Mit einem Speicherkonzept allen Bedarfsfällen gerecht werden, Teil 1

Die Technik und Marktakzeptanz von Unified Storage

27.06.2011 | Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Rainer Graefen

Herbert Bild, Solutions Marketing Manager bei NetApp
Herbert Bild, Solutions Marketing Manager bei NetApp

NetApp schnürt aus seinem Betriebssystem Data Ontap und dem WAFL-Filesystem ein Bündel, das von FC- und IP-SAN bis zum Fileserver für Windows und Unix allen Speicherfällen gerecht wird.

Die Speichertechnik wird aus Kostengründen gerne in Stufen für hohe, mittlere und geringe Anforderungen aufgeteilt. Und auf jeder Stufe (Tier) müssen Daten in unterschiedlicher Art und Weise abgelegt werden. Individuelle Lösungen, die trotz Standardisierung wenig bis nichts miteinander zu tun haben, sind die Folge.

Und für alle drei Segmente müssen Unternehmen jeweils unterschiedliche Speichersysteme bereitstellen. Das führt zwangsläufig zu einer schlechteren Auslastung der installierten Speicherkapazität. Diese Vorgehensweise steht vor dem Aus.

Die Speicherlandschaft geprägt

Firmen wie NetApp, die sich seit einigen Jahren Unified Storage auf ihre Fahnen geschrieben haben, verfolgen den genau entgegengesetzten Ansatz, auch wenn der Wechsel nicht ganz schmerzfrei ist. Storage-Neueinsteiger zahlen dabei einen deutlich niedrigeren Preis als Umsteiger.

„RAID-Speicher und gespiegelte Festplatten waren vor Jahren der erste Schritt in Richtung auf die virtuellen Systeme von heute“, blickt Herbert Bild, Solutions Marketing Manager bei NetApp, zurück. Diesen Grundgedanken hat NetApp wie auch die Speicherindustrie mit FC- und iSCSI-SANs weiterentwickelt.

Heute wird mit Unified Storage der Startknopf für die Cloud gedrückt. „Der Admin muss dazu im Speichersystem nur noch eine LUN für Blocktransportprotokolle wie FC, iSCSI oder FCoE anlegen oder kann per NFS und/oder CIFS die Dateien gemeinsam im Unternehmen nutzen“, so Bild. Dazu reicht ein einziges Speichersystem.

Effizienz gefragt

Auch Firmen, die noch vor kurzer Frist unbeirrt an der Dreiteilung von Markt und Technik festhielten, schielen nun herüber zu Unified Storage. Die historisch gewachsene, strenge Trennung von Apparaten und Protokoll lässt sich nicht mehr aufrecht erhalten.

Das freut vor allem NetApp. Seit Gründung der Firma verweigerte man sich konsequent der Drei-Welten Hypothese und setzte auf Storage aus einem, allerdings höchst flexiblen Guss. Alles, was es an Übertragungsprotokollen gibt, wird unterstützt.

Alles kommt aus einer Hand, oder kann zumindest über diese erreicht werden. Denn in der Praxis, das weiß auch NetApp, geht die Evolution nur in kleinen Schritten voran.

Die Richtung ist jedoch unumkehrbar: weg von den Inseln mit ihren zahllosen Speziallösungen für Thin Provisioning, Deduplizierung und Virtual Copies, hin zu Unified Storage. „Der Trend in der Storage-Welt geht generell in Richtung effiziente Architekturen“, sagt Bild.

Konsolidieren ohne umlernen zu müssen

In der Praxis bedeutet das: nicht mehr drei Plattformen zu betreiben, sondern nur eine, die SAN und NAS sowie die diversen Protokolle umschließt und von klein bis groß skaliert. Das sorgt für Kontinuität ohne Kurswechsel zu erzwingen. Von kleineren 150 TByte Systemen bis in den Enterprise-Bereich mit etliche PByte.

„NetApp präsentiert sich für den Nutzer immer auf dieselbe Weise, egal wie hoch oder tief er einsteigt“, ergänzt Bild, „Grafische Nutzerschnittstelle (GUI) und Betriebssystem bleiben stets gleich.“

Rückgrat der Hard- und Softwarelösungen von NetApp ist das hauseigenen Betriebssystem Data ONTAP, das in allen Modellen die gleichen Funktionen ermöglicht. Die unterschiedlichen Storage-Controller-Modelle unterscheiden sich einzig und allein in Kapazität und Datendurchsatz.

Wichtige Sparfunktionen integriert

Im Betriebs- und Filesystem ist Thin Provisioning, Deduplication sowie Mirroring fest eingebettet. Ebenso Snapshots, die bei NetApp besonders schnell und vor allem mit geringen Performanceverlusten über die Bühne gehen.

Statt einer Vielzahl von inkompatiblen Architekturen mit ebenso inkompatiblen Prozessen müssen die Administratoren nur noch eine Technik beherrschen lernen. Das, so NetApp, spart Kosten.

Der Anwender kann heute auf iSCSI setzen und morgen zu Fibre Channel wechseln, ohne dass die Angestellten umlernen müssen oder dass Daten migriert oder mit einem anderen Layout versehen werden müssten. Die so gewonnen Flexibilität spart Kosten, betont man bei der Firma.

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