HPC-Halloween-Schreckgeschichten Die spinnwebartigen Komplexitäten von HPC-Storage

Autor / Redakteur: Panasas / Dr. Jürgen Ehneß

Vom Rendering des neuesten Horrorfilms über die Sequenzierung des Genoms von Frankensteins Monster bis hin zu Simulationen, die Flugzeuge so stromlinienförmig machen wie ein Geisterhand durch eine Wand – HPC-IT-Umgebungen sind die treibende Kraft hinter einer wachsenden Zahl von Branchen und Use Cases. Dem Weltwirtschaftsforum zufolge werden 2025 täglich schätzungsweise 463 Exabyte an Daten erzeugt werden.

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Halloween-Grusel mag ja amüsant sein, der reale HPC-Horror ist es jedoch mitnichten.
Halloween-Grusel mag ja amüsant sein, der reale HPC-Horror ist es jedoch mitnichten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Organisationen jeder Größenordnung – von Ämtern und Banken bis hin zu Automobilherstellern – nutzen diesen ständig wachsenden Datenberg als Grundlage schnellerer und fundierterer Entscheidungen. Tatsächlich wächst der globale HPC-Speichermarkt im Schnitt um sieben Prozent und wird bis 2023 voraussichtlich sieben Milliarden US-Dollar erreichen.

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Dieser Markt hat jedoch auch eine Schattenseite: Die meisten HPC-Storage-Lösungen sind komplex, unzuverlässig – und zudem erschreckend teuer. Eine globale Studie von Hyperion Research zeigte jüngst anhand ermittelter Daten drei Risikofelder auf, durch die Unternehmen in eine „unheimliche“ Betriebskostenfalle geraten können.

1. Die alarmierenden Personalkosten für HPC-Storage

Der Mitarbeiteraufwand von HPC-Storage stellt einen ungeheuren Kostenfaktor dar. Laut Hyperion-Studie benötigten 18 Prozent der HPC-Storage-Installationen jeweils mindestens vier Mitarbeiter für die Verwaltung, während nahezu 14 Prozent über 500.000 Dollar für Personal rund um HPC-Storage ausgaben. Für 38 Prozent der Unternehmen war die Einstellung und Schulung von Speicherexperten der schwierigste operative Aspekt von HPC-Storage.

2. Installationsalbträume und Wartungshorror

Darüber hinaus werden Unternehmen von komplizierten Installationsalbträumen und eiskalten Wartungsszenarien heimgesucht. Nur sechs Prozent der von Hyperion befragten Unternehmen konnte ihre HPC-Storage innerhalb eines Tages in Betrieb nehmen. 28 Prozent hatten nach einer Woche noch nicht alles ausgepackt. Und die Kobolde verschwinden auch dann nicht, wenn das Speichersystem in Betrieb ist. Fast die Hälfte der Befragten musste ihre Systeme monatlich nachjustieren, vier Prozent gar wöchentlich (und zwei Prozent sage und schreibe täglich!).

3. Gruselige Ausfälle

Und last but not least der größte Schrecken von HPC: Ausfälle. Ein Drittel der befragten Unternehmen hatte monatlich mit Ausfällen zu kämpfen, acht Prozent sogar wöchentlich. Einundvierzig Prozent gaben an, dass der Betrieb frühestens nach zwei Tagen weitergehe. Die Kosten für einen einzigen Ausfalltag lassen das Blut gefrieren: Je nach Unternehmensgröße kann ein Ausfalltag bis zu einer Million Dollar oder sogar mehr kosten.

Unkalkulierbares Spukhaus

Diese Verstrickungen aus komplexen und unzuverlässigen Speichersystemen halten Unternehmen in einem unkalkulierbaren Spukhaus gefangen. Sie werden Opfer von schockierend hohen Gesamtbetriebskosten, die sich auf ihre Produktivität und damit letztlich auf ihre Gewinne auswirken. Da HPC-Storage-Installationen zunehmend ein breiteres Spektrum an Use Cases abdecken, werden die Unzulänglichkeiten herkömmlicher Ansätze immer deutlicher, und die versteckten Kosten von HPC-Storage, wie der geschilderte Personalaufwand sowie Ausfälle, lassen sich nur schwer kaschieren oder ignorieren.

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Um zu vermeiden, dass HPC-Speicherkosten außer Kontrolle geraten, müssen Unternehmen einen Schritt zurücktreten, um ihre Speicherlösungen neu zu bewerten und Berechenbarkeit, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit von ihren Anbietern zu verlangen. Und sie müssen sicherstellen, dass diese „keine Leichen im Keller haben“, die später die Nutzer heimsuchen könnten!

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