Die IoT-Welt hat gewählt

Die schrägsten IoT-Devices der Welt

| Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Rainer Graefen

Bis jetzt setzen Winzer und Weinliebhaber bei der Flasche eher auf Low-Tech. Ob sich die smarten WiFi-fähigen Weinflaschen eines Start-up aus Boston am Markt etablieren können, bleibt abzuwarten.
Bis jetzt setzen Winzer und Weinliebhaber bei der Flasche eher auf Low-Tech. Ob sich die smarten WiFi-fähigen Weinflaschen eines Start-up aus Boston am Markt etablieren können, bleibt abzuwarten. (Bild: Pexels / CC0)

Besucher der Internet of Things World 2017 in Santa Clara (USA) durften die lustigsten bzw. sinnfreiesten IoT-Devices wählen. Die Redaktion des IoTI Informer hat die drei Sieger des Funny IoT Contest zusammengestellt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Vernetzte Weinflaschen, smarte Unterwäsche oder Zahnseide mit Köpfchen: Ist es das, was die IoT-Welt wirklich braucht? Besucher der vom New Yorker IoT Institute veranstalteten Kongressmesse Internet of Things World 2017 im kalifornischen Santa Clara sahen sich mit dieser Frage konfrontiert und durften ihre(n) Favoriten wählen. Wohlgemerkt: Nichts davon ist Fake; jedes der ausgewählten IoT-"Geräte" existiert tatsächlich und/oder wird irgendwo auf der Welt hergestellt.

Dritter Platz: Die smarte Weinflasche mit Wi-Fi

Die "intelligente" Weinflasche namens Kuvée ist für 179 Dollar pro Stück erhältlich. Sie ist mit einem internetfähigen Touchscreens ausgestattet und soll dank eines "speziellen Ausgießventils" den Inhalt 30 Tage lang frisch halten, verspricht der Erfinder, ein per Fundraising finanziertes Start-up in Boston. Der Screen zeigt dem IoT-affinen Weinfreund außerdem an, wie viele Gläser noch in der "Buddel" sind, also getrunken werden können. Sicher interessant für jene, denen ein Blick durch das Glas auf den Flascheninhalt nicht präzise genug erscheint. Per Wi-Fi kann man sich z.B. weitere Infos über den Flascheninhalt aus dem Web saugen.

Am Standort der Industry-of-Things-Redaktion, der Frankenwein-Metropole Würzburg, dürfte die smarte Flasche aus Amerika eher zum Ladenhüter werden, denn die Notwendigkeit den edlen Rebensaft 30 Tage lang frisch zu halten, besteht hier eher weniger. Ein echter Franke schafft den kompletten Inhalt eines "Bocksbeutels" (= 3 Schoppen) - zumindest an einem geselligen Abend - ohne Probleme.

Zweiter Platz: Wenn die Unterhose online geht

Keine Frage, Wearables sind mächtig im Kommen. Bessere Sensorik und Software sowie ausgefeiltere Bedienkonzepte machen die schlauen Jacken, Mützen, Brillen und Uhren immer "tragbarer".

Wearables messen, je nach Funktion, Daten unterschiedlichster Art. Bei den beliebten Smart Watches und Fitnessarmbändern sind dies zum Beispiel Herzfrequenz, körperliche Aktivität oder Geschwindigkeit. Auch im Fertigungsbereich, in der Logistik oder Energiewirtschaft werden immer häufiger tragbare Produkte genutzt, z.B. smarte Kleidung, in die entsprechende Technologie für die Lokalisierung oder das Tracking integriert sind. Laut einer Pressemeldung des Gesamtverbandes textil + mode sollen bis zum Jahr 2021 weltweit etwa 237,5 Millionen Wearables produziert werden.

Während intelligente Jacken und Shirts nach Einschätzung des Textilverbandes das Gesundheits- und Bewegungsbewusstsein der Träger unterstützen und die Sicherheit im Alltag und bei der Arbeit verbessern können, weil sie beispielsweise auf Gefahren hinweisen, sorgte die intelligente Unterwäsche der in Oregon ansässigen Firma Myant bei den Teilnehmern der Internet of Things World 2017 ganz schön für Verwirrung. Bei einigen rief sie sogar Empörung hervor. Offenbar hegte man den Verdacht, die kabellos aufladbaren (!) Slips, Boxershorts und BHs würden womöglich (auch) "intimere" Messwerte abgreifen.

Folglich eroberten die mit eingewebter Sensorik versehenen Hightech-Unterhosen und "Bras" der Marke SKIIN den zweiten Platz auf der (Negativ-)Hitliste. Allerdings zeigt ein unvoreingenommener Blick auf die Website des Herstellers: Die ab Sommer 2018 erhältliche IoT-Unterwäsche ist hochinnovativ, ansprechend gestylt und unter medizinischen Gesichtspunkten ausgesprochen nützlich. Schließlich kann sie Herzfrequenz, Körperhaltung, Flüssigkeitszufuhr und Stresspegel der Trägerin oder des Trägers überwachen und so zur Gesunderhaltung beitragen.

Auch der IoTI-Redaktion kamen schließlich Zweifel, ob die SKIIN-Underwear nicht doch ein bisschen unfair behandelt wurde - zumal Technologieexperten in solchen Textilien "the next big IoT thing" sehen.

Erster Platz: Zahnseide, die mitdenkt

Als nutzlosestes IoT-Gadget landete schließlich die "Connected Dental Floss" eines Kickstarter-Projekts auf dem Siegertreppchen. Im Zusammenspiel mit einem intelligenten Zahnseidenspender werden die täglichen Putzgewohnheiten des Nutzers erfasst und ihm dann die Zahnseide in optimaler Länge "zugeteilt".

Eine "ehrende Anerkennung" erfuhr noch der conntected Kinderwagen namens Smartbe. Er ist mit einem intelligenten Selbstfahrmodus ausgestattet, sodass ihn Mami oder Papi nicht mehr schieben müssen, sondern munter hinter dem Kinderwagen her joggen können. Zugleich kann der Sprössling seine ersten Erfahrungen in Sachen autonomes Fahren machen. Die Vorteile des connected Kinderwagen waren für die Kongressteilnehmer durchaus nachvollziehbar. Doch hegten sie analog zum fahrerlosen Auto die Befürchtung, dass finstere Blackhats den "Buggy" hacken und Böses mit ihm und seinem Insassen anstellen könnten.

* Diesen Beitrag haben wir von unserem Partnerportal Industry of Things übernommen.

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