Kommentar von Evan Powell, Nexenta

Die Storage-Zukunft liegt in einem Software-definierten Ansatz

| Autor / Redakteur: Evan Powell / Nico Litzel

Was genau also ist Software-definierter Storage?

SDS abstrahiert die darunter liegende Hardware für Datenspeicher und Datenmanagement. Es löst damit das Versprechen der Virtualisierung ein, die Flexibilität und die Dynamik zu verbessern, eben auch auf der Ebene der Speicherverwaltung. Der Speicher muss durch die Software definiert werden. Das bedeutet, dass der Speicher auf die Anforderungen des Rechenzentrums bei Bedarf reagieren kann.

SDS muss ein offenes System sein, das von On-Disk-Formaten durch APIs bis zu Geschäftsmodellen verlängert werden kann. Es muss außerdem weit verfügbar sein und mit allen gängigen Protokollen arbeiten können. Somit müsste es entweder Open Source sein oder komplett frei, um eine weite Verbreitung zu finden. Außerdem muss Software-definierter Storage Block-, Datei- und Objektprotokolle bedienen können.

Abstraktion, also die Trennung von Daten auf der Datenkontrollebene, ist ebenso wichtig. Alles sollte als Software geliefert, die soweit es geht, alle Attribute des Speichers, Servers oder eines JBODs von einer zentralen Stelle ändern kann: RAID, Hochverfügbarkeit, Replikation, NFS, CIFS und andere Protokolle.

Um ein Produkt als Software-definiert einzustufen, muss es die Möglichkeit bieten, Anforderungen des Service Level von der Prozessorebene oder der Geschäftslogik des Rechenzentrums zu erben.

Der Speicher muss die Anforderungen auch nutzen und umsetzen

VMware, CloudStack und OpenStack gehen allesamt in die gleiche Richtung, was ihre Fähigkeit angeht, Anforderungen der Provisionierung von Applikationen und die Verwaltungsebene an den gesamten Stack weiterzugeben. Es ist nun Sache des Speichers, diese Anforderungen auch zu nutzen und umzusetzen.

Ein Software-definiertes Produkt muss die Datensicherung auf dem Speicher ebenso übernehmen wie Replikation oder Cloning. Oftmals befinden diese sich für einen bestimmten Einsatzzweck bereits auf der Speicher-Hardware. Ironischerweise bedeutet das manchmal, dass diese Speicherfähigkeiten zunächst von der Speicher-Hardware entfernt werden muss, damit SDS Dienste liefern kann, die auf dem Gerät realisiert werden.

Fazit

Falls es die Speicherindustrie richtig macht, können wir zukünftig einen offeneren und grundlegend flexibleren Speicheransatz etablieren. Dabei geht es um mehr als Nexenta oder die Speicherbranche. Nur wenn viele Kräfte zusammenarbeiten – Hersteller, Partner, Kunden – kann das Potenzial von Moore’s Law ausgeschöpft werden. Dann könnten Unternehmen schneller auf die Anforderungen des Marktes reagieren und wir würden die Welt schlauer und wohlhabender machen.

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