polystrukturierte NoSQL-Lösungen (nicht relationale Datenbanken) will IBM verstärkt mit MongoDB zusammenarbeiten. Der Spezialist für Big Data Aufgaben hat seine Sitz in New York und Palo Alto und gilt derzeit als die beste Lösung für das Arbeiten in diesem rasch wachsenden Aufgabenbereich der Unternehmens-IT.

In San Francisco gründete IBM einen ersten Cloud-Inkubator, die erste BlueMix-Garage. Dort können junge Startups gemeinsam mit IBM innovative Cloud-Anwendungen entwickeln und vermarkten. In der ersten BlueMix Garage – Galvanize genannt – rechnet man für das Jahresende 2014 mit rund 200 IT-Startups.

HP bündelt seine Cloud Aktivitäten

Mit HP Helion stellte Hewlett Packard ein Portfolio von Cloud-Lösungen und -Services vor, die Unternehmen und Behörden dabei helfen, Arbeitslasten in hybriden IT-Umgebungen zu betreiben.

HP Helion bündelt bestehende Cloud-Angebote von HP mit neuen Lösungen auf Grundlage der OpenStack-Technologie sowie entsprechende Serviceangebote in einem einheitlichen Portfolio, das den individuellen Geschäftsanforderungen von Kunden gerecht werden soll.

Damit will HP sein Engagement in die OpenStack-Technologie sowie in hybride IT-Bereitstellungsmodelle erweitern. In den nächsten zwei Jahren plant der Konzern aus Palo Alto über eine Milliarde US-Dollar in Cloud-bezogene Produkte und Entwicklungsprojekte im Rahmen einer weltweiten Verbreitung von HP Helion zu investieren.

Das Datacenter ins Hybride skalieren

Nach eigenen Angaben betreibt HP seit mehr als drei Jahren umfangreiche OpenStack-basierte Cloud-Services in Enterprise-Umgebungen. Seit Gründung der OpenStack Foundation ist HP wie IBM ein führendes Mitglied in der OpenStack- und Cloud-Foundry-Community.

„Die Herausforderungen, vor denen unsere Kunden heute stehen, gehen weit über die Cloud hinaus. Es geht darum, Anwendungen in einer hybriden Umgebung zu steuern und zu skalieren, die unterschiedliche Technologie-Ansätze umfasst“, erklärt der für die Unternehmens-Server zuständige HP-Manager Martin Fink die strategische Richtung.

Wettbewerb wie auf dem Mobilmarkt

Der aufgeheizte Wettbewerb der Anbieter von Cloud-Lösungen hat eine große Ähnlichkeit mit dem Kampf um den Mobilfunkmarkt mit seinen mächtigen Smartphones, auf dem namhafte Player wie Apple, Google und Microsoft um die Aufmerksamkeit der Entwickler kämpfen, die ihre Anwendungen auf den jeweiligen drahtlosen Betriebssystemen iOS, Android oder Windows Mobil portieren sollen.

Nun geht es darum, die Entwickler von Cloud-Computing-Programmen zu gewinnen. Player wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure) oder Google finden sich bisher eher in einem Lager, in dem die Server-Prozessoren von Intel das Feld beherrschen. Die Mehrheit bisheriger Cloud-Lösungen finden in diesem Umfeld satt.

Mit der Ankündigung seiner neuen Server-Reihe unter Power8 erklärte IBM, damit auch ein starkes Cloud-Angebot auf der Basis dieser Architektur aufbauen zu wollen. HP dagegen findet sich eher im Intel-Lager. Oracle hat mit den von Sun stammende Sparc-Prozessoren die Möglichkeit einer eigenen Chip-Platform. Diese Prozessoren haben aber keine kritische Masse auf dem Weltmarkt.

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